Elektromobilität

Nachhaltig reisen: Mit dem Elektro-SUV auf Safari

von
Carola Franzke

Nachhaltiges Reisen ist im Trend, und ein erster Testlauf war erfolgreich: Doch sind Elektro-SUVs zum Einsatz auf Safaris wirklich eine gute Idee?

Wildtiere grasen auf einer grünen Wiese.
Einzigartiges Naturerlebnis: Safaris in Tansania werden mit E-Autos nachhaltiger. Foto: Shutterstock / GROBELSKA

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum ein Safari-Veranstalter jetzt auf Elektro-SUV setzt
  • Wo die neuen Geländewagen mit Elektromotor zum Einsatz kommen
  • Wieso immer mehr Veranstalter nachhaltige Reisen anbieten

Mit dem Elektro-SUV zu den Big Five: Der Mount Kilimanjaro Safari Club (MKSC) testet seit Juni 2018 den Einsatz von zwei Elektro-Fahrzeugen für seine Gäste. Die Fahrten sind bislang so gut verlaufen, dass der Reiseanbieter angekündigt hat, seine gesamte Fahrzeugflotte auf Elektro-SUVs umstellen zu wollen.

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„Ich war skeptisch, ob Elektrofahrzeuge wirklich geeignet sind", sagt MKSC-Geschäftsführer Dennis Lebouteux, "doch der Langzeittest ist überzeugend – bisher gab es weder Pannen, noch waren Wartungsarbeiten erforderlich.“

Die neuen Elektro-SUVs sollen die Safaris in Tansania unabhängig von Benzin- oder Diesellieferungen machen, denn sie sollen mit Solarenergie in den Camps geladen werden. Damit ist der Einsatz der Elektrofahrzeuge auch unabhängig von der unzuverlässigen Stromversorgung öffentlicher Netze.

Elektro-SUV: Die Vorteile

Neben den ökologischen und wirtschaftlichen Vorteilen, die mit den Elektro-SUVs verbunden sind, hofft das Reiseunternehmen auch, dass die leisen Motoren eine größere Nähe zu den Wildtieren ermöglichen werden.

Das allerdings wird Afrika-Kennern kaum ein müdes Lächeln hervorlocken: Für normale Städter mag es völlig unvorstellbar sein, aber Löwen, Elefanten und Giraffen lassen sich von den Motorgeräuschen kaum beeindrucken und nehmen die Touristen bestenfalls als Teil ihres Alltags oder gar nicht wahr. Sie gehen ihrer Wege, und dieser Weg kann auch neben einem Dieselmotor sein.

Vielmehr ist die Frage, wie sicher die Elektro-SUVs im Einsatz in weitläufigen Nationalparks voller gefährlicher Raubtiere sein können. Nicht alle Parks bieten flächendeckenden Handy-Empfang wie etwa der Krüger-Nationalpark in Südafrika. Die Mehrzahl der Naturschutzgebiete ist nicht auf so etwas ausgelegt, und wenn man etwa mitten in der Kalahari mit leerem Akku liegen bleibt, kann der Ruf nach Hilfe schwierig werden. Allerdings gilt das genauso für leere Benzintanks.

Nachhaltiges Reisen in Afrika

Für MKSC ist die Umstellung auf neue Geländewagen für ihre Safaris nur logisch: Das Unternehmen strengt sich bereits seit Jahren an, das Reiseerlebnis in der Serengeti möglichst nachhaltig zu gestalten.

So nutzen die Camps bereits jetzt Solarenergie zur Warmwasserbereitung und zur Stromgewinnung. Zudem verwenden sie Gasflaschen, anstatt Feuerholz aus der Natur zu entnehmen. Das Sammeln von Feuerholz ist ohnehin schon in vielen afrikanischen Nationalparks und Schutzgebieten verboten.

Der Grund: Im verrottenden Holz leben Insekten, die für die Nahrungskette und das natürliche Gleichgewicht wichtig sind. Zudem bieten abgebrochene Zweige und heruntergefallene Holzstücke Schutz für die kleineren Bewohnern der Savannen und Wüsten, wie etwa Mungos oder Erdmännchen.

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Nachhaltigkeit beim Urlaub ist einer der großen Trends der Reisebranche. Gerade Afrika-Reisende, die überwiegend wegen der atemberaubenden Natur und der gefährdeten Tierarten kommen, dürften sehr empfänglich dafür sein. Nachdem die lange Anreise im Flugzeug schon nicht gut für das grüne Gewissen ist, können Urlauber sich dann zumindest vor Ort anders und ressourcenschonend verhalten. Der Elektro-SUV ist ein erster wichtiger Schritt dorthin.

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