Technik

Nybble: Roboterkatze zum Selbstbauen und -programmieren

von Marten Zabel

Haustier zum Selbstbauen: Die Roboterkatze Nybble ist ein Bausatz zum Zusammenstecken – der quelloffene Arduinio-Roboter lernt aber auch neue Tricks.

Die Roboterkatze Nybble sitzt auf einem Tisch.
Die Roboterkatze Nybble ist süßes Haustier und programmierbarer Roboter auf Arduino-Basis in einem. Foto: Petoi/Rongzhong Li

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie die Roboterkatze Nybble als Bausatz via Crowdfunding entstehen soll
  • Wie der Roboter mit Arduino Bastlern eine echte Hauskatze ersetzen könnte
  • Wie sich der Roboter-Bausatz von Programmierern erweitern lässt

Holzteile, Sensoren, Servos und ein modifizierter Arduino Uno ergeben in diesem Bastelset zusammen eine Roboterkatze. Per Crowdfunding hat die Firma Petoi Nybble für den Robo-Bausatz Geld gesammelt, der jetzt entstehen soll. Bastler können sich die Katze zusammenstecken und dann loslegen. Hobby-Programmierer haben dank quelloffener Software auch noch die Möglichkeit, dem Robokätzchen neue Tricks beizubringen.

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Roboterkatze auf Arduino-Basis

Eine eigens für Nybble entwickelte Platine auf Arduino-Basis steuert den Roboter. Das Nyboard V0 hat etwas mehr Hardware für die Speicherung von Verhaltensmustern und eine etwas erhöhte Taktfrequenz. Alternativ lässt sich auch der leistungsfähigere Raspberry Pi einsetzen, der nicht Teil des Kaufsets ist. Damit ließen sich dem Roboter dann allerdings auch deutlich mehr Aktivitäten und Sensoren zufügen. Das Upgrade dürfte für fortgeschrittene Bastler also durchaus eine Überlegung wert sein.

Die Einzelteile der Roboterkatze Nybble.
Der Bausatz für Bastler und Programmierer: Aus Holz und Technik wird die Roboterkatze Nybble. Foto: Petoi/Rongzhong Li

Die kleine Roboterkatze hat in bisherigen Demonstrationsvideos beeindruckende Bewegungsfähigkeiten: Sie läuft auf ihren vier Beinen, stellt sich auf die Hinterbeine auf und gleicht Druck auf ihren Rücken ebenso aus, wie ein Schwanken des Untergrunds. Insgesamt elf Servos bewegen die Beine sowie den Hals, während der Schwanz frei schwingend als Gegengewicht dient.

Die Energieversorgung für die Technik muss der Käufer übrigens selbst sichern: Zwei Akkus mit 3,7 Volt sind nötig, die allerdings aus Sicherheitsgründen nicht mit derselben Sendung per Post verschickt werden dürfen. Käufer der Katze müssen sich diese also separat zulegen.

Ein Roboter-Bausatz für die Community

Nybble soll als Bausatz für Hobbyisten nicht nur ein Bastelspaß sein, sondern auch beim Programmierenlernen helfen. Im Grundset dabei sind als "Sinnesorgane" für die Robokatze ein Infrarotsensor, zwei Entfernungsmesser und ein Gyrosensor für das Gleichgewicht. Will der Nutzer dem Roboter mehr Wahrnehmung verschaffen, sind entsprechende Anschlussstellen auf der Hauptplatine freigelassen. Die Nutzung muss der Tüftler dann allerdings noch programmieren.

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Gerade bei der Erweiterung von Nybbles Fähigkeiten mit zusätzlicher Hardware dürfte eine Community im Netz helfen, die sich um den quelloffenen Roboter herum entwickeln sollte. Schließlich hat die Katze bereits jetzt viele Fans: Das Projekt ist lange vor Ende der Finanzierungszeit von mehreren Hundert Unterstützern finanziert worden. Zusätzlicher Anreiz: Die Erstbesitzer dürften eine Menge eigener Ideen einbringen.

Der Bausatz aus lasergeschnittenen Holzelementen lässt sich laut seinen Entwicklern komplett ohne Schrauben zusammenstecken und soll dennoch robust genug sein, um Stürze aus Tischkantenhöhe intakt zu überleben. Wer eine Nybble sein Eigen nennen möchte, um eine Robokatze im Haus zu haben, kann derzeit noch auf das Crowdfunding bei Indiegogo aufspringen und rund 200 Euro investieren, um den Basisbausatz Anfang 2019 zu erhalten.

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