Elektromobilität

Polestar 2: Tesla-Konkurrent aus dem Hause Volvo

von
Thomas Pitscheneder

Die Volvo-Ausgründung Polestar stellt mit dem Polestar 2 ihr erstes vollelektrisches Auto vor. Das soll dem Tesla Model 3 Konkurrenz machen.

Der Polestar 2 in Grau
Der Polestar 2 ist das erste vollelektrische Auto der Marke. Die Volvo-Tochter will damit dem Tesla Model 3 Konkurrenz machen. Foto: Stefan Isaksson/Polestar

Das erfahren Sie gleich:

  • Welchen Gegner sich Polestar ausgesucht hat
  • Welche Leistung der Polestar 2 auf die Straße bringt
  • Warum das Infotainment-System der Konkurrenz voraus ist

Unter dem Namen Polestar gibt es bereits seit längerer Zeit Performance-Modelle der Marke Volvo. Doch die Schweden haben sich dazu entschieden, Polestar als eigene Marke auszugründen. In Zukunft soll sich das neue Unternehmen der Elektromobilität widmen.

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Das erste vollelektrische Fahrzeug stellte die Marke heute in einer Präsentation der Öffentlichkeit vor: den Polestar 2.

Polestar 2: Leistungsstarke Ansage an Tesla

Es ist wohl kein Geheimnis, dass Volvo mit der Tochter-Marke in erster Linie ein Unternehmen aus den USA ins Auge fasst. Polestar soll in direkter Konkurrenz zu Tesla stehen. Als ersten Gegner hat sich die Marke das Tesla Model 3 ausgesucht, dessen Auslieferung aktuell in Deutschland anläuft.

Bei der Reichweite ist Polestar offenbar bereits auf dem Niveau von Tesla. Die 324 Batteriezellen in Pouch-Bauweise sollen mit 78 kWh für bis zu 500 Kilometer im WLTP-Zyklus reichen. Die Batterien sitzen am Fahrzeugboden, sollen den Passagieren im Fond jedoch keine Beinfreiheit stehlen. Als Anschluss kommt ein CCS-Stecker zum Einsatz – mit 150 kW maximaler Ladeleistung.

Zwei Elektromotoren, einer an der Vorder- und einer an der Hinterachse, generieren je 150 kW. Im System ergibt das 300 kW (408 PS) Leistung – bei einem Drehmoment von 660 Nm. Ein intelligentes System regelt das je nach Bedarf.

Polestar 2: Der Schlüssel war gestern

Einen klassischen Schlüssel gibt es beim Polestar nicht, auch eine Schlüsselkarte mit einem digitalen Signal hat die Marke nicht zu bieten. Stattdessen dient das Smartphone als Zugang zum Fahrzeug. Auch der Motor lässt sich nur starten, wenn das Handy in der Nähe ist.

Das Display im Sichtfeld des Fahrers stellt neben der Geschwindigkeit auch andere wichtige Informationen sowie die Karte des Navigationssystems dar. Die klassische Mittelkonsole ersetzt ein großer Bildschirm mit Touch-Bedienung – ähnlich wie bei Tesla. Die Besonderheit: Als Betriebssystem kommt Android zum Einsatz. Es lassen sich also Apps installieren – und auch der Google Assistant ist an Bord.

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Der Preis des Elektroautos beginnt bei 39.900 Euro, die Vollausstattung kostet 59.900 Euro. Die Produktion soll 2020 beginnen.

Wieso heißt das Auto Polestar 2?

Das erste batterieelektrische Auto ist nicht das erste Fahrzeug der Marke. Der Polestar 1 feierte seine Premiere bereits vor rund zwei Jahren. Im Erstlingswerk der Volvo-Tochter steckt ein Plug-in-Hybrid mit 441 kW (600 PS) Systemleistung. Bis zu 1000 Nm Drehmoment stehen dabei zur Verfügung. Der Preis hat es allerdings in sich: 155.000 Euro kostet ein Polestar 1.

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