Technik

Neue Akku-Technologie: Günstigere E-Autos ab 2020?

von
Michael Penquitt

Das US-amerikanische Start-up 24M verspricht günstigere und bessere Lithium-Ionen-Akkus. Schon bald sollen sie auf den Markt kommen.

Ein Akku von 24M in der Nahaufnahme.
Kleiner Akku, große Wirkung: Rund 20 Prozent höhere Energiedichte verspricht der neue Akku von 24M. Foto: 24M / Jake Belcher

Das erfahren Sie gleich:

  • Was die neuen Batterien können
  • Wie die Technologie funktioniert
  • Ab wann die Akkus erhältlich sein sollen

Im Jahr 2010 sorgte ein kleines Start-up aus Massachusetts an der US-amerikanischen Ostküste für viel Aufsehen: 24M versprach, eines Tages günstigere und bessere Lithium-Ionen-Batterien mit einer sehr hohen Energiedichte herzustellen. Nach knapp zehn Jahren Forschung steht das Unternehmen nun kurz vor der Vollendung der neuen Technik.

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Bessere Batterien durch vereinfachte Bauweise

Während die derzeit besten Lithium-Ionen-Batterien eine Energiedichte von rund 250 Wattstunden pro Kilogramm (Wh/kg) aufweisen, sollen die Batterien von 24M bis zu 300 Wh/kg haben. Die Optimierung der Akkus erreichen die Forscher durch eine vereinfachte Bauweise, bei der bis zu 80 Prozent der inaktiven Materialien entfernt werden.

Eigentlich werden die Elektroden in üblichen Lithium-Ionen-Akkus geschichtet und anschließend zu einer sogenannten Jelly Roll gewickelt. 24M verwende hingegen andere Materialien, wodurch sich dickere Elektroden gießen ließen. Die verbinden sie anschließend einfach in der Zelle miteinander.

Sie sparen dadurch Materialien, der Energiebedarf wird geringer und die Energiedichte höher, so das Unternehmen. Laut eigenen Angaben werden dadurch die Herstellungskosten einer Batterie um die Hälfte gesenkt. Schon 2020 will 24M die neue Generation der Lithium-Ionen-Batterie auf den Markt bringen.

24M hat große Pläne

Erst im Dezember hat das Unternehmen Investitionen von insgesamt fast 22 Millionen US-Dollar eingefahren. Die Finanzspritze der vor allem japanischen Investoren soll in die weitere Forschung sowie den Bau einer Fabrik fließen.

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Dabei sind die Ambitionen von 24M noch größer: Das Unternehmen arbeitet bereits an Lithium-Ionen-Batterien mit einer Energiedichte von bis zu 500 Wh/kg. Die Entwickler berichten von erfolgreichen Labortests mit mehr als 350 Wh/kg. Das setze allerdings einen dicken Separator zwischen den Elektroden voraus, der für die kommerzielle Nutzung kleiner werden müsste.

Durch die neuen Batterien könnten Elektroautos endlich deutlich günstiger werden. Schließlich ist der Akku der bislang teuerste Bestandteil eines E-Autos. Und nicht nur die würden profitieren: Auch Smartphone-Akkus könnten die Technologie adaptieren. Handys, die wieder mehrere Tage am Stück ohne Laden auskommen, das wär's doch.

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