Elektromobilität

Nuro R1: Roboterautos liefern Einkäufe in Arizona autonom

von
Paul Bandelin

Roboterautos liefern in Arizona Lebensmittel autonom. Erste Tests laufen in Scottsdale bereits – bald soll die Lieferdrohne Nuro R1 zum Einsatz kommen.

Das kleine autonome Roboterauto Nuro R1.
Bisher ist das Roboterauto Nuro R1 nur auf dem Testgeländer der Entwickler unterwegs. Foto: Nuro

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie eine Supermarktkette und ein Start-up in Scottsdale, Arizona das autonome Fahren proben
  • Warum bisher noch nicht das Roboterauto Nuro R1 zum Einsatz kommt
  • Weshalb gerade in Arizona so viele autonome Fahrzeuge unterwegs sind

Lebensmittel an die Haustür liefern lassen – das bieten hierzulande Supermärkte wie Rewe oder Edeka, aber auch Versandriesen wie Amazon an. In Scottsdale, Arizona bietet Kroger, die größte Supermarktkette der USA, diesen Service seit August 2018 ebenfalls an. Der Clou: Schon bald sollen erste Tests starten, die Lebensmittel autonom via Lieferroboter liefern zu lassen.

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audi.de/DAT-Hinweis

Erste Tests in Scottsdale laufen bereits: Das selbstfahrende Auto Nuro ist dort auf den Straßen unterwegs und beliefert erste Testkunden mit Lebensmitteln. Die Technik stammt übrigens vom Start-up Nuro, das zwei ehemalige Google-Ingenieuren 2016 gegründet haben. Künftig soll das autonome Liefermobil Lebensmittel noch am gleichen Tag der Bestellung oder spätestens am Folgetag liefern.

Nuros R1: Roboterauto mit App-Steuerung

In der Testphase bringen noch modifizierte Wagen der Konkurrenz (Toyota Prius undNissan Leaf) die Lebensmittel für 5,95 US-Dollar zu den Kunden.Hat der Wagen die Wohnung des Kunden erreicht, erhält dieser einen Code auf sein Smartphone, mit dem er die Türen öffnen und seinen Einkauf entnehmen kann. Bisher ist noch ein Fahrer an Bord des Wagens, der im Notfall eingreifen kann. Erst nach positiv verlaufenen Tests soll der R1 von Nuro zum Einsatz kommen.

Das Roboterauto ist kastenförmig gebaut und deutlich kleiner und leichter als ein konventioneller Pkw. Zudem macht die Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h schwere Verletzungen bei Kollisionen unwahrscheinlicher. Ein weiterer Vorteil ist die geringe Breite. So kann das Fahrzeug schnell in die Mitte der Fahrbahn ausweichen, für den Fall, dass ein Kind zwischen zwei parkenden Autos auf die Straße springt. Derzeit testen die Hersteller das Modell noch im Nuro-Hauptquartier in Kalifornien.

Wir begrüßen innovative Technologie, die das Leben der Bewohner von Scottsdale unterstützen kann. Wir sind der Meinung, dass die Partnerschaft ein enormes Potenzial birgt und den Einwohnern einen noch nicht erlebten Komfort im Alltag bietet.

Scottsdales Bürgermeister Jim Lane in einem offiziellen Statement

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Das Nuro-Lieferauto vor einem Supermarkt von Kroger.
Da das eigene Auto bisher nicht auf die Straßen darf, nutzen Kroger und Nuro bisher modifizierte Wagen von Toyota und Nissan. Foto: picture alliance/AP Photo

Autonomes Fahren: Viele Projekte in Arizona

Selbstfahrende Autos sind im Bundesstaat Arizona keine Seltenheit. So schrieb etwa die Northern Arizona University erst kürzlich einen Wettbewerb für Selbstfahrer im Eigenbau aus. Aber auch die großen Spieler – Waymo und Uber – sind hier auf den Straßen unterwegs. Zudem erlaubt die Gesetzgebung einen breiteren Umfang als in anderen Bundesstaaten, was auch ein Grund für Krogers Testfahrten in Arizona ist.

Auch einer der größten Konkurrenten Krogers, Walmart, versucht sich an autonomen Fahrzeugen. Diese sollen die Kunden allerdings kostenfrei zur nächsten Filiale bringen, um dort die bestellten Einkäufe abzuholen.

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