Elektromobilität

Toyota und Panasonic bauen jetzt Akkus für Elektroautos

von
Paul Bandelin

Neues Joint Venture für die Elektromobilität: Der Autokonzern Toyota und der Batteriehersteller Panasonic wollen gemeinsam Lithium-Ionen-Akkus fertigen.

Nahaufnahme eines Steckers in der Ladesäule.
Mehr Energie für die Elektromobilität: Toyota und Panasonic machen bei Lithium-Ionen-Akkus gemeinsame Sache. Foto: Getty Images/iStockphoto

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie Toyota und Panasonic bei der Fertigung von Akkus zusammenarbeiten
  • Warum keine neuen Produktionsstätten gebaut werden müssen
  • Welche Akkutypen außer Lithium Ionen das neue Joint Venture herstellt

Während weltweit fast alle Automobilhersteller in die Entwicklung eigener Elektroautos investieren, hielt sich Toyota bislang stark zurück. Mit dem Prius hatte der japanische Hersteller zwar einen starken Marktvorsprung bei den Hybridfahrzeugen erlangt und danach mit dem Mirai ein Auto mit Brennstoffzellenantrieb in Serie gebracht. Aber rein batterie-elektrische Elektroautos standen bisher nicht im Mittelpunkt der Entwicklung.

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Nun sorgt das Unternehmen allerdings für einen Paukenschlag: Zusammen mit dem ebenso aus Japan stammenden Elektronikkonzern Panasonic will Toyota Batterien für Elektroautos herstellen und sich damit einen strategischen Vorteil verschaffen.

Völlig überraschend kommt die Zusammenarbeit nicht. Bereits im vergangenen Jahr hatten beide Unternehmen angegeben, eine mögliche Zusammenarbeit prüfen zu wollen, um Lithium-Ionen-Akkus für Elektroautos zu bauen.

Lithium-Ionen-Akkus von neuer Arbeitsgemeinschaft

Das Joint Venture soll bereits Anfang des kommenden Jahres seine Arbeit aufnehmen. Toyota wird dabei 51 Prozent der Anteile halten und Panasonic 49 Prozent. Insgesamt wollen die beiden Firmen 3500 Mitarbeiter in das neue Unternehmern verlagern.

Toyota geht mit der Arbeitsgemeinschaft den umgedrehten Weg: Während viele Konkurrenten aus der Automobilbranche die Akkus bei Zulieferern einkaufen, stellen die Japaner sie nun selbst her.

Der unter anderem für die Herstellung von Batterien bekannte Konzern Panasonic kooperiert zudem mit Tesla und ist an dem Aufbau der Gigafactory 1 beteiligt. Dort sollen in Zukunft auf einem Quadratkilometer Fläche Lithium-Ionen-Zellen produziert werden. Toyota ist nun also schon der zweite große strategische Partner von Panasonic.

Neue Produktionsstätten müssen für das Joint Venture vorerst nicht geschaffen werden. Panasonic will laut der japanischen Tageszeitung Nikkei Asian Review anfangs fünf seiner Produktionsstandorte zur Verfügung stellen, davon einen in China befindlichen. Bereits in den frühen 2020er Jahren soll die Kooperation Akkus produzieren, die eine 50 Mal höhere Kapazität haben als die der heute genutzten Hybridautos.

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Festkörperbatterien und weitere Modelle

Neben den oben bereits erwähnten Lithium-Ionen-Akkus will das neue Unternehmen noch andere Akkutypen herstellen. Dabei soll es sich um Festkörperbatterien und nicht näher spezifizierte „Batterien der nächsten Generation für Automobile“ handeln, so ein Pressesprecher von Panasonic.

Das Geschäftsmodell sieht zudem vor, die Speicherzellen nicht nur für den Eigenbedarf zu nutzen. Neben Toyotas Tochterunternehmen Daihatsu, Subaru oder Lexus sollen auch andere Automobilhersteller zu den Käufern gehören.

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