Leben

Müde? Mit dem richtigen Frühstück werden Sie fit!

von Sabrina Lieb

Es gibt Lebensmittel, die machen uns nach kurzer Zeit schon wieder müde. Wir zeigen fünf Food-Fehler – die häufigsten machen wir übrigens beim Frühstück.

Eine Kaffeetasse auf dem Schreibtisch
Kaffee am morgen macht wach – aber nur, wenn wir ihn nicht auf nüchternen Magen trinken. Beim Frühstück können wir so einiges ändern, um nicht mehr so müde zu sein. Foto: Unsplash/Bruno Cervera

Das erfahren Sie gleich:

  • Iss dich müde! Müdigkeit ist auch eine Folge von falschem Essen
  • Die meisten Lebensmittel, die müde machen, sind echte Frühstücksklassiker
  • Gesundes Frühstück mit Nüssen – unbedingt, aber bitte in Maßen!

Müdigkeit durch falsche Lebensmittel

Morgens kommen wir nicht raus, Mittags überkommt uns das Suppentief und Abends wollen wir nur noch auf's Sofa – na, wem kommt das bekannt vor? Schuld an unseren Müdigkeitstiefs kann das falsche Essen sein. Das Erstaunliche daran: Viele der müdigkeitsfördernden Nahrungsmittel sind typische Frühstücksklassiker. Schluss mit Schlappheit! Wir zeigen fünf Food-Fehler.

Der Kaffee am Morgen – bitte nicht auf leeren Magen!

Ohne Zweifel, die beliebte Brühe ist ein echter Wachmacher. Trinken wir starken Kaffee jedoch auf leeren Magen, kann er genau das Gegenteil bewirken. Nach 30 Minuten setzt plötzlich eine starke Müdigkeit ein. Warum macht uns das koffeinhaltige Getränk wieder schlapp? Verantwortlich dafür sind unsere Blutgefäße, die durch das Koffein zusammengezogen werden und so die Sauerstoffzufuhr im Gehirn ausbremsen. Auch regen die Röststoffe die Magensäurebildung an, die zu Sod- oder Magenbrennen führen kann – was den Körper wiederum unnötig belastet. Darüber hinaus pusht Kaffee die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Unser Körper hat jedoch am Morgen ohnehin schon meist ein zu hohes Cortisol-Level und braucht mit Kaffee auf leeren Magen noch einmal länger, um sich wieder zu normalisieren.

Süß und fett – Lebensmittel, die müde machen

Sie machen sich morgens erstmal eine große Schüssel Schokomüsli oder kaufen sich unterwegs gerne schnell ein Croissant beim Bäcker? Beides zweifelsohne lecker aber nicht besonders gut für unsere Konzentration. Durch den hohen Zuckeranteil ist man zwar kurz aufgeputscht, fällt aber nach kurzer Zeit wieder zurück in ein Müdigkeitsloch. Auch braucht unser Körper viel Energie, um schwere, fettige Speisen zu verdauen. Weil das Blut in den Magen gepumpt wird, schaltet der Kopf praktisch ab. Besser: Ungesüßtes Müsli mit vielen wertvollen Ballaststoffen und frischem Obst. Wer Rohkost nicht verträgt, probiert es ayurvedisch: Braten Sie sich ein paar Apfelscheiben in Ghee an (geklärte Butter, gibt es im Bioladen) und geben eine halbe Tasse Haferflocken, 200 ml