Elektromobilität

Preise von Elektroautos: Alle verfügbaren Modelle im Überblick

von
Michael Penquitt

Von Kleinstwagen bis SUV: Beim Elektroauto ist für jeden Geschmack etwas dabei. aio gibt eine Übersicht der Preise von verfügbaren Modellen.

Neuwagen auf einem Güterzug.
Bisher sind die meisten Neuwagen in Deutschland noch Verbrenner – aber die Preise für E-Autos werden immer attraktiver. Foto: getty images / bunhill

Das erfahren Sie gleich:

  • Was für Kostenvorteile E-Autos gegenüber Diesel und Benzinern haben
  • Welche Elektroautos zu welchen Preisen auf dem Markt sind
  • Wie viel eine Ladung an der E-Tankstelle kostet

Noch liegt der Anteil von Elektroautos an allen neu verkauften Fahrzeugen in Deutschland bei nur zwei Prozent. Die Hauptgründe für die Zurückhaltung sind bereits gefunden: Laut einer Umfrage der Deutsche Automobil Treuhand (DAT) entschieden sich 60 Prozent der Neuwagenkäufer wegen der vermeintlich geringen Reichweite gegen ein Elektroauto. Wieso diese Sorgen weitestgehend unberechtigt sind, hat aio bereits erklärt.

Der neue Audi e-tron

Jetzt Ihren elektrischen SUV zusammenstellen

Konfiguration starten

audi.de/DAT-Hinweis

Neben der vermeintlich geringen elektrischen Reichweite haben 53 Prozent der Neuwagenkäufer ihre Entscheidung gegen ein Elektroauto mit den hohen Anschaffungskosten begründet. Unter Gebrauchtwagenkäufern waren es sogar 68 Prozent. Viele sind augenscheinlich der Auffassung, Elektromobilität sei nur etwas für Besserverdiener.

Aber stimmt das überhaupt? Wie hoch sind die aktuellen Elektroauto-Preise? Gibt es auch günstige Elektroautos? Welche Kosten fallen im Vergleich zum Diesel- oder Benzinfahrzeug weg? Und wie viel kostet es eigentlich, ein E-Auto mit Strom voll zu laden? aio beantwortet die wichtigsten Fragen zu Preis und Kosten und liefert eine Übersicht.

