Elektromobilität

Mini-E-Bikes: Der neue Trend auf dem Fahrradmarkt

von Carola Franzke

Immer unterwegs: Eine neue Generation von Mini-E-Bikes erleichtert die Fortbewegung – und passt zusammengefaltet sogar unter den Schreibtisch.

Eine Frau trägt das zusammengefaltete Xiaomi Himo eine Treppe hinauf.
Kleine E-Bikes wie das Xiaomi Himo sind praktisch und (anders als viele E-Scooter) gesetzeskonform. Foto: Xiaomi

Das erfahren Sie gleich:

  • Wieso der neue Trend auf dem Fahrradmarkt aus Mini-E-Bikes besteht
  • Welche Vorteile die kleinen E-Bikes haben
  • Welche Hersteller Mini-E-Bikes anbieten und warum der chinesische Konzern Xiaomi jetzt ebenfalls einsteigt

Das E-Bike macht sich klein: Nachdem die normalen E-Bikes bereits den Fahrradmarkt erobert haben, wächst jetzt immer stärker eine zweite Kategorie von Pedelecs heran – Falträder oder Klappräder mit Elektromotor.

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So gibt es bereits diverse Falt- und Klappräder mit Elektroantrieb etwa von Zündapp, Vaun (gehört zur Sachsenring Bikemanufaktur) oder Pearl – der Technik-Gadget-Shop verkauft „eRädle“ zum Falten.

Kleine E-Bikes mit großem Potential

Der Charme der faltbaren Elektromobilität ist klar: Besonders Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln und Pendler kommen damit zügig, ohne Schweißausbrüche und StVO-konform ans Ziel.

Denn im Gegensatz zu vielen der trag- und faltbaren E-Gadgets sind E-Bikes und Pedelecs auf den Straßen erlaubt. Andere Fortbewegungsmittel wie E-Scooter und Monowheels befinden sich bestenfalls in einer rechtlichen Grauzone oder sind sogar verboten.

Jetzt baut auch Xiaomi Mini-E-Bikes

Jetzt könnte der Markt für die E-Bike-Minis einen weiteren Schub bekommen – und das ausgerechnet von einem Handy-Anbieter: Xiaomi, das 2010 als Startup gegründete chinesische Unternehmen, hat zunächst hauptsächlich mit Smartphones von sich reden gemacht und war 2013 sogar kurzzeitig chinesischer Marktführer.

Inzwischen ist aus dem Startup ein ganzer Konzern geworden, der neben E-Scootern und Hoverboards nun auch Mini-E-Bikes anbietet – eine interessante Sortimentserweiterung mit Signalwirkung, was die Bedeutung von extra-kleinen PLEVs (Personal Light Electric Vehicle) angeht: Der Markt boomt, und es ist eine Vielzahl von Hoverboards, Scootern, Monowheels und eben auch kleinen Pedelecs erhältlich.

Das Xiaomi Himo kommt 50 Kilometer weit

Das winzige Pedelec von Xiaomi namens „Himo“ soll Ende Juli in China auf den Markt kommen. Es wird kleine 12-Zoll-Räder haben und knapp 17 Kilogramm wiegen. Himo soll mit einer Akkuladung rund 50 Kilometer schaffen. In einem wasserdichten Gehäuse, das im Rahmengestänge aufgehängt ist, befinden sich Akku und Steuerung.

Eine kleine LCD-Anzeige am Lenker gibt Auskunft zu Geschwindigkeit, Unterstützungsgrad und Ladezustand des Akkus. Das Mini-E-Bike macht trotz der geringen Außenmaße von etwa 1 Meter x 1 Meter x 50 Zentimeter einen stabilen Eindruck.

Ein kleiner Wermutstropfen ist die lange Akkuladezeit von 6,5 Stunden – andererseits ist es für Pendler kein Problem, von Bushaltestelle oder Bahnhof mit Himo ins Büro zu radeln und es dann den Tag über wieder an den Strom zu hängen: Mit eingeklapptem Lenker passt das kleine E-Bike locker unter den Schreibtisch.

Mini-E-Bike für 230 Euro

Xiaomi setzt also mit dem Mini-E-Bike auf das richtige Pferd. Das verwundert kaum, denn in der Asia-Pazifik-Region gilt das Unternehmen als das chinesische Apple und ist bekannt für sein großes Innovationspotenzial.

Updates

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Die schnelle Evolution von Xiaomi zu einem Multi-Anbieter von „Smart Devices“, also vernetzten Dingen für fast alle Lebensbereiche, spiegelt denn auch die aktuellen Trends wider. Smartphone und Internet bilden dabei die Steuerzentrale – ob Kamera, TV oder Saugroboter, das Internet der Dinge lässt sich bei den Chinesen aus einer Hand ausrüsten.

Da ist es nur konsequent, dass Xiaomi auch auf die Straße geht und im boomenden E-Mobility-Sektor aktiv ist. Bei einem Kampfpreis von umgerechnet etwa 230 Euro kann man hoffen, dass das Mini-E-Bike Himo auch den Weg nach Europa findet.

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