Technik

Nachhaltig zum Mond: NASA will Mondfähren künftig recyceln

von Carola Franzke

Die NASA will wieder auf den Mond! Jetzt sollen Mondfähren und andere Teile aber wiederverwertbar sein – der Entwicklung der privaten Raumfahrt sei Dank.

Ein Modell der Orion-Raumkapsel, das an drei Fallschirmen hängt.
Das Modell der Orion ist in Testflügen heil wieder auf der Erde gelandet. Foto: NASA

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie die NASA künftig mit wiederverwendbaren Mondfähren zum Mond fliegen will
  • Warum vor allem die Entwicklungen in der privaten Raumfahrt dies möglich machen
  • Wie Nachhaltigkeit der NASA und privaten Unternehmen viel Geld sparen kann

Die derzeitige US-Regierung unter Donald Trump hat das Ziel ausgegeben, dass amerikanische Astronauten wieder auf dem Mond landen sollen. Nach Einschätzung des neuen NASA-Direktors ist dieser Wunsch realisierbar, sofern die gesamte Infrastruktur von der Rakete bis zur Mondfähre auf Wiederverwendbarkeit ausgelegt ist.

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Den Anfang macht das Orion-System, bei dem bereits einzelne Bauelemente der Technik auf mehrfache Verwendung ausgelegt sind: Für 2019 ist die erste unbemannte Mondlandung des aktuellen Orion-Raumfahrtprogramms geplant.

Energie ist ein wesentliches Element – es ist eine große Rakete mit den entsprechenden Dimensionen. Bis heute konnten wir so etwas nicht recyclen.

Mark Geyer, Direktor des Johnson Space Center, bei einer Vorführung der Orion-Testkapsel

Private Raumfahrt belebt den Markt – auch für die NASA

Ob nun Richard Bransons Virgin Galactic, die verrückte Hotel-Idee von Robert Bigelow oder Elon Musks SpaceX mit PR Stunts wie dem Tesla Roadster im All: Die private Raumfahrt erlebt in den letzten Jahren einen wahren Boom. Dabei geht es oft einfach um Aufmerksamkeit und die Gewinnung von Investoren, um neue Technologien weiterzuentwickeln. Alternativ geht es aber auch darum, dass man solche Großprojekte nachhaltig und schonend gestalten kann.

Wenn wir davon profitieren können, dass die private Raumfahrtindustrie wiederverwendbare Raketen entwickelt, wollen wir natürlich, dass sie Erfolg haben.

Jim Bridenstine, NASA-Direktor, bei einer Vorführung der Orion-Testkapsel

Nachhaltigkeit im All: Die Recycling-Mondfähre

Die NASA möchte insbesondere von den verschiedenen privaten Raumfahrtprojekten profitieren, die kleinere und wiederverwendbare Spaceshuttles entwickeln und testen. Die NASA selbst hat in der Vergangenheit hauptsächlich an großen Raketen gearbeitet, die nicht recyclebar sind. Beispielsweise das Space Launch System (SLS), das seit 2011 entwickelt wird und mit dem auch die Orion-Kapsel ins All fliegen soll.

Ein Start des SLS kostet ein bis zwei Milliarden US-Dollar. Im Vergleich dazu liegt ein Start der „Falcon Heavy“ von SpaceX bei nur rund 150 Millionen Dollar – also etwa ein Zehntel. Anlässlich einer Besichtigung der Orion-Testkapsel äußerte sich der neue NASA-Direktor zu kommenden Entwicklungen:

Updates

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Uns ist klar, dass die Wiederverwendbarkeit von Raketen ein Meilenstein ist und den Zugang zum Weltraum verändert. Wiederverwendbare Komponenten verringern die Kosten.

Jim Bridenstine, NASA-Direktor

Der Wettbewerb unter den privaten Raumfahrtakteuren treibt die Teams zu Höchstleistungen an und sorgt für besondere Innovationskraft der einzelnen Player – sodass auch Projekte wie die Raumfahrt und Landungen auf dem Mond in Zukunft dank Recycling nachhaltig und weniger energieaufwändig sein können.

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