Elektromobilität

Renault EZ-Flex: Testphase mit vernetzten E-Transportern

von
Thomas Pitscheneder

Ein Konzept, dass es wirklich auf die Straße schafft: Renault will den EZ-Flex unter realen Bedingungen testen – und verleiht ihn dafür an Firmen.

Der Renault EZ-Flex als Testfahrzeug
Kürzlich vorgestellt, soll der Renault EZ-Flex schon bald eine zweijährige Testphase beginnen. Einige Firmen bekommen ein Exemplar davon zur Leihe. Foto: Renault

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum der EZ-Flex nicht größer als ein Kleinwagen ist
  • Welche Reichweite der E-Transporter bietet
  • Wie Renault das Fahrzeug im Realbetrieb testen möchte

Die unter dem Dach der Post laufende Firma Streetscooter hat gezeigt, dass vollelektrische Fahrzeuge im städtischen Lieferverkehr sinnvoll sein können. Erfolgreich stromern sie durch einige Großstädte des Landes. Künftig will das Unternehmen sie aber auch ins Ausland verkaufen. Dort gibt es zum Teil bereits elektrifizierte Transporter – etwa in London.

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Auch Renault will mit einem solchen Fahrzeug wohl künftig den Markt erobern. Das soll auf den Namen EZ-Flex hören.

Renault EZ-Flex: Kastiger Stromer für die City

Bei den Abmessungen liegt der EZ-Flex auf dem Niveau eines Kleinwagens. Nur 3,86 Meter ist der Transporter lang und somit sogar kürzer als ein aktueller VW Polo. In der Breite misst er lediglich 1,65 Meter, kommt also auch in enge Parklücken. Die Höhe beträgt hingegen 1,88 Meter. So erreicht Renault ein Ladevolumen von drei Kubikmetern. Durch die kompakten Maße beträgt der Wendekreis 4,5 Meter.

Mit großen Fenstern und einem Dach, das zum Teil aus Glas ist, sollen die Fahrer besonders viel Übersicht bekommen. Im Cockpit ist außerdem Platz für einen Beifahrer. Kommt der nicht mit, lässt sich der Sitz hochklappen, um Waren im Fußbereich zu verstauen. Ein Touchscreen hilft bei der Navigation, zeigt Fahrzeugdaten und wichtige Informationen zur Arbeit an.

Reichweiten für die "letzte Meile"

Der EZ-Flex ist nicht für den Transport von Waren über weitere Strecken gedacht. Vielmehr soll er eine schadstoffarme Auslieferung innerhalb von Städten ermöglichen. Daran passt Renault auch die Reichweite an. Um den EZ-Flex leicht und bezahlbar zu halten, beträgt die höchstens 100 Kilometer.

Das soll laut Hersteller reichen, weil Lieferdienste im Alltag im Schnitt nur 50 Kilometer pro Arbeitstag zurücklegen. Durch den elektrischen Antrieb ist der EZ-Flex zudem von eventuellen Zufahrtsbeschränkungen ausgenommen. Umweltzonen müssen Fahrer also nicht fürchten.

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Konzept im realen Testbetrieb

Meist sollen Konzeptfahrzeuge nur zeigen, was in Zukunft möglich ist. Beim EZ-Flex verfolgt Renault eine etwas andere Herangehensweise. Geplant ist ein Testbetrieb der Fahrzeuge unter realen Bedingungen. Genauer sollen zwölf der E-Transporter leihweise bei Firmen in ganz Europa zum Einsatz kommen. Über zwei Jahre sollen die Testen, ob das Fahrzeug für ihre Anwendungsfälle geeignet ist.

Fallen die Ergebnisse positiv aus, plant Renault den EZ-Flex in Serie zu produzieren. Zudem könnten die Franzosen etwa den Laderaum an entsprechende Bedürfnisse anpassen.

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