Elektromobilität

Ono: Elektrisches Cargobike rollt durch Berlin

von
Thomas Pitscheneder

Mit einem Cargobike will die Firma Ono eine umweltfreundliche Alternative zu Transportern bieten. Der Prototyp rollt jetzt erstmals durch Berlin.

Blick über die Dächer von Berlin
Paketdienste liefern in Berlin jährlich Millionen Pakete aus – größtenteils mit Diesel-Transportern. Das elektrische Lastenrad Ono soll in Zukunft einen Teil davon ablösen. Foto: Getty Images/iStockphoto

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie groß der Markt für Paketdienste ist
  • Wie die Firma Ono diesen mit einem Lastenrad elektrifizieren möchte
  • Warum ein Verkauf des Cargobikes zunächst nicht geplant ist

Der Paketmarkt wächst in Deutschland seit Jahren stark an. Im Jahr 2017 fanden laut einer Studie des Bundesverbands für Paket- und Expresslogistik 3,35 Milliarden Sendungen ihren Weg zu den Empfängern. Gleichzeitig steigen jedoch auch die Ansprüche, denn Pakete sollen immer schneller beim Kunden sein. Bei immer mehr Fahrzeugen und engen Straßen ist das gerade in großen Städten ein Problem.

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Die Lösung könnte der teilweise Einsatz von Cargobikes sein. Sie schlängeln sich schnell durch den Verkehr, etwa weil sie auf die Radwege ausweichen können. Mit elektrischem Motor ausgestattet sind sie dabei auch noch flott unterwegs. Das erste Elektro-Lastenrad der Firma Ono rollt als Prototyp erstmals durch Berlin.

Ono: Lastenrad für jedes Wetter

Das Problem vieler Lastenräder ist, dass die Nutzer dem Wetter ausgeliefert sind. Ono baut um das Fahrrad deshalb eine leichte Kabine. Damit bleiben die Fahrer vor Wind, Regen und Schnee geschützt. Paketboten könnten so also das ganze Jahr über durch die Stadt radeln.

Dabei unterstütz sie ein Elektromotor an der Hinterachse, der das Treten unterstützt. Die Power kommt dabei aus Akkus des Berliner Start-ups Greenpack. Der Vorteil dabei ist, dass sich die Akkus bei Bedarf ganz einfach austauschen lassen. So müssen Lieferdienste keine langen Ladezeiten in Kauf nehmen.

Mehr als zwei Kubikmeter Platz bietet das Fahrrad in der Transportbox. Die lässt sich nach Bedarf auch verkleinern, denn der Aufbau ist modular. Zum Wechsel müssen Nutzer die Box nur vom Fahrrad rollen – über eine eingebaute Rampe. So lassen sie sich etwa vor Ort befüllen und dann von einem Ono-Bike aufnehmen.

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So plant Ono die Vermarktung der E-Lastenräder

Beim Vertrieb setzt Ono auf ein Abo-Modell. Interessierte Firmen melden sich dafür an und erhalten für eine monatliche Rate das Cargobike, Zugriff auf die Flottenmanagement-Software, einen Vor-Ort-Service und eine Beratung zur Optimierung der eigenen Logistik.

Das hat auch Vorteile für Ono, denn so kann das Unternehmen von Kunden und ihren Bedürfnissen lernen und so etwa neue Transportboxen entwickeln.

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