Technik

Raketen und Weltraumflugzeug: Das ist die Flotte der Stratolaunch

von Marten Zabel

Das größte Flugzeug der Welt, das Stratolaunch, soll 2019 abheben und vier verschiedene Raketen sowie ein Weltraumflugzeug auf Starthöhe bringen können.

Ein Hangar von Stratolaunch, wo derzeit das größte Flugzeug der Welt gebaut wird.
Stratolaunch will das größte Flugzeug der Welt bauen und 2019 abheben lassen. Foto: Stratolaunch

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie das größte Flugzeug der Welt ein Weltraumflugzeug ins All bringen soll
  • Warum die Stratolaunch bisher nur Taxi-Tests gemacht hat
  • Wie zusätzliche Raketen an der Stratolaunch starten sollen

Das Unternehmen Stratolaunch will SpaceX in Sachen private Raumfahrt Konkurrenz machen: Mit einer neuen Flotte an Raumtransportfahrzeugen, die von den Tragflächen des größten Flugzeugs der Welt starten sollen – dem Stratolaunch. So will das Unternehmen Treibstoff sparen und die Konkurrenz preislich unterbieten. Fracht und Personal soll die Flotte so günstiger in den erdnahen Weltraum bringen.

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Stratolaunch als Trägerflugzeug

Der Star der Flotte ist das Medium Launch Vehicle Reusable (MLV-R), auch unter dem Entwicklungsnamen Black Ice bekannt. Dieses Weltraumflugzeug soll nicht nur Fracht ins All bringen, sondern kann diese auch zurückholen und lässt sich für den Transport von Astronauten ausrüsten. Damit hätte die Menschheit nach dem Ende des Space-Shuttle-Programms der USA erstmals wieder die Möglichkeit, Satelliten im Orbit "einzufangen" und zurück auf den Boden zu bringen.

Black Ice landet nach der Mission im erdnahen All als Gleiter und soll in einer späteren Version für bis zu sechs Astronauten Platz bieten. Die vollständige Wiederverwertbarkeit von Black Ice dürfte dessen Startkosten erheblich senken. Damit ließen sich dann auch wieder manuelle Reparaturen an Satelliten vornehmen, die sonst durch neue ersetzt werden müssten.

Das größte Flugzeug der Welt fliegt noch nicht

Das derzeit im Bau befindliche Flugzeug von Stratolaunch hat bislang vor allem erste Taxi-Tests am Boden hinter sich gebracht und soll 2019 erstmals abheben. Dann wird es zwischen seinen beiden Rümpfen und unter den Flügeln, mit 117 Metern Spannweite, Raumfahrzeuge in die Höhe tragen. Diese sparen so Treibstoff und Größe ein, wenn sie Nutzlast ins All bringen.

Somit wird ein signifikanter Teil dessen, was den Raumtransport ermöglicht, wiederverwendbar und das Flugzeug selbst kann Luft und Auftrieb nutzen, um Raketentreibstoff zu sparen.

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Zusätzliche Raketen für Frachttransport

Neben dem Weltraumflugzeug Black Ice präsentierte Stratolaunch auch kleinere Raketen, die ebenfalls mit Hilfe des Stratolaunch Fracht ins All bringen sollen. Für größere Satelliten und Sonden wird es das Medium Launch Vehicle (MLV) sowie das Medium Launch Vehicle Heavy (MLV-H) geben. Beide Raketen haben die gleiche Baugröße für die Fracht, wobei die schwere Version mit drei Triebwerken und Tanks startet. Das reguläre MLV soll 3,4 Tonnen in den erdnahen Orbit bringen, das MLV-H bis zu sechs Tonnen.

Die Rakete Pegasus, die bereits seit den 1990ern von einer umgebauten Boeing 747 aus startet und eine Nutzlast von bis zu 370 Kilogramm in einen niedrigen Erdorbit bringen kann, ist die Kleinste. Dafür soll das Flugzeug davon gleich drei auf einmal tragen können, sodass mit einem Flug mehrere Raketenstarts in verschiedene Zielorbits möglich sein werden.

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