Elektromobilität

Neue Technologie: In wenigen Minuten zum vollen E-Auto-Akku

von
Michael Penquitt

Das Start-up GBatteries verspricht einen vollen Akku innerhalb weniger Minuten. Das Aufladen soll nicht mehr Zeit in Anspruch nehmen als das Volltanken.

Eine Person steckt einen Ladestecker in ein Elektroauto.
Schnelles Laden, ohne dem Akku zu schaden: Das verspricht das Start-up GBatteries. Foto: Getty Images/Jasmin Merdan

Das erfahren Sie gleich:

  • Wieso schnelles Laden bisher nur in der Theorie möglich ist
  • Was Sie für schnelles Laden brauchen
  • Welche Hürden noch im Weg stehen

Schon bald soll es möglich sein, die Batterie von Elektroautos innerhalb weniger Minuten vollzuladen. Das verspricht das kanadische Start-up GBatteries. An ausreichend starken Ladestationen ist das theoretisch jetzt schon möglich. Bei herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus führt eine hohe Ladegeschwindigkeit allerdings zu ungewollten Folgen.

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Aufgrund von chemischen Reaktionen verringert sich die Lebensdauer der Batterie mit der Zeit deutlich. GBatteries will den Ladevorgang nun so einfach und schnell gestalten, als handele es sich bei der Ladestation um eine konventionelle Zapfsäule – ganz ohne negative Auswirkungen.

Intelligenter Adapter ermöglicht superschnelles Laden

Möglich machen soll das ein Adapter, der künstliche Intelligenz mit moderner Elektronik verbindet. Der lässt sich – laut dem unter anderem von Airbus geförderten Unternehmen – ganz einfach an den normalen Ladeanschluss des Autos stöpseln. Erst dann wird das Ladekabel angeschlossen.

Die 60kWh-Batterie könne auf diese Weise in fünf Minuten zur Hälfte aufgeladen werden, in zehn Minuten wäre der Akku voll. Im Fall eines Opel Ampera-e bedeuten somit zehn Minuten Ladezeit bis zu 500 Kilometer Reichweite.

“Die meisten Unternehmen konzentrieren sich auf die Entwicklung neuer Stoffe, um die Ladegeschwindigkeit von Batterien zu verbessern. Das Entwickeln neuer Materialien ist schwierig und das Hochfahren der Produktion, um den Anforderungen der Autofirmen gerecht zu werden, kostet Milliarden von Dollar”, so einer der GBatteries-Gründer Kostya Khomutov. Für die nun vorgestellte Lösung seien hingegen keine weiteren Anpassungen nötig.

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Noch sind die Ladestationen nicht stark genug

Es müsste sich nur eine Ladestation mit einer Ladeleistung von mindestens 360 kW finden. Daran scheitert der Plan momentan noch. Die Stationen mit der höchsten Leistung, wie die Ladesäulen von Ionity oder die Supercharger von Tesla, stellen derzeit lediglich 350 kW zur Verfügung.

Zu weiteren Details hält sich das Unternehmen bedeckt. Auch wann die besagten Adapter serienreif sein sollen, ist bislang noch nicht bekannt.

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