Leben

Neue Studie aus China: Tee macht uns kreativ

von Leonie Butz

Schwarzer Tee macht munter – das liegt am enthaltenen Koffein und Tein. Aber macht es uns auch kreativer? Oder gesünder? Studien sagen ja.

Teetasse auf Schreibtisch
Doppelte Wirkung: Tee macht wach – und nach neuen Erkenntnissen auch kreativ. Foto: Pexels/ freestocks.org

Das erfahren Sie gleich:

  • Schwarzer Tee macht wach – aber angeblich auch kreativ
  • Das fand eine Studie an der Peking University heraus
  • Aber nicht Koffein oder Tein sind offenbar der Treibstoff fürs Hirn

Tee macht wach – und kreativ?

Irgendwie will ich an diesem einen Tag nicht so richtig in Gang kommen. Ich lese einen Text, lese ihn erneut – und weiß noch immer nicht, was drinsteht. Jetzt aber Konzentration. Und dann lege ich mit dem Schreiben los. Aber auch hier will mein Hirn nicht so richtig loslegen.

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Also stapfe ich ins Nebengebäude – es ist bitterkalt auf dem Weg dorthin – und brühe mir erst einmal einen kräftigen schwarzen Tee. Koffein und Tein werden mich schon aufwecken – und kreativ macht das heiße Gebräu auch noch. Das fand jetzt eine Studie in China heraus.

Das Getränk bläst auch eine Schreibblockade locker flockig weg, so die Studie.

In China, dem Land des Tees, fanden Forscher jetzt heraus, dass Tee nicht nur kreativ macht. Das Getränk bläst auch eine kreative Blockaden locker flockig weg, so die Studie. Durchgeführt hat die Untersuchung die Abteilung für psychologische und kognitive Wissenschaften an der Peking University.

Dort teilten die Forscher eine Gruppe von 50 Studenten, im Durchschnittsalter von 23 Jahren, in zwei Gruppen. Die eine Gruppe erhielt schwarzen Tee, die andere Wasser. Danach führten sie einige Tests durch. So mussten die Studenten ein „attraktives und kreatives“ Gebäude designen und einen „coolen“ Namen für ein neues Nudel-Restaurant entwickeln. Andere Studenten bewerteten danach die Ergebnisse.

Tein ist nicht der einzige Grund

Auch wenn die Aufgaben etwas absurd klingen, so fiel es den Teetrinkern offenbar sehr viel leichter, kreativ und originell an die Aufgabe heranzugehen. Denn bei beiden Test ließen sie die Wassertrinker bei der Bewertung weit hinter sich. Eine naheliegende Erklärung: Koffein und Tein im schwarzen Tee regen die Gehirnaktivitäten an, machen fit.

Bei der Studie betonten die Forscher jedoch, dass diese Wirkung erst verzögert eintritt, die Tests aber sofort durchgeführt wurden. Außerdem steckten in einem kleinen Becher Tee nicht genug Koffein und Tein, um einen so starken Effekt zu erzielen. Stattdessen legten die Wissenschaftler einen Fokus auf eine andere Eigenschaft von Tee: Seine Fähigkeit, die Stimmung positiv zu beeinflussen. Dies sei der Auslöser für den kreativen Schub. Die Menge ist dabei also nicht entscheidend – sondern der Konsum an sich.

Hinter dem Tee-Geheimnis steckt noch mehr

Um die These der Wissenschaftler zu beweisen, ist die Anzahl der getesteten Probanden aber noch sehr gering. Es wäre also spannend zu erfahren, ob sich die Ergebnisse auch bei größeren Gruppen von Testern wiederholen lassen. Ich bin zwar persönlich von der Wirkung des Tees überzeugt – nicht umsonst trinke ich drei bis fünf Tassen am Tag. Aber ob sich das auch wissenschaftlich beweisen lässt, das kann erst eine größer angelegte Studie zeigen.

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Andere Untersuchungen kamen außerdem zu dem Ergebnis, dass Tee Blutdruck und Cholesterin senken kann.

Aber Tee regt nicht nur das Hirn an. Viele Studien gaben Hinweise darauf, dass grüner und schwarzer Tee das Risiko für Krebs, Demenz und Herz-Kreislauferkrankungen senken kann. Grüner Tee stammt, ebenso wie schwarzer, vom Teestrauch Camellia sinensis. Die darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe sind nach Annahme der Forscher dafür verantwortlich. Bei den Pflanzenstoffen handelt es sich um Polyphenole, zu denen auch Flavonoide gehören – die laut Studien Kaffee gesund machen.

Andere Untersuchungen kamen außerdem zu dem Ergebnis, dass Tee Blutdruck und Cholesterin senken kann. Kräuter- und Früchtetees hingegen, die nicht offiziell zu Tees zählen, zeigten in Untersuchungen erhöhte Mengen an Pflanzenabwehrstoffen, die in hoher Dosis zu Leberschäden führen können. Für Schwangere gilt außerdem, dass sie auf Tees mit dem Inhaltsstoff Süßholzwurzel verzichten sollten. Dieser steht unter dem Verdacht, das Risiko für Frühgeburten zu steigern. Außerdem ist zu viel Koffein und Tein für Schwangere auch nicht ratsam.

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