Elektromobilität

Reise im Elektroauto: Niederländer fährt bis nach Australien

von
Thomas Pitscheneder

Urlaub mit dem Elektroauto? Das ist doch wegen der geringen Reichweiten kaum möglich! Ein Niederländer räumt dieses Vorurteil aus dem Weg.

Eine Straße in Australien
Über die Straßen dieser Welt, bis nach Australien: Eine Reise führte einen Niederländer durch 33 Länder – mit einem Elektroauto. Foto: Verena Dufner / EyeEm

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Reichweitenangst bei Elektroautos ein Problem ist
  • Wo und wie lange ein Niederländer damit dennoch um die Welt fuhr
  • Was ihn der Strom auf seiner Reise gekostet hat

Auf kürzeren Strecken, etwa dem täglichen Pendelweg, sind die maximalen Reichweiten von Elektroautos kein Problem. Bei Fahrzeugen mit größeren Batterien braucht es sogar bei längeren Wegen keinen Zwischenstopp an der Ladesäule. Bis zu 500 Kilometer sind bei hoher Akku-Kapazität durchaus möglich. Doch die Reichweitenangst kommt schnell auf, wenn es um die Planung des nächsten Urlaubs geht.

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Das scheint für viele Deutsche noch der Knackpunkt zu sein, um sich gegen ein Elektroauto zu entscheiden. Ein Niederländer machte jedoch vor, dass auch große Reisen im Stromer kein Problem sind. Er wollte damit ein Zeichen für mehr Elektromobilität im Alltag setzen.

95.000 Kilometer um die Welt

Eine vollständige Weltreise machte der Niederländer Wiebe Wakker zwar nicht, auf seinem Roadtrip von den Niederlanden bis nach Australien spulte er dennoch satte 95.000 Kilometer ab. Dabei setzte er auf ein Fahrzeug mit rein elektrischem Antrieb. Gut drei Jahre dauerte seine Reise, die er am 15. März 2016 in Amsterdam begann und am 7. April 2019 in seinem Ziel Sydney beendete.

Wiebe Wakker durchquerte 33 Länder, ohne auch nur einen Tropfen Kraftstoff zu verbrauchen. Weil die Auswahl an größeren Elektroautos vor drei Jahren eine solche Reise noch kaum möglich machte, ließ er einen VW Golf Variant zum Stromer umbauen und taufte ihn "Blue Bandit". Rund 200 Kilometer schaffte der mit seinem 37-kWh-Akku von Ladestation zu Ladestation. Der Top-Speed des 150 kW (204 PS) starken Motors: 180 km/h.

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Niederländer hatte kein Geld dabei

Für Wakker ging es nicht nur ohne CO2-Ausstoß auf Reisen, sondern auch ohne Geld. Stattdessen konnten Unterstützer Beträge spenden, um die Aktion am Leben zu halten. Für je 10 Kilometer rechnete der Niederländer mit fünf Euro. Eine Postkarte aus Australien gab es für 25 Euro. Wer Wiebe Wakker auf seinem Weg für einen Tag als Fahrer mieten wollte, bezahlte 75 Euro. Dabei konnten die Spender die Route aktiv mitgestalten.

Tatsächlich kostete der Strom für die vollen 95.000 Kilometer aber wohl nur 267 Euro. Die restlichen Spenden flossen somit in Unterkünfte, Verpflegung und andere notwendige Ausgaben. Unter dem Hashtag #PlugMeIn konnten Interessierte seine Reise über Twitter verfolgen.

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