Elektromobilität

Renault City K-ZE: Die Franzosen setzen auf China

von
Thomas Pitscheneder

Renault brachte zur Automesse in Shanghai seinen ersten Elektro-SUV im kompakten Format mit. Der könnte die Volksrepublik aber vielleicht nie verlassen.

Der Renault City K-ZE von vorne und hinten
Der Renault City K-ZE ist ein kleiner SUV für die Stadt. Das Design erinnert gleich an mehrere Fahrzeuge aus dem Konzern. Foto: Renault

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum der Markt in China auch für Renault wichtig ist
  • Wie die Marke ihr Elektro-SUV gestaltet hat
  • Welche technischen Informationen es bisher gibt

Schon ein Blick auf die nackten Zahlen zeigt, wie gigantisch China im Vergleich zu Europa ist. In der Volksrepublik lebten 2018 mehr als 1,395 Milliarden Menschen. Auf unserem Kontinent sind es nur 746 Millionen. Das wirkt sich auch auf die Absatzmärkte aus. Autohersteller verkauften in Europa im vergangenen Jahr rund 15,2 Millionen Autos. In China waren es hingegen 23,7 Millionen. Kein Wunder also, dass die Firmen mit Hochdruck nach Fernost drängen.

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Dabei ist dort eine ganz bestimmte Gattung von Fahrzeug gefragt: das Elektroauto. Besonders gern haben viele Chinesen die SUVs. Renault stellte deshalb in Shanghai den neuen City K-ZE vor.

Renault City K-ZE: Erster vollelektrischer SUV

Das Auto ist eine Premiere für die Franzosen, denn es ist der erste batteriebetriebene SUV der Marke. Passend zu den großen und engen Metropolen des Landes, kommt der im kompakten Kleinwagen-Format daher. Mit einem Radstand von 2,4 Metern und einem Kofferraumvolumen von 300 Litern soll er dennoch genug Platz für Passagiere und Gepäck bieten.

Optisch lehnt sich der City K-ZE am größeren Renault Koleos an – zumindest an der Front. Die Dachlinie und das Heck schreien förmlich nach Dacia Sandero. Das ist aber nicht ungewöhnlich, denn die rumänische Marke gehört zum französischen Konzern. Übrigens: ein sehr ähnlich gestaltetes Modell verkaufte Renault mit dem "Kwid" bereits in Indien.

Der Innenraum passt da ins Bild: Wenig Schnickschnack, kaum Schalter und Knöpfe sowie klare Linien gibt es da zu sehen. Der K-ZE soll ein Stromer für die Masse sein, kein Luxus-Objekt. Ein paar kleinere Verspieltheiten wie Elemente in blauer Akzentfarbe erlaubte sich Renault dennoch.

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Kaum technische Details bekannt

Geht es um die Antriebstechnik, hält sich Renault mit Informationen noch zurück. Was der Elektromotor leistet, verrät das Unternehmen nicht. Dafür gibt es erste Details zur Batterie. Die soll sich am heimischen Stromanschluss und an öffentlichen Ladesäulen aufladen lassen. Sind letztere mit Schnellladern ausgestattet, kann der City K-ZE in 50 Minuten 80 Prozent frischen Strom zapfen.

Zunächst nur für China angekündigt

Entstanden ist der Renault City K-ZE im Rahmen einer Kooperation zwischen der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi und dem chinesischen Hersteller Dongfeng. Das Elektroauto ist voll auf die Bedürfnisse der Kunden in Fernost zugeschnitten. Noch 2019 will Renault ihn dort auf die Straßen bringen. Ob und wann der City K-ZE auch in Europa erscheint, bleibt abzuwarten.

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