Elektromobilität

Rennen am Pikes Peak: Elektroauto stellt neuen Rekord auf

von
Alexander Kraft

Es war nicht einmal knapp: Romain Dumas siegte beim Bergrennen am Pikes Peak und ließ die Konkurrenz – dank seines Elektroautos – uneinholbar hinter sich.

Mit dem Elektrorennwagen I.D. R Pikes Peak von VW stellte Romain Dumas einen neuen Rekord am Pikes Peak auf.
Von 0 auf 100 in 2,25 Sekunden: Mit dem Elektroauto von VW stellte Romain Dumas am Pikes Peak einen neuen Rekord auf. Foto: picture alliance/AP Photo

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum das Rennen am Pikes Peak so eine Herausforderung ist
  • Wie ein Elektroauto dem Verbrenner davonfährt
  • Was die Luft in 4300 Metern Höhe damit zu tun hat

An diesen Sonntag, den 24. Juni 2018, dürfte sich Romain Dumas noch eine ganze Weile erinnern. Nicht nur, dass der französische Rennfahrer an diesem Tag seine persönliche Bestleistung gefahren ist. Mit diesem Rennen hat Dumas vor allem eins bewiesen: Die Zukunft, eben auch im Motorsport, gehört der Elektromobilität.

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Pikes Peak: Rennen um Sekunden

7:57,148 Minuten – weniger als ein durchschnittlicher Besuch beim Arzt dauert – dauerte die Rekordjagd lediglich. Dazwischen lagen mehr als 1400 Höhenmeter Differenz, im Durchschnitt sieben Prozent Steigung und 156 Kurven auf 19,99 Kilometer Strecke.

Mit seinem Rennwagen, dem Volkswagen I.D. R Pikes Peak, schoss Romain Dumas die kurvenreiche Bergstrecke in bislang unerreichtem Tempo hoch. Der bisherige Rekord auf der Strecke, die aufgrund ihrer Höhenlage auch "Race to the clouds" genannt wird, lag seit 2013 bei 8:13,878 Minuten – ebenfalls aufgestellt von einem französischen Rennprofi, Sébastien Loeb.

Fünf Jahre später hat Romain Dumas diese ehemalige Rekordzeit geschlagen und damit für eine Zäsur gesorgt. Denn das Besondere an seinem Sieg ist auch: Sein VW I.D. R Pikes Peak ist ein reines Elektroauto. Die 16 Sekunden Vorsprung machen den Unterschied und stellen auch für das Hochleistungsrennen eine Zeitenwende dar.

Mit dem Elektroauto auf Rekordjagd

Angetreten waren Dumas und VW bei der 96. Auflage des Pikes Peak International Hill Climb in Colorado, USA, vor allem, um eine neue Bestmarke für Elektroautos aufzustellen. 2016 hatte der Amerikaner Rhys Millen in einem modifizierten Tesla Roadster das Bergrennen in knapp neun Minuten absolviert – diese galt es zu brechen.

Romain Dumas hat nicht nur dieses Ergebnis mit über einer Minute unterboten, sondern auch die mit konventioneller Antriebstechnik fahrenden Mitbewerber hinter sich gelassen. Es ist ein erster Sieg für die umweltfreundliche Elektromobilität gegenüber fossilen Verbrennern, auch aus Sicht von VW.

Nun hat der Volkswagen I.D. R Pikes Peak die beste Zeit in der über 100-jährigen Geschichte dieses Bergrennens erzielt – das ist ein starkes Zeichen für die Elektromobilität.

Dr. Frank Welsch, Mitglied des Markenvorstands

An der Spitze wird die Luft dünn

Mit ein Grund für den neuen Rekord in einem Elektro-Rennwagen ist die unmittelbare Beschleunigung, die jeder Elektrofahrer aus dem Alltag kennt. Ein Druck aufs Gaspedal ruft sofort das maximale Drehmoment ab. Im Fall des I.D. R Pikes Peak bedeutet das: von 0 auf 100 km/h in 2,25 Sekunden.

250 Tage hatten die Ingenieure, um zwischen Bekanntgabe und Startschuss einen Prototypen zu entwickeln, der die speziellen Anforderungen an Batterie, Aerodynamik und Fahrwerk erfüllt, um den Verlust an Abtrieb durch die geringere Luftdichte vor Ort zu kompensieren. Herausgekommen ist ein E-Auto, das den Berg schneller bezwang als alle andere bisher.

Das elektrisch angetriebene Fahrzeug wiegt samt Batterie 1100 Kilogramm und kommt auf insgesamt 680 PS. Entscheidend für den Sieg war aber nicht allein die daraus resultierende Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h.

Vielmehr ist ein inhärenter Vorteil von Elektromotoren gegenüber Ottomotoren verantwortlich. Weil Verbrennungsmotoren Luft verdichten müssen, um Leistung zu erzeugen, starten sie beim Pikes Peak aufgrund der Hochlage bereits mit einem Malus. Das in 4300 Metern gelegene Ziel erreichen sie sogar nur noch mit einer Leistung von 60 Prozent – während ein Elektroauto nicht mit der verringerten Luftdichte zu kämpfen hat.

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Für VW geht es bei dem Sieg ihres E-Autos auch um Prestige und um einem Status Quo des Machbaren. Natürlich wird der I.D. R Pikes Peak in seiner jetzigen Form niemals für den Straßenverkehr umgesetzt. Dafür ist die Konstruktion des Prototypen von vornherein viel zu sehr auf dieses eine Rennen zugeschnitten. Dennoch soll die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Projekt auch in anderen Anwendung finden:

Der I.D. R Pikes Peak ist der sportliche Vorbote der I.D. Familie von Volkswagen. Und heute haben wir gezeigt, was in dieser Technologie steckt.

Dr. Frank Welsch, Mitglied des Markenvorstands

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