Elektromobilität

Neue Studie zeigt: Elektroautos sind am günstigsten

von
Michael Penquitt

Betrachtet man die Kosten von Autos über vier Jahre, kommen Autofahrer mit einem Elektroauto am günstigsten weg. Der Schlüssel: Staatliche Anreize.

Frau an einer Ladesäule für Elektrofahrzeuge
Da ist auch noch ein Kaffee drin: Elektroautos verursachen weniger Kosten als Verbrenner. Das liegt auch an den günstigen Ladetarifen. Foto: Getty Images/Cultura RF

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche Kosten in die Berechnung eingeflossen sind
  • In welchem Land sich Autofahrer über die größten Einsparungen freuen
  • Mit welchen Rabatten in Deutschland zu rechnen ist

Da reiben sich viele Autofahrerinnen und Autofahrer verwundert die Augen: Elektroautos sind im Vergleich zu Diesel- und Benzin-Autos sowie Plug-In-Hybriden schon jetzt am preiswertesten, so eine Studie des International Council for Clean Transportation (ICCT).

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Zu diesem Ergebnis sind die Autoren gelangt, nachdem sie in fünf europäischen Ländern die Kosten dieser vier Antriebsarten miteinander verglichen haben. In die Rechnung sind die Anschaffungskosten, Tank- bzw. Ladekosten, Steuern und sonstige Boni über einen Zeitraum von vier Jahren eingeflossen.

Fast 30 Prozent Kostenvorteil für norwegische Elektroautos

Als Beispiel hat der VW Golf hergehalten, der in allen vier Ausführungen erhältlich ist. In den fünf untersuchten Ländern, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, den Niederlanden und Norwegen, hat der VW e-Golf die niedrigsten Kosten verursacht – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß.

Nimmt man den Diesel zum Vergleich, sparen E-Autofahrer in Deutschland innerhalb von vier Jahren 11 Prozent der Kosten ein. In Großbritannien sind es lediglich 5 Prozent, in Norwegen können sich Besitzerinnen von Elektroautos dagegen über um 27 Prozent gesenkte Kosten freuen. Kein Wunder, dass über die Hälfte aller Neuzulassungen im hohen Norden Elektroautos sind.

Selbstverständlich treffen diese Zahlen nicht auf jeden einzelnen Autofahrer zu. Maßgeblich für die realen Kosten sind die Fahrweise und die zurückgelegte Strecke, die Durchschnittswerte der Studie geben jedoch ein Gesamtbild ab.

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Staatliche Maßnahmen sind entscheidend – noch

Dass die Kosten so niedrig sind, liegt in erster Linie an Steuerermäßigungen und staatlichen Förderungszuschüssen. In Deutschland sind das beispielsweise die Umweltprämie für Elektroautos in Höhe von 4.000 Euro für rein elektrisch betriebene Fahrzeuge oder die Befreiung von der Kfz-Steuer.

Sandra Wappelhorst, eine der Autorinnen der Studie, prognostiziert, dass diese staatlich angeschobenen finanziellen Anreize schon in wenigen Jahren nicht mehr notwendig sein werden. Bereits zwischen 2025 und 2030 würden sich die Kaufpreise für Elektroautos mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Niveau von klassischen Verbrennern einpendeln. Zusätzlich drückt der im Vergleich zu Diesel und Benzin günstige Strom die laufenden Kosten.

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