Übersicht aktuell verfügbarer und angekündigter Elektroautos nach Preis

  • Modell
  • Fahrzeugklasse
  • Mindestpreis
  • Leistung in kW und PS
  • max. Reichweite (laut Hersteller)
  • Verbrauch in kWh/100 km (laut Hersteller)
  • Batteriekapazität (laut Hersteller)
  • Renault Twizy Life
  • Leichtkraftfahrzeug
  • ab 6.950 Euro, exkl. zusätzlicher Batteriemiete
  • 4 kW / 5,4 PS
  • 100 km
  • 5,8 kWh/100 km
  • 8 kWh
  • e.GO Life*
  • Kleinstwagen
  • ab 15.900 Euro
  • 20 kW / 27,2 PS
  • 121 km
  • 11,9 kWh/100 km
  • 14,9 kWh
  • Sono Motors Sion*
  • Kompaktklasse
  • ab 16.000 Euro. exkl. Batteriekauf oder -miete
  • 80 kW / 109 PS
  • 255 km
  • 14 kWh/100 km
  • 35 kWh
  • Renault Kangoo Z.E.
  • Transporter
  • ab 20.820 Euro, exkl. zusätzlicher Batteriemiete
  • 44 kW / 60 PS
  • 270 km
  • 15,2 kWh/100 km
  • 33 kWh
  • Renault Zoe Life R90
  • Kleinwagen
  • ab 21.100 Euro, exkl. zusätzlicher Batteriemiete
  • 68 kW / 92 PS
  • 316 km
  • 16,8 kWh/100 km
  • 41 kWh
  • Citroën C-Zero
  • Kleinstwagen
  • ab 21.800 Euro
  • 49 kW / 67 PS
  • 100 km
  • 12,6 kWh/100 km
  • 14,5 kWh
  • Peugeot iON
  • Kleinstwagen
  • ab 21.800 Euro
  • 49 kW / 67 PS
  • 100 km
  • 12,6 kWh/100 km
  • 14,5 kWh
  • Smart EQ Fortwo
  • Kleinstwagen
  • ab 21.940 Euro
  • 60 kW / 82 PS
  • 160 km
  • 14,5 kWh/100 km
  • 17,6 kWh
  • VW e-Up
  • Kleinstwagen
  • ab 23.570 Euro
  • 60 kW / 82 PS
  • 160 km
  • 11,7 kWh/100 km
  • 18,7 kWh
  • Citroën E-Mehari (Hard-Top)
  • Kompaktklasse
  • ab 25.270 Euro
  • 50 kW / 68 PS
  • 195 km
  • 20 kWh/100 km
  • 30 kWh
  • Kia Soul EV
  • Kompaktklasse
  • ab 29.490 Euro
  • 81 kW / 110 PS
  • 250 km
  • 14,7 kWh/100 km
  • 27 kWh
  • Nissan Leaf
  • Kompaktklasse
  • ab 31.950 Euro
  • 110 kW / 150 PS
  • 350 km
  • 20,6 kWh/100 km
  • 40 kWh
  • Hyundai IONIQ Elektro
  • Mittelklasse
  • ab 33.300 Euro
  • 88 kW / 120 PS
  • 280 km
  • 11,5 kWh/100 km
  • 28 kWh
  • Nissan e-NV200
  • Kastenwagen
  • ab 34.105 Euro
  • 80 kW / 109 PS
  • 275 km
  • 16,5 kWh/100 km
  • 40 kWh
  • Kia e-Niro*
  • SUV
  • ab 34.290 Euro
  • 100 kW / 136 PS
  • 289 km
  • 15,3 kWh/100 km
  • 39,2 kWh
  • Hyundai Kona Elektro
  • SUV
  • ab 34.600 Euro
  • 100 kW / 136 PS
  • 312 km
  • 13,9 kWh/100 km
  • 39,2 kWh
  • VW e-Golf
  • Kompaktklasse
  • ab 35.900 Euro
  • 100 kW / 136 PS
  • 231 km
  • 12,7 kWh/100 km
  • 35,8 kWh
  • BMW i3
  • Kleinwagen
  • ab 37.550 Euro
  • 125 kW / 170 PS
  • 359 km
  • 13,6 kWh/100 km
  • 42,2 kWh
  • Opel Ampera-E
  • Kompaktklasse
  • ab 42.990 Euro
  • 150 kW / 204 PS
  • 520 km
  • 16 kWh/100 km
  • 60 kWh
  • Nissan e-NV200 Evalia
  • Van
  • ab 43.433 Euro
  • 80 kW / 109 PS
  • 275 km
  • 16,5 kWh/100 km
  • 40 kWh
  • Tesla Model 3*
  • Mittelklasse
  • ab 55.400 Euro
  • 258 kW / 346 PS
  • 560 km
  • 15 kWh/100 km
  • 75 kWh
  • Tesla Model S 75D
  • Oberklasse
  • ab 69.019 Euro
  • 315 kW / 428 PS
  • 490 km
  • 18,6 kWh/100 km
  • 75 kWh
  • Mercedes EQC*
  • SUV
  • ab 70.000 Euro
  • 300 kW / 408 PS
  • 450 km
  • 22,2 kWh/100 km
  • 80 kWh
  • Jaguar I-Pace
  • SUV
  • ab 78.240 Euro
  • 294 kW / 400 PS
  • 470 km
  • 21,2 kWh/100 km
  • 90 kWh
  • Audi e-tron*
  • SUV
  • ab 79.900 Euro
  • 300 kW / 408 PS
  • 417 km
  • 22,5 kWh/100 km
  • 95 kWh
  • Tesla Model X 75D
  • SUV
  • ab 96.280 Euro
  • 245 kW / 332 PS
  • 417 km
  • 20,8 kWh/100 km
  • 75 kWh

Die Liste wird regelmäßig aktualisiert (Stand: Januar 2019). Alle Angaben ohne Gewähr. Die mit * versehenen Modelle sind bislang nur angekündigt, die dazugehörigen Angaben entsprechend noch nicht vom Hersteller bestätigt.

Elektroautos: Hoher Preis, aber günstig im Unterhalt

Es stimmt: Was den reinen Preis beim Kauf eines gewünschten Modells angeht, ziehen Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern in vielen Fällen noch den Kürzeren. Es ist in erster Linie die Batterie, die das E-Auto so teuer macht. Die Unternehmensberatung McKinsey hat errechnet, dass im Jahr 2024 die Batteriekosten so weit gesunken sein werden, dass ein Elektroauto genauso viel Kosten wird wie ein Auto mit Verbrennungsmotor.

Doch der Preis beim Kauf des neuen Elektroautos ist ohnehin nur die halbe Wahrheit. Die langfristigen Kosten tragen dazu bei, dass ein E-Fahrzeug aus finanzieller Sicht zuweilen mehr Sinn ergibt als ein Auto mit Verbrennungsmotor.

Dazu gehören zum Beispiel die Kosten für Reparatur und Wartung. Da im reinen Elektroauto weniger Teile verbaut sind, kann auch weniger verschleißen – das Fahrzeug muss seltener in die Werkstatt. Das hat auch Auswirkungen auf die Preisentwicklung: E-Modelle sind extrem wertstabil. Auch nach mehreren Jahren können Sie einen Gebrauchtwagen mit E-Motor zu einem relativ hohen Preis verkaufen.

Wer bis Ende 2020 ein Elektroauto kauft, wird außerdem für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Obendrauf gibt es für förderfähige Elektrofahrzeuge eine einmalige E-Auto-Prämie vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Bei rein elektrisch betriebenen Autos bekommt der Elektroauto-Käufer einen Nachlass von mindestens 2000 Euro.

In welchen Fällen genau das elektrische Modell günstiger als das Pendant mit Verbrennungsmotor ist, hat der ADAC herausgefunden.

Modelle mit E-Antrieb gibt's für jeden Geldbeutel

Die Auswahl an auf dem Markt erhältlichen Auto-Modellen ist enorm. Von sehr preiswerten bis extrem luxuriösen Fahrzeugen ist alles dabei. Das Elektroauto-Segment ist da keine Ausnahme. E-Autos gibt es mittlerweile zu allen Preisen und in allen Größen.

Zu der jetzigen Fülle gesellen sich in den kommenden Jahren noch unzählige neue Elektroauto-Modelle. Zahlreiche Hersteller haben bereits angekündigt, mit welchen E-Mobilen und zu welchen Preisen sie den deutschen Markt in Angriff nehmen wollen.

Ob der Audi e-tron, der BMW i3, der Renault Zoe oder der Nissan Leaf: Das sind die besten Elektroautos für jeden Geldbeutel.

Elektroauto laden: So viel kostet eine Ladung

Wer einen Blick auf die technischen Daten geworfen hat, erkennt: Je teurer ein Auto, desto größer ist tendenziell die Batteriekapazität und desto größer ist auch die Reichweite. Ein günstigeres Elektroauto muss also häufiger an die Steckdose als ein teureres Modell.

Aber wie viel kostet eine Ladung eigentlich? Die meisten Anbieter buchen pro Kilowattstunde ab, doch die Preise unterscheiden sich erheblich voneinander. Während eine Kilowattstunde Haushaltsstrom im Schnitt 29 Cent kostet, wird es an den meisten Ladesäulen deutlich teurer - zumindest sofern man keinen Vertrag bei dem jeweiligen Anbieter abgeschlossen und keine Flatrate hat.

Ein Elektroauto hängt an der öffentlichen Ladestation.
Wer mit Strom statt mit Diesel oder Benzin tankt, der kann schon heute ordentlich Kosten sparen. Foto: getty images

Die Spitze bilden in dieser Hinsicht die Preise von Innogy: An den Ladesäulen des vor allem im Rhein-Ruhr-Gebiet aktiven Unternehmens kostet eine Kilowattstunde 67 Cent. Bei EWE werden noch 53 Cent fällig, bei den Stadtwerken München 47 Cent und an den Ladesäulen von EnBW im Raum Stuttgart kostet die Kilowattstunde 32 Cent.

Sollte das eigene Wohnhaus hingegen über eine Ladestation verfügen, ist das die günstigste Lösung. Ausgehend von einem Preis von 29 Cent pro Kilowattstunde würde es 11,60 Euro kosten, um einen Nissan Leaf vollzuladen. Je nach Fahrweise könnten Sie damit rund 300 Kilometer Reichweite erhalten. Pi mal Daumen würde dieselbe Strecke einen vergleichbaren Diesel oder Benziner 15 bis 20 Euro kosten.

E-Autos werden in den kommenden Jahren günstiger

Dank des rasenden technologischen Fortschritts ist es jetzt schon absehbar, dass Elektroautos schon bald noch preiswerter werden könnten. Vor Kurzem hat ein junges Unternehmen in den USA von sich Reden gemacht, das eine neue, effizientere Herstellungsweise von Lithium-Ionen-Akkus verspricht.

Elektromobilität

Updates abonnieren und Dossier "E-Mobility" gratis erhalten.

Auch die Batteriekapazität soll deutlich größer sein, womit sich auch die elektrische Reichweite vergrößern würde. Schon 2020 könnten die neuen Batterien laut Angaben des Unternehmens in Elektrofahrzeugen, Smartphones und anderen Geräten verbaut werden und die Kosten deutlich senken.

Spätestens dann könnte es einen Boom der Elektromobilität geben – und aus zwei Prozent könnten schon bald viel mehr werden.

Auch interessant

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.

Schließen