Elektromobilität

HPC-Lader: Fastned bringt Ladepunkte zurück ans Netz

von
Thomas Pitscheneder

Ionity und Fastned schalten zahlreiche Schnellladesäulen in Europa ab. Die Unternehmen haben Sicherheitsbedenken – doch warum?

Stromtankstelle von Fastned in den Niederlanden
An den Elektrotankstellen von Fastned gibt es aktuell keinen Strom aus den Schnellladern. Aufgrund von Sicherheitsbedenken sind die HPC-Säulen aus. Foto: Fastned

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Ionity und Fastned zahlreiche Schnelllader vom Netz nehmen
  • Welches Teil des Systems Probleme verursacht
  • Welche Regionen davon betroffen sind

Lange Ladezeiten gehören zu den größten Problemen von Elektroautos. Autofahrer haben meist nicht die Geduld, bei längeren Fahrten knapp eine Stunde zu warten. Die Lösung sollen Schnelllader sein, die innerhalb von wenigen Minuten frischen Saft für viele Kilometer in die Batterien abgeben.

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Zu den großen Anbietern solcher HPC-Lader (High Power Charging) gehören etwa das deutsche Joint-Venture Ionity und das niederländische Unternehmen Fastned. Doch die Anbieter mussten kürzlich zahlreiche Ladestationen vom Netz nehmen – wegen Sicherheitsbedenken

Fastned: Schnelllader sind zurück am Netz

Wie Fastned bestätigt, gehen die Schnellladepunkte mit 175 kW wieder ans Netz. Kunden können somit an allen Standorten des Unternehmens entsprechende Ladesäulen nutzen. Ionity hat sich hingegen noch nicht zu einer Freischaltung der Ladepunkte geäußert. Eine offizielle Mitteilung dürfte aber auch hier nicht lange auf sich warten lassen.

Ionity und Fastned: Die Kabel machten Probleme

Die Empfehlung zur zeitweisen Abschaltung kam von der Firma Huber+Suhner aus der Schweiz. Die liefert für viele Unternehmen weltweit die Kabel für die Ladesäulen zu – unter anderem auch für Ionity und Fastned. Durch die hohe Ladeleistung ist eine Kühlung notwendig. In einem Ladekabel an einer Teststation sei es kürzlich zu einem Kurzschluss gekommen.

In einer Pressemitteilung heißt es: "Niemand ist bei diesem Ereignis verletzt worden. Der Kurzschluss ereignete sich im Stecker. Der Kühlkreislauf mit der synthetischen, nicht leitfähigen Kühlflüssigkeit kann als Ursache ausgeschlossen werden. Beim betroffenen Produkt handelt es sich um einen Prototypen der ersten Generation."

Die aktuell verbauten Kabel gehören laut Huber+Suhner einer neuen Generation an. Die unterscheidet sich in erster Linie durch eine höhere Dichtigkeit. Zwar entsprechen die Kabel an den Ladesäulen allen wichtigen Normen, bis zum Abschluss einiger Tests sollten die Betreiber die Ladesäulen dennoch abgeschaltet lassen.

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HPC-Abschaltung: Diese Regionen waren betroffen

Eine detaillierte Liste mit den betroffenen Ladestationen veröffentlichte Ionity nicht. Das Unternehmen verriet jedoch, 20 Ladestationen in Europa abgeschaltet zu haben. Die sollen in Österreich, Frankreich, Dänemark und der Schweiz stehen. Deutschland, Italien, Schweden und Norwegen seien nicht betroffen.

Fastned legte hingegen alle Schnelllader zeitweise lahm – auch an Stationen in Deutschland. Eine genaue Übersicht zu den Stromtankstellen gibt auf der Ladekarte des Anbieters.

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