Elektromobilität

Reichweite von E-Autos: Das hat die US-Kältewelle angerichtet

von
Marten Zabel

Die Kälte beim arktischen Winter in den USA hat Elektroautos an ihre Grenzen gebracht. Neben schwächerer Akkuleistung nagt auch die Heizung an der Reichweite.

Frische Reifenspur im Schnee.
Das hat Spuren hinterlassen: Die Extremkälte in den USA hat die Reichweite von Elektroautos beeinflusst. Foto: Getty Images

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche Auswirkungen die extreme Kältewelle in den USA auf die Reichweite von Elektroautos hatte
  • Welche Tipps Ingenieure für das Fahren von Elektroautos bei Extremtemperaturen geben
  • Warum einige Tesla-Fahrer während der Kältewelle aus ihren Fahrzeugen ausgesperrt wurden

Mit der massiven Kältewelle in den USA ist erstmals auch die Elektroauto-Infrastruktur eines großen Landes mit extrem niedrigen Temperaturen konfrontiert worden. Mit arktischen Temperaturen sehen sich die Besitzer von Elektroautos ganz neuen Herausforderungen gegenüber – und die zeigen sich auf vielfältige Art und Weise.

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Lebensbedrohliche, kalte Windböen und Großstädte, die von einem Eispanzer bedeckt sind: Die Bilder, die mit der diesjährigen Kältewelle aus den USA zu uns gekommen sind, erinnern an Katastrophenfilme. Auch Elektroautos bekommen arge Probleme, wenn die Temperatur unter die Marke von -50 Grad Celsius fällt.

Elektroautos in der Kältewelle: Weniger Reichweite

Die Kälte setzt den Akkus der Elektroautos zu und sorgt für weniger Reichweite. Hinzu kommt der Faktor der Fahrzeugheizung: Wärmt bei einem Verbrenner die Abwärme des Motors den Fahrzeuginnenraum auf und benötigt höchstens eine Zusatzheizung, konkurrieren bei einem Stromer die Klimaanlage und der Antrieb um die gleiche Energie aus der Batterie.

Eine Studie des US-Automobilclubs American Automobile Association (AAA) beziffert die Folgen der Kälte für Elektroautos in dramatischen Reichweiteeinbußen: Schon bei -6 Grad Celsius sinkt die Reichweite eines Fahrzeugs durchschnittlich um 41 Prozent.

Wie viel genau das Fahrzeug an Fahrtüchtigkeit verliert, hängt dabei stark vom Fahrzeugtyp ab: Der Nissan Leaf etwa kam mit etwas über 30 Prozent Einbußen weg, beim BMW i3s waren es rund 50 Prozent.

Bei Kälte arbeitet nicht nur der Akku schlechter. Auch die Klimaanlage benötigt mehr Strom, um den Innenraum zu beheizen. Das muss sie allerdings auch bei großer Hitze: Bei 35 Grad Celsius geht die Reichweite der Fahrzeuge zwischen 12 und 21 Prozent zurück. Der Akku kommt damit allerdings deutlich besser klar.

Die Heizung beim Elektroauto: Wichtiger Faktor

Einige Ingenieure der Hersteller haben Tipps gegeben, wie man die Reichweite des Elektroautos für Notfälle bei einer Kältewelle steigern kann: Zum einen sollte man das Auto vorheizen, während es noch an der Ladestation steckt, um zumindest einen Teil der Wärme schon bei vollem Akku parat zu haben.

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Auch sollten Besitzer einer Sitzheizung diese vorziehen, da sie weniger Energie verbraucht, als wenn der gesamte Fahrzeuginnenraum beheizt werden muss.

Allerdings bringt die Kälte vielen Autofahrern ein Hindernis, das die Reichweite eigentlich egal macht: Tesla-Besitzer etwa haben sich im Zuge der Kältewelle in den USA in Situationen wiedergefunden, in denen die ausfahrbaren Türgriffe festgefroren waren. Sie kamen also gar nicht erst in ihre Fahrzeuge hinein.

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