Elektromobilität

Größte Sharing-Flotte der Welt: Paris macht bei Elektrobikes Ernst

von
Paul Bandelin

Weltgrößte Sharing-Flotte von Elektrobikes: 10.000 Räder sollen ab September 2019 die Elektromobilität in Paris fördern – und Platzhirsch Vélib’ einheizen.

Smog in Paris – im Hintergrund der Eiffelturm.
Elektrobikes gegen die Luftverschmutzung: Mit der weltgrößten E-Bike-Sharing-Flotte will Paris gegen den Smog angehen. Foto: Shutterstock / Delpixel

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie Véligo und der IDFM Tausende Elektrobikes nach Paris bringen
  • Wie 10.000 der Pedelecs die Elektromobilität in der französischen Hauptstadt ausbauen sollen
  • Wie sie so Wettbewerber Vélib ausstechen wollen

Paris macht Ernst in Sachen Elektromobilität. Mit der weltgrößten Elektrobike-Sharing-Flotte will die französische Hauptstadt der Luftverschmutzung den Kampf ansagen. Der Île-de-France Mobilités (IDFM), der private Verkehrsverbund der Stadt, steht vor einer Revolution. Ab 2019 wird die E-Bike-Vermietung Véligo die Straßen der Stadt der Liebe mit einer Vielzahl Pedelecs versorgen.

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In Paris ist das Elektrobike-Fieber ausgebrochen

Der Großraum Paris steht ab September 2019 im Zeichen der urbanen Mobilität der Zukunft. Um die zunehmende Luftverschmutzung wenigstens ansatzweise in Grenzen zu halten, sollen die Pedelecs durch Paris rollen. 10.000 an der Zahl sind fürs Erste geplant, die als Alternative zum Auto fungieren. Zudem hofft die Verkehrsgesellschaft auf weniger Staus und Verkehrsinfarkte, die die Metropole immer wieder bedrohen oder gar gänzlich lahmlegen.

Véligo hat der IDFM den Service getauft und will die rund 12 Millionen Einwohner des Großraumes Île-de-France zum Radfahren animieren. Einer aktuellen Studie zufolge nutzen in Paris nur rund 1,6 Prozent der täglichen Pendler ein Fahrrad.

Das Projekt sieht vor, die E-Bikes nicht nach dem klassischen Sharing-Prinzip für die Kurzzeitnutzung zu vermieten, sondern als monatliches Abonnement für 40 Euro anzubieten. Bei Nichtgebrauch lagern die Mieter die Strom-Fahrräder dann zu Hause, statt sie wieder an eine der Stationen zurückzugeben. Wie bei den Métro-Tickets auch, haben Arbeitgeber die Möglichkeit, einen bestimmten Prozentsatz der Kosten zu übernehmen.

Elektromobilität für den Pendelverkehr

Die E-Bikes von Véligo können laut Hersteller mit einer einzelnen Batterieladung bis zu neun Kilometer fahren – auch bei hochprozentigen Steigungen, wie sie besonders in den Außenbezirken der Stadt nicht selten vorkommen.

Elektrische Fahrräder haben ein enormes Potenzial. Sie sind ein effizienter und umweltfreundlicher Weg für kurze Pendlerstrecken, um zur Bahnstation zu gelangen.

Valerie Pecresse, Präsidentin des Regionalrats der Île-de-France

Langfristig ist es das Ziel, möglichst viele Autos aus der Stadt zu vertreiben und den Kauf von Fahrrädern, sowohl elektrisch als auch gewöhnlich, voranzutreiben.

Vorerst ist das Mietprogramm auf sechs Jahre – also bis 2025 – ausgelegt und besitzt ein Gesamtvolumen von 111 Millionen Euro. Je nachdem, wie gut das Projekt bei der urbanen Bevölkerung ankommt, ist in den kommenden Jahren auch eine sukzessive Erhöhung auf 20.000 Elektrobikes möglich.

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Vélib’ vertreibt seit 2007 Leihräder in Paris

Véligo tritt mit dem Markteintritt in direkte Konkurrenz zu dem bereits seit 2007 bestehenden Fahrradverleihsystem Vélib’ Metrople. An über 1200 feststehenden Stationen können sich die Pariser Mieträder leihen – 18.000 sind im gesamten Stadtgebiet und den Gemeinden im Umland verteilt.

Der große Unterschied zu Véligo liegt neben dem fehlenden elektrischen Antrieb in der Mietdauer: Vélib’ Metropole verleiht seine Räder zur Kurzzeitnutzung. Während Nutzer in der ersten halben Stunde noch gratis radeln können, wird das Rad mit zunehmender Zeit sukzessive teurer.

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