Technik

Neue Vorschriften: Gibt es ab 2019 ISO-Normen für Drohnen?

von
Carola Franzke

Neue Vorschriften für Drohnenflüge: Ausbildung, einheitliche Flugverbotszonen und Vorgaben für die Wartung werden in einer ISO-Norm formuliert.

Eine Drohne fliegt über ein Feld.
Flugverbote und neue Vorschriften: Die ISO will Normen für den Betrieb von Drohnen weltweit etablieren. Foto: Shutterstock / lzf

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum internationale Standards und Vorschriften für Drohnen notwendig sind
  • Wie einheitliche Fluverbotszonen für Drohnen Leben retten können
  • Welche Aspekte die ISO-Norm für Drohnen umfassen soll

Drohnen und deren Einsatz sind bisher wenig reguliert. Das soll sich ändern: Der internationale Normenausschuss ISO (International Organization for Standardization) arbeitet an einheitlichen Vorschriften für Drohnen und ihren Betrieb. Denn die Einsatzbereiche für die wendigen Fluggeräte sind so vielfältig, dass viele Experten mit immer mehr Drohnen in der Luft rechnen.

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Ob sie nun als privates Hobby für Fotos und Videos aus der Luft zum Einsatz kommen, oder für vielfältige professionelle Anwendungen wie etwa in der Wartung von Straßenlaternen, Überlandleitungen und Industrieanlagen.

Transportdrohnen können sogar Leben retten, wenn etwa in abgelegenen Landstrichen damit Blutkonserven oder lebenswichtige Medikamente ausgeliefert werden. Sie können aber auch – mit Sprengstoff beladen – zur terroristischen Bedrohung werden. Oder ebensolche Bedrohungen verhindern: Bei den Olympischen Spielen in Südkorea etwa kamen sie als Überwachungsinstrument zum Einsatz.

Neue Vorschriften: Einheitliche Flugverbotszonen für Drohnen

Mit der Zahl der verschiedenen Flugkörper steigen auch die Risiken durch unsachgemäßen Gebrauch oder Wartungsfehler. Die Drohnen können abstürzen und damit großen Schaden anrichten. Die geplanten Normen sollen bei der Prävention helfen.

Ein besonderes Risiko sind natürlich Flüge in sicherheitsrelevanten Bereichen, wo auch Leben auf dem Spiel stehen – etwa, wenn eine Drohne in die Triebwerke eines startenden Flugzeugs gerät. In vielen Ländern gibt es daher bereits entsprechende Vorschriften und Flugverbotszonen, doch einheitliche Regelungen fehlen bisher. Insbesondere für diese Fälle sind ISO-Normen sehr wünschenswert.

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Vierteilige Drohnen-Norm

Die neuen Vorschriften im Zusammenhang mit Drohnen und Quadrocoptern werden aus mehreren Einzelnormen bestehen. In dem ersten Teil wird es vor allem um Aufzeichnungen der Flüge, sowie die Kennzeichnungspflicht, Flugausbildung und Wartungsvorschriften gehen.

Neben der Norm zum Flugbetrieb will die ISO-Vereinigung noch Vorschläge formulieren, in denen es um technische Spezifikationen, Herstellungsqualität und -standards, sowie das Verkehrsmanagement gehen soll. Den Entwurf für den ersten Teil der Drohnen-Norm mit der Bezeichnung ISO/CD 21384-1 hat die Organisation bis zum 21. Januar 2019 zur öffentlichen Diskussion gestellt. Für die Verabschiedung der neuen Norm und eine weltweite Einführung peilt die ISO das Jahr 2019 an.

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