Elektromobilität

Nobe 100: Elektroauto auf drei Rädern

von
Thomas Pitscheneder

Der Nobe 100 ist ein motorisiertes Dreirad für Erwachsene. Mit dem elektrischen Antrieb sollen bis zu 260 Kilometer möglich sein – zu einem hohen Preis.

Der Nobe 100 im Schnee
Stilvoll und vollelektrisch soll es mit dem Nobe 100 von A nach B gehen. Durch seine Kompaktweise eignet er sich wohl in erster Linie für die Stadt. Foto: Nobe

Das erfahren Sie gleich:

  • Welchen Ansatz Nobe mit dem Elektroauto verfolgt
  • Welche Leistung in dem Stromer steckt
  • Wie teuer das Dreirad ist

Immer mehr Elektroautos finden ihren Weg auf die Straßen. Auch in diesem Jahr kommen wieder zahlreiche neue Modelle. Einige davon entstammen einer aktuell im Trend liegenden Fahrzeugklasse: den SUVs. Die Autos sind komfortabel, bieten viel Übersicht und oft auch Luxus. Doch für die Städte bräuchte es mehr kleine Stromer. Aktuell gibt es da nur den VW e-up! und den Smart Fortwo EQ.

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Mit dem Nobe soll bald ein weiteres Modell dazukommen, dem es aber an einem vierten Rad fehlt.

Nobe 100: Elektroauto im Retro-Look

"Mainstream-Autos sind zu seelenlos, gewöhnlich und banal geworden." So leitet der Nobe-Chef Roman Muljar auf der Website des Unternehmens die Beschreibung des Elektroautos Nobe 100 ein. Die Firme wollte deshalb etwas schaffen, das es so auf der Straße noch nicht gibt. Dabei richtet sich Nobe gleichermaßen an Liebhaber von Klassikern und modernen Autos.

Der Nobe 100 macht das vor, denn äußerlich erinnert er an die kompakten Limousinen der 50er und 60er Jahre. Das gilt zumindest bei einem Blick auf die Front, denn schon von der Seite deutet sich an, dass an dem Auto etwas fehlt. Tatsächlich sitzt da wo sonst die Hinterachse ist, nur ein Rad. Der Nobe 100 ist also ein Threewheeler, wie der gleichnamige Morgan.

Elektromotor mit genug Power für die Stadt

Anders als im britischen Sportwagen, sitzt im Nobe 100 aber kein Benziner, sondern gleich drei Elektromotoren – einer an jedem Rad. Zusammen kommen sie in der Basis-Version auf 54 kW (73 PS) Leistung. Damit schafft das Fahrzeug bis zu 110 km/h in der Spitze. Die Reichweite gibt Nobe mit 210 Kilometern an.

Alternativ dazu soll noch eine GT-Variante mit etwas mehr Power kommen. Genauer peilt Nobe 72 kW an, was immerhin 98 PS entspricht. Die Reichweite soll außerdem auf 260 Kilometer steigen. Eine weitere Besonderheit im Nobe 100 GT: Er besitzt ein abnehmbares Dach, lässt sich also auch offen fahren.

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Die Preise liegen auf gehobenem Niveau

Was die Herangehensweise betrifft, lässt sich der Nobe 100 mit dem Microlino vergleichen. Der soll jedoch nur rund 12.000 Euro kosten. Beim Nobe 100 sind hingegen mindestens 37.000 Euro fällig, die GT-Variante soll sogar mindestens 47.000 Euro kosten. Wer eines der Fahrzeuge reservieren möchte, muss schon jetzt 10 Prozent des Kaufpreises anzahlen.

Damit ist das Auto des Start-ups aus Estland weniger ein Stromer für die Masse, als vielmehr ein teures Spielzeug für gut betuchte.

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