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Recruiting im Netz: So geht Active-Sourcing 2.0

von Sabrina Lieb

Das Internet vergisst nichts. Das ist vor allem für Bewerber wichtig. Denn immer mehr Unternehmen nutzen beim Recruiting Active-Sourcing im Netz.

Frau am Laptop
Der digitale Fußabdruck reicht sehr viel weiter, als viele vermuten. Denken Sie daran, wenn Sie Ihren nächsten Facebook-Post, Tweet oder die nächste Instagram-Story veröffentlichen. Foto: Unsplash/Christin Hume

Das erfahren Sie gleich:

  • Bitte mehr Achtsamkeit bei Facebook & Co. - So sieht Recruiting im Netz aus
  • Online gehen Firmen auf die Suche nach geeigneten Job-Kandidaten
  • Ein Berliner Start-up hat sich auf Active-Sourcing in Netzwerken spezialisiert

Beim Recruiting zählt der digitale Fußabdruck

Hier ein Foto bei Facebook, da ein Post bei Instagram, dazwischen noch schnell ein paar Zeichen getwittert. Tagein tagaus wandert viel Privates in die sozialen Netzwerke. Freizügig gibt so manch einer eine Vielzahl an Intimitäten aus seinem Privatleben Preis, grüßt mit einem Foto aus dem Krankenhaus, äußert sich zu politischen Debatten und schickt noch einen Youtube-Link mit Herzschmerzmusik samt „I miss you“ durch den Kanal. Schon ist er da, der digitale Fußabdruck, der seinem Inhaber ein charakteristisches Image verpasst. Schublade auf, Schublade zu. Ob der Mensch da drinnen letztendlich richtig gelandet ist, weiß er nur selbst. Das interessiert aber keinen Personaler oder Recruiter. Der erste Eindruck zählt eben – gilt auch für's Internet.

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Immer mehr Unternehmen durchforsten die sozialen Netze nach Nachwuchskräften und Fachkräften, und das nicht erst dann, wenn ihre Bewerbung auf dem Tisch liegt.

Was auf der privaten Ebene allenfalls für Spott sorgt, kann auf der beruflichen Ebene schon mal zum Fallstrick werden. Vorsicht ist hier vor allem für Bewerber und Jobwechsler geboten. Wer auf der Suche nach einem neuen Job ist, dem kann zu viel Achtlosigkeit im Internet schaden und so manche Tür zum nächsten Traum-Job verschließen. Denn immer mehr Unternehmen durchforsten die sozialen Netze nach Nachwuchskräften und Fachkräften, und das nicht erst dann, wenn ihre Bewerbung auf dem Tisch liegt.

Active-Sourcing in den Netzwerken

Im Grunde ist Active-Sourcing kein neuer Recruiting-Trend. Er bezeichnet die gezielte Suche von Unternehmen nach vielversprechenden Mitarbeitern auf dem externen Arbeitsmarkt. Schon lange bevor Smartphones, Internet und Soziale Medien zur Standardausrüstung der meisten Haushalte wurde, gingen Personaler auf die Pirsch. Sie durchstöberten Absolventenbücher der Universitäten und lockten junge Nachwuchstalente mit Kugelschreibern, Notizbüchern und Süßigkeiten an ihrem Messestand. Heutzutage eröffnen sich beim Recruiting jedoch weitaus effizientere Möglichkeiten. Statt sich die Beine an Messeständen in den Bauch zu stehen, sitzen sie immer häufiger an ihrem Schreibtisch und durchforsten soziale Netzwerke und Karriereportale. Mittlerweile findet ein Großteil des aktiven Online-Recruitings in den Weiten von Facebook, Xing & Co. statt.

Auf der Suche nach perfekten Job-Kandidaten

Die Kommunikationskanäle haben sich erweitert und bieten neue Möglichkeiten für Unternehmen auf der Suche nach Talenten. Mit den breiten Möglichkeiten beim Recruiting im Internet steigt jedoch auch die Unbeholfenheit, mit der einige Firmen Active-Sourcing betreiben. Eine Lücke, die die neuen Start-ups schließen wollen, die sich auf Active-Sourcing im Internet spezialisiert haben. Eines davon ist das Berliner Unternehmen „Talentwunder“, das die gezielte Suche von Job-Kandidaten aus 50 verschiedenen Netzwerken ermöglicht. Dabei hat das 20-köpfige Team eine spezialisierte Suchmaschine entwickelt, die in über einer Milliarde Profilen aus den unterschiedlichsten Netzwerken sucht. In Social-Media, aber auch in Business- und Design-Networks sowie IT- und Wissenschafts-Netzwerken filtern sie nach den passenden Job-Kandidaten. Die Umzugs- und Wechselbereitschaft der Kandidaten wird dabei mittels Big-Data Analysen berechnet. So werden wechselbereite Fachkräfte identifiziert, noch bevor diese aktiv auf der Suche sind und möglicherweise zu einem Wettbewerber wandern. Mit seiner innovativen Idee hat das Unternehmen jüngst den„HR Award 2017“ in Österreich gewonnen.

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