Technik

Parken leicht gemacht: Gatwick Airport testet Parkroboter

von
Michael Penquitt

Selbstfahrende Autos in Serie lassen noch einige Jahre auf sich warten. Unterdessen setzt ein Londoner Flughafen auf ein automatisiertes Parksystem.

Parkroboter von Stanley Robotics in Aktion
Dieser kleine Roboter soll künftig das Parken von Fahrzeugen übernehmen. Erste Tests beginnen bald am Gatwick Airport. Foto: Stanley Robotics

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie das automatisierte Parken funktioniert
  • Welche Vorteile sich daraus ergeben
  • Wo ähnliche Systeme schon in Betrieb sind

Welche alltägliche Tätigkeit würden Sie am liebsten an einen Roboter abgeben? So mancher würde sicherlich die nervenaufreibende Parkplatzsuche loswerden. Ob vor der eigenen Haustür, beim Wochenendeinkauf oder am Flughafen kurz vor dem eigenen Abflug in den Urlaub – Fahrspaß geht anders.

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Stan, übernehmen Sie!

Das französische Unternehmen Stanley Robotics will Abhilfe schaffen. Ab April 2019 testet die Firma auf dem Parkplatz des Londoner Gatwick Airports drei Monate lang einen autonomen Roboter namens Stan, der das Parken komplett übernehmen soll.

Autofahrerinnen und Autofahrer stellen ihr Fahrzeug dabei in extra dafür aufgebauten Übergabekabinen ab. Auf einem Touchscreen kann der User mithilfe seiner Flugdaten einchecken, sodass das System gleich weiß, wann der oder die Reisende wieder zurückkehrt und das Auto wieder bereitstehen soll. Anschließend wird der Wagen gescannt und vermessen, ehe ein kastenförmiger Roboter das Auto hochhebt und in die passende Parklücke bugsiert.

Autonomes Parken spart Platz, Zeit und Nerven

Dieses Verfahren bietet gleich eine Reihe von Vorteilen: Passagiere sparen vor ihrer Reise Zeit und Nerven. Da das Auto während des Vorgangs nicht in Betrieb ist, kostet es auch keinen Sprit und es werden keine zusätzlichen Abgase am ohnehin schon luftverschmutzten Flughafen frei.

In erster Linie wird aber Platz gespart: Das intelligente System kann den verfügbaren Platz effizienter nutzen und die Autos enger parken. Schließlich braucht es auf der Parkfläche selbst keinen Platz zum Ein- und Aussteigen. Bis zu 30 Prozent mehr Autos können so Platz finden.

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Roboter wie aus einem Hollywood-Film

Fans des Animationsfilmstudios Pixar erinnert der Roboter unweigerlich an den herzzerreißenden Müllroboter WALL-E aus dem gleichnamigen Film und seine Weggefährtin EVE. Während sich die Designer von Stan augenscheinlich am Aussehen von EVE orientiert haben, kommt Stan nahezu die identische Aufgabe zu wie WALL-E. Nur dass es sich hierbei nicht um Schrott, sondern um fahrtaugliche Autos handelt.

Komplett neu ist die Idee also nicht. Auch mit Autos wurden schon erfolgreiche Testläufe durchgeführt: In Frankreich hat Stanley Robotics das Verfahren bereits an mehreren Flughäfen erfolgreich getestet. Und auch am Düsseldorf Airport ist ein ähnliches System bereits seit 2015 in Betrieb.

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