Technik

Noch nicht perfekt, aber immerhin: Diese Roboter können das Klo putzen

von
Marten Zabel

Roboter erobern immer neue Aufgabengebiete. Zumindest als Prototyp können sie jetzt sogar die Toilette putzen. Noch sind sie Menschen allerdings unterlegen.

Eine öffentliche Toilette.
Öffentliche Toiletten zu putzen, das könnte in Zukunft ein Roboter übernehmen. Foto: Shutterstock / sevenke

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie Forscher Robotern jetzt auch das Putzen beigebracht haben
  • Warum die Technik beim Putzen der Toilette noch keine perfekte Arbeit leistet
  • Wie Roboter immer mehr Aufgaben im Haushalt übernehmen

Staubsaugen und den Boden wischen können Roboter schon länger. Inzwischen gibt es auch immer wieder zumindest Experimente mit Maschinen, die uns zudem das Staubwischen und Aufräumen abnehmen. Einzig die Toilette war Robotern bisher zu kompliziert. Das ändert sich allerdings gerade. Auf dem World Robot Summit in Japan haben Forscher ihre Entwicklungen in einem Wettbewerb gegeneinander antreten lassen. Dabei ging es vor allem um lästige Tätigkeiten des Haushalts. – etwa Müll einsammeln oder das Klo putzen. Ein deutsches Team hat dabei ganz vorne mitgemischt.

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Der Wettbewerb zum Thema Future Convenience Store soll simulieren, dass ein Roboter eine öffentliche Toilette putzt. Dafür wurde auf und um das Klo herum Wasser verspritzt und ein wenig Müll auf den Boden geworfen. Die Aufgabe galt als bewältigt, wenn der Roboter 80 Prozent des Wassers aufwischen und sämtlichen Abfall einsammeln konnte. Wie genau die Roboter an diese Aufgabenstellung herangehen, war ihren Entwicklern überlassen – klar war nur, dass sie die Arbeit autonom und ohne Fernsteuerung verrichten müssen.

Ein Roboter für den Haushalt?

Eine Gruppe der Universität Koblenz-Landau hat mitgemacht: Der Roboter von Team HOMER, ein PAL Robotics TIAGo mit eigenen Modifikationen und einer guten Steuerung kommt dabei als mobile Einheit in den Toilettenraum und beginnt seine Arbeit. Im Video ist zu sehen, dass der Roboter zunächst die Toilette mit seinen Sensoren scannt, um deren genaue Position zu erfassen.

Dann wischt er mit dem an seinem Greifer angebrachten Schwamm über die Klobrille. Im zweiten Schritt sammelt er mit eben diesem Greifer den verstreuten Unrat auf und befördert ihn in einen Behälter an seiner Seite. Am Ende wischt er mit dem Schwamm über den Boden, um das dortige Wasser aufzunehmen.

Die Herangehensweise an das Toilettenputzen per Roboter im Wettbewerb war komplett offen gehalten. Deshalb gab es auch Maschinen, die praktisch fest im Raum installiert werden mussten. Diese ähnelten dann schon eher den selbstreinigenden Toiletten, die von öffentlichen Toiletten an Autobahnraststätten und in Innenstädten bekannt sind.

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Für den Gebrauch bei mehreren WCs wäre ein mobiler Roboter allerdings deutlich im Vorteil und ließe sich im Zweifelsfall auch für Privathaushalte nutzen. Dafür ist allerdings noch Entwicklungsarbeit notwendig, denn wirklich hygienisch ist die Arbeit der Technik bei diesem Wettbewerb noch nicht.

Noch ist Toilette putzen Menschensache

Noch sind Menschen schneller und gründlicher beim Kloputzen – und verlangen im professionellen Kontext auch noch weniger Geld als ein Roboter. Die Nische für derartige Maschinen gibt es aber dennoch: Staubsaugroboter benötigen auch deutlich länger für die Wohnung als ihre Besitzer und kommen nicht in alle Ecken und Winkel — da sie ihre Aufgabe aber während des Arbeitstags durchführen, ist das nicht weiter schlimm. Vielleicht nehmen uns schon in wenigen Jahren Roboter einen Teil der Putzaufgaben auch im Bad ab.

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