Leben

Nachhaltig leben: Fünf Produkte, mit denen Sie die Umwelt schützen

von Michaela Gerganoff

Ein Waschbeutel zum Schutz der Meere oder ein Blumentopf für saubere Luft? Wir haben fünf Ideen für ein nachhaltiges Leben, die kaum Einsatz erfordern.

Luftaufnahme des Wasserfalls Seljalandsfoss im Süden Islands.
Ab geht's: Es braucht nur ein bisschen umdenken beim Einkaufen, um unsere einzigartige Natur zu schützen – wie hier den Wasserfall Seljalandsfoss in Island. Foto: Unsplash/Willian Justen de Vasco

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum es gar nicht so aufwendig ist, die Umwelt zu schützen
  • Wie jeder allein schon mit nachhaltigem Einkaufen etwas tun kann
  • Welche Shopping-Tipps aio für ein nachhaltiges Leben hat

Nachhaltig einkaufen und die Umwelt schützen

Die Umwelt schützen und nachhaltig leben – immer mehr Menschen wollen fair mit den Ressourcen der Erde umgehen. Dafür müssen sie aber nicht unbedingt gleich ihr komplettes Leben verändern. Nachhaltig einkaufen alleine bringt schon eine ganz Menge. Wir haben 5 Tipps, mit den Sie die Umwelt schützen und noch stärker nachhaltig leben als bisher.

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1. Guppyfriend - der Waschbeutel gegen giftiges Mikroplastik

Unsere Weltmeere versinken im Müll: drei Viertel davon macht Plastik aus. Als besonders schwierig gilt Mikroplastik. Darunter versteht man Kunststoffe, die kleiner sind als fünf Millimeter.

Diese werden nicht nur als Binde- und Schleifmittel in vielen Kosmetikprodukten, wie Cremes verwendet, sondern auch in der Textilindustrie bei Materialien mit Kunststoffanteil, etwa Acryl und Polyester.

Jeder Waschgang damit bringt ein kleines Ökodesaster ins Rollen: Besonders bei Funktionskleidung und Socken lösen sich in der Waschmaschine Mikrofasern, die ins Abwasser gelangen und von Kläranlagen kaum gefiltert werden können.

Eine simple und effektive Lösung bietet der Guppyfriend, ein recycelbarer Waschbeutel aus Polymerfäden, der auch die kleinsten Fasern zurückhalten kann. Entwickelt wurde der Beutel von einer Gruppe deutscher Surfer und Naturfreunde, die sich Langbrett nennen. Die Handhabung ist total einfach: Wäsche in den Beutel stecken und wie gewohnt waschen. Danach die Kleidung herausnehmen und das Mikroplastik mit der Hand entfernen. Der Guppyfriend kostet 29,75 Euro.

2. Veganer Käse aus der Schweiz

Wie bringt man veganes Leben und Käse unter einen Hut? Gar nicht? Für die beiden frischgebackenen Veganer Alice und Freddy war das nicht zu akzeptieren. Weil sie nicht auf Käse verzichten wollten, machten sich die zwei Schweizer voll Idealismus und Erfindungsreichtum an eine alternative Herstellung ohne Milch.

Die Befriedigung unserer Geschmacksnerven darf nicht auf Kosten anderer Lebewesen geschehen.

Die Käsefreunde experimentierten so lange, bis sie Erfolg hatten. Unter dem Namen New Roots verkaufen sie jetzt leckeren, handgemachten veganen Käse auf Basis von Cashewnüssen. Es gibt bereits acht Sorten, von Weich- bis Hartkäse, die online verkauft werden. Das Motto der Käseliebhaber: "Die Befriedigung unserer Geschmacksnerven darf nicht auf Kosten anderer Lebewesen geschehen. Tiere sind keine Ressourcen für Nahrung."

3. Airy – saubere Luft mit einem Pflanzentopf

Die NASA hat herausgefunden, dass Pflanzen die Luft nicht alleine über ihre Blätter reinigen – auch die Wurzeln sind dafür verantwortlich. Der Blumentopf AIRY (79,90 Euro) nutzt dieses wissenschaftliche Ergebnis und steigert mit einer speziellen Konstruktion – ohne Strom oder den Einsatz von Chemie – die Belüftung der Wurzeln.

Dadurch sind die Pflanzen achtmal leistungsfähiger als in einem normalen Topf und wandeln Schadstoffe aus der Raumluft rückstandslos in für sie verwertbare Nährstoffe um. Eine sehr bequeme Möglichkeit, das Klima zumindest in den eigenen Räumen zu verbessern.

4. The shoe that grows: Kinderschuhe, die mitwachsen

Jedes Elternteil kann ein Lied davon singen: Kinderfüße wachsen so schnell, dass man beim Schuhkauf kaum noch hinterherkommt. In ärmeren Regionen ist dieser Bedarf nicht zu finanzieren, was zu einer großen Not führt.

Zu kleine Schuhe verformen Kinderfüßchen und führen zu Rückenleiden; durch Barfußlaufen werden Krankheiten aus dem Boden übertragen. Selbst der Schulbesuch steht infrage, da zur benötigten Uniform eben auch Schuhe gehören.

Eine clevere Lösung bietet The Shoe that Grows, also Schuhe die mitwachsen, und zwar bis zu fünf Größen. Von der Hilfs-Organisation "Because International" entwickelt, wurden inzwischen wurden schon 120.000 Paar Schuhe in 91 Ländern verteilt. Unterstützen kann man das Projekt mit Spenden oder durch Mithilfe.

Kinder stehen auf rotem Sand und probieren die mitwachsenden Schuhe an
Anprobe: Der mitwachsende Schuh passt für fünf verschiedene Schuhgrößen. Für jeweils 15 Dollar Spendengeld (knapp 13,50 Euro) kann ein Kind mit einem Paar ausgestattet werden. Foto: Because International

5. Air Ink nutzt Luftverschmutzung für Tinte und Marker

Feinstaub könnte bald dank eines findigen Start-ups für die Farbindustrie nützlich sein. Wie das möglich ist? Der Inder Anirudh Sharma und seine Mitgründer bei Graviky Labs haben es geschafft, aus Feinstaub 150 Liter schwarze Tinte und verschiedene Marker-Füllungen zu gewinnen: Air Ink.

Damit diese clevere Lösung nicht nur eine Idee bleibt, sammeln die Erfinder über Crowdfunding Geld für die Produktion. Ressourcen gibt es genug: Aus 45 Minuten Auto-Emissionen entstehen 30 Milliliter Tinte.

Fazit: Mikroplastik in der Wäsche verhindern oder ein neues, nachhaltiges Produkt wie die Tinte aus Feinstaub unterstützen: Nachhaltig leben und die Umwelt schützen ist gar nicht so aufwendig. Und falls Sie sich für nachhaltige Mode interessieren – auch dafür haben wir Tipps!

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