Elektromobilität

OnePlus Warp Car: Kein unrealistischer Aprilscherz

von
Thomas Pitscheneder

Das chinesische Unternehmen OnePlus stellte zum 1. April das Elektroauto War Car vor. Kreativ waren die Macher bei ihrem Scherz aber nicht.

Das angebliche Konzept des OnePlus War Cars
Nur ein Aprilscherz, aber die technischen Voraussetzungen für das OnePlus Warp Car sind dennoch schon heute gegeben. Foto: OnePlus

Das erfahren Sie gleich:

  • Welchen Nutzen Aprilscherze für Firmen haben
  • Warum ein Elektroauto von OnePlus nicht unwahrscheinlich wäre
  • Wieso das Warp Car technisch in dieser Form schon heute möglich ist

Am 1. April kommen aus den Branchen Technik und Automobil viele kuriose Meldungen. Die Hersteller versuchen sich mit ihren Scherzen gegenseitig zu überbieten und dabei natürlich die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden auf sich zu ziehen. Google nutzt dafür sogar durchaus unterhaltsame Spiele, wie in diesem Jahr das Google-Maps-Snake.

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Mancher Scherz ist jedoch, ob nun beabsichtigt oder nicht, viel näher an der Realität als zunächst gedacht. So verhält es sich auch mit dem OnePlus Warp Car.

OnePlus Warp Car: Elektroauto einer Technik-Firma

Die Nachricht, dass ein Technik-Hersteller bald auch Autos bauen könnte, scheint heute kaum mehr überraschend zu sein. Apple ist im Hintergrund bereits seit längerer Zeit mit Systemen für Automobile beschäftigt. Elektroautos und autonome Fahrzeuge lassen einen Einstieg solcher Firmen einfacher denn je erscheinen.

Das zeigen auch aktuelle Kooperationen. Automobilkonzerne arbeiten mit Experten von Nvidia, Mobileye und Google zusammen. Das Ziel: Autos sollen in den kommenden Jahren das Fahren ohne Fahrer lernen. Ein eigenes Auto von OnePlus wäre auch deshalb keine Sensation, weil das Unternehmen in bester Gesellschaft ist. Das chinesische Shenzhen ist eine Mischung aus Silicon Valley und Detroit zu seinen besten Zeiten. Auto- und Technikhersteller sind dort in großen Mengen ansässig.

Das im Video zur Ankündigung gezeigte Warp Car ist aktuell wohl nur ein Spielzeugauto, dass durch eine clevere Beleuchtung gut in Szene gesetzt ist, aber in einigen Jahren könnten ähnliche Fahrzeuge durchaus auf den Straßen zu sehen sein.

Warp Car: Technisch kein großer Sprung in die Zukunft

Zu einem Aprilscherz gehört meist, dass er relativ leicht zu entlarven ist. Beim Blick auf die angepeilten technischen Daten des Fahrzeugs von OnePlus fällt das jedoch schwer. Der Hersteller gibt eine Beschleunigung vom Stand auf 100 km/h in drei Sekunden an. Ein Tesla Model S schafft das in der Performance-Variante sogar in 2,6 Sekunden – schon jetzt.

Die Reichweite von 470 Kilometern ist für Elektroautos auch keine unerreichbare Zukunftsvision. Mit großen Batterien ausgestattet, schaffen aktuelle Fahrzeuge sogar 500 und mehr Kilometer. Die Integration von Mobilfunk-Technik ins Auto ist hingegen fast schon ein alter Hut.

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Nur die Ladezeit lässt aufhorchen, denn die gibt OnePlus mit 20 Minuten für eine vollständige Energieversorgung der Akkus an. So weit ist die Ladeinfrastruktur noch nicht. Firmen wie Ionity und Tesla arbeiten jedoch daran, dass sich das bald ändert. Die aktuellen Supercharger V3 bieten etwa eine Ladeleistung von 250 kW, von Ionity ging gar die erste Ladesäule mit 350 kW in Betrieb.

Das dürfte alles auch OnePlus klar sein. Ob das Unternehmen bald neben Smartphones auch Autos verkauft, bleibt jedoch abzuwarten. Von dem Aprilscherz erhofft sich die Firma aktuell wohl nur Newsletter-Anmeldungen, um seine Produkte zu bewerben.

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