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Nachhaltig shoppen: Das Recycling-Kaufhaus

von Sabrina Lieb

Wer nachhaltig einkaufen möchte und Second Hand bevorzugt, muss nicht mehr auf den Flohmarkt gehen: In Schweden hat ein Recycling-Kaufhaus eröffnet. Die 14 Geschäfte darin haben sich zu umweltfreundlichem Handeln verpflichtet.

Geschäft mit Recycling-Artikeln
So edel kann Recycling sein: Was hier aussieht wie teure Möbel vom Designer, ist in Wahrheit Second Hand. Foto: ReTuna

Das erfahren Sie gleich:

  • In Schweden gibt es ein Kaufhaus für gebrauchte Gegenstände
  • 14 Geschäfte bieten dort Recycling-Artikel an
  • Auf Plastikverpackungen müssen die Läden im Kaufhaus verzichten

Kaufhaus statt Flohmarkt

„Das Regal da hinten hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel, der Sessel sieht schon etwas abgegriffen aus – aber zum Wegwerfen sind die beiden zu schade." Typischer Monolog eines typischen Menschen mit typischer Einrichtungssituation: Altes muss raus, etwas Anderes soll hinein. Aber nachhaltig – und nicht so teuer.

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Wer nachhaltig shoppen wollte und Recycling besser fand als alles immer neu zu kaufen, der ging bisher auf den Flohmarkt. Doch in Schweden gibt es bereits eine neue Form des umweltfreundlichen Kaufens: Vor rund zwei Jahren hat das wohl ungewöhnlichste Kaufhaus der Welt seine großen Pforten geöffnet. Hier können Kunden ihre gebrauchten Gegenstände abgeben und wiederum neue aus zweiter Hand kaufen. Damit dürfte die ReTuna Återbruksgallerai in Eskilstuna (zu deutsch: Retuna Recycling Galerie) westlich von Stockholm eines der nachhaltigsten Einkaufszentren sein, die es derzeit gibt. Das Vorbild dafür kommt allerdings aus Deutschlands: Bereits 2014/2015 öffnete in Heidelberg das erste Recycling-Kaufhaus seine Tore.

14 Geschäfte mit Recycling-Artikeln

Das Prinzip funktioniert dabei ähnlich wie bei einem Second-Hand-Laden oder auf dem Trödelmarkt. Nur mit dem Unterschied, dass Kunden hier durch ein umfangreiche Sortiment von 14 Geschäften stöbern können, in denen gebrauchte Gegenstände ihren Besitzer wechseln dürfen. Neben Möbeln und Kleidungsstücken gibt es hier Fahrräder, Spielsachen, Computer, aber auch Baustoffe und Garten- sowie Haushaltsgeräte. Was hier nicht landet? Herkömmliche Neuware. Dafür alles, was sich in gutem Zustand hält und bereit ist für ein zweites Leben. Was nicht wiederverwendet werden kann, landet auf dem eigenen, städtischen Wertstoffhof.

Geschäft mit Recycling-Artikeln
Gebraucht wie neu: Alle Artikel in dem Kaufhaus werden vor dem Verkauf wieder in Stand gesetzt, falls es nötig ist. Foto: ReTuna

Nachhaltig einkaufen auf vielen Ebenen

Gemanaged wird das Gebrauchtwaren-Kaufhaus von Anna Bergström. Die Frau mit den langen, dunklen Haaren erklärt das Konzept: „Unsere Idee ist, dass die Kunden zu uns kommen und zum Beispiel einige Möbel- oder Kleidungsstücke hier lassen, für die sie keine Verwendung mehr haben. Dann drehen sie eine Runde in der Mall und finden dabei vielleicht eine neue Jacke oder einen Bilderrahmen für ein Foto ihres Großvaters, der das Bild noch einzigartiger macht.“ Bevor die alten Gegenstände jedoch ein neues Zuhause finden, werden sie nach ihrer Abgabe von den Mitarbeitern der Stadt Eskilstuna zunächst sortiert, bei Bedarf repariert und dann schließlich einem Geschäft des Einkaufszentrums zugeordnet.

Wenn die Menschen gehen, sollen sie das Gefühl haben, dass sie etwas Gutes getan haben.

Dabei müssen alle Geschäfte in der Gebrauchtwaren-Mall auf umweltfreundliche Weise funktionieren, beispielsweise indem auf unnötige (Plastik-)Verpackungen verzichtet wird. Darüber hinaus gibt es ein Restaurant mit Bio-Speisen. Nachhaltiges Einkaufen und umweltbewusstes Konsumieren auf möglichst vielen Ebenen – für die Managerin Anna Bergström der Treibstoff für ein zukunftsorientiertes Unternehmen: „Wenn die Menschen gehen, sollen sie das Gefühl haben, dass sie etwas Gutes für die Umwelt und das Klima getan haben.“

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