Elektromobilität

Porsche Taycan: Alles zum Elektro-Sportwagen

von
Thomas Pitscheneder

Der erste Elektro-Sportler von Porsche soll Innovationsträger und Vorreiter sein. Doch welche Technik steckt im Auto und wie sieht es aus?

Das finale Design des Porsche Taycan ist nicht weit vom einstigen Konzeptfahrzeug Mission E entfernt. Foto: Christoph Bauer & Wagnerchic für Porsche

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie der Porsche Taycan aussieht
  • Welche Leistungswerte er bietet
  • Wie hoch der Preis für den Stromer ist

Die Volkswagen AG holt zum großen Rundumschlag beim Thema Elektromobilität aus. Die Hauptmarke VW soll sich künftig zu großen Teilen auf Autos mit Elektromotor konzentrieren. Audi ist mit dem e-tron ebenfalls bereits elektrisch unterwegs – 29 weitere Elektroautos sollen folgen. Jetzt bringt auch Porsche einen Stromer

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Der Porsche Taycan startete zunächst unter dem Codenamen "Mission E" als Blick in die Zukunft. Kürzlich feierte er seine offizielle Premiere – an drei Orten gleichzeitig.

Porsche Taycan: Optisch nah am Konzept

Als Porsche den Mission E auf der IAA 2015 vorstellte, staunten die Besucher nicht schlecht. Das Design sah futuristisch aus, wenn auch unverkennbar nach Porsche. Eine breite Front mit vertikalen Lufteinlässen, ein ausladendes Heck mit durchgezogener Rückleuchte und gegenläufige Türen waren die auffälligsten Merkmale des Konzepts.

Wie der Taycan schlussendlich aussehen sollte, war hingegen lange unklar. Seit dem 4. September herrscht Gewissheit, denn Porsche präsentierte das Elektroauto im Rahmen einer Pressekonferenz – besser gesagt drei simultanen Pressekonferenzen. In Kanada, Deutschland und China war das Fahrzeug erstmals zu sehen.

Im Vergleich zum Mission E von 2015 hat sich tatsächlich nicht viel verändert. Der Taycan hebt sich somit optisch vom 911er ab. Er soll schließlich keine elektrische Variante davon sein, sondern ein eigenstehendes Modell. Statt runder Scheinwerfer gibt es an der Front etwa schmale LED-Leuchten. Von deren Außenseite laufen schwarze Lufteinlässe die Stoßstange hinab. Die Front wirkt breit, flach und sportlich.

Die Dachlinie läuft fließend nach hinten ab und trägt eindeutig 911er-Gene. Das gestaffelte Heck mit durchgezogenem Leuchtband verschärft den sportlichen Charakter. Den Diffusor zieht Porsche ungewöhnlich weit nach oben. Der Taycan zeigt sich somit optisch sogar noch schnittiger als seine Brüder – mit gutem Grund. Der geringe CW-Wert von 0,22 soll den Energieverbrauch deutlich verringern.

E-Sportwagen mit 800 Volt

Technisch setzt Porsche auf eine Innovation: 800-Volt-Technik. Die soll für blitzschnelle Ladevorgänge mit maximal 270 kW sorgen. Genauer soll die erhöhte Spannung 400 Kilometer frische Reichweite in nur rund 20 Minuten ermöglichen. Aktuelle Schnellladestationen schaffen das in etwa 40 bis 80 Minuten. Die entsprechenden Säulen testet Porsche bereits – etwa in Berlin-Adlershof.

Die Technik ermöglicht aber auch die typische Porsche-Performance, denn der Taycan soll gewohnt sportliche Fahrten ermöglichen. Zwei Varianten gibt es zum Start: den Taycan Turbo und den Taycan Turbo S. Das „Turbo“ ist aber lediglich eine Hommage an die Top-Modelle der Marke, eine Zwangsbeatmung gibt es mangels Verbrennungsmotor natürlich nicht.

Auch beim Heck traut sich Porsche etwas und staffelt die Rückansicht optisch. Der Diffusor zieht sich weit nach oben. Foto: Christoph Bauer & Wagnerchic für Porsche

Der Taycan Turbo soll durch zwei E-Motoren eine maximale Leistung von 500 kW (680 PS) per Allrad auf die Straße bringen. Das reicht laut Porsche für einen Sprint vom Stand auf 100 km/h in 3,2 Sekunden. Beim Turbo S stehen bis zu 560 kW (761 PS) zur Verfügung. Das bisherige Top-Modell schießt damit wohl in 2,8 Sekunden auf 100 km/h. Der Geschwindigkeitsrausch hört bei 260 km/h auf. Um die Beschleunigung zu verbessern, verbaut Porsche sogar ein Zweigang-Getriebe. Das ist für Elektroautos sehr ungewöhnlich.

Die Kapazität der Performance-Batterie Plus liegt bei 93,4 kWh. Nach WLTP-Zyklus soll das im Taycan Turbo für bis zu 450 Kilometer Reichweite reichen. Beim Turbo S sind es etwas weniger – nämlich 412 Kilometer.

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Porsche Taycan: Preis und Starttermin

Günstig ist der erste Elektro-Sportler aus Zuffenhausen nicht. Mindestens 152.136 Euro müssen interessierte Käufer auf den Tisch legen, um nahezu lautlos damit nach Hause zu fahren. Der Turbo S beginnt bei 185.456 Euro. Mit ein wenig Sonderausstattung reißt er schnell die 200.000-Euro-Marke.

Wer einen Porsche Taycan vorbestellen wollte, musste eine Anzahlung in Höhe von 2500 Euro leisten. Wann der Elektro-Porsche aber genau erscheint, ist noch immer unklar. Vielleicht verrät der Hersteller ja auf der IAA 2019 mehr. Interessenten gab es wohl bereits im Vorfeld genug, wie die Marke im Rahmen des Automobilsalons in Genf bestätigte. Mehr als 20.000 potenzielle Käufer hatten sich demnach bis Mitte März 2019 bereits gemeldet.

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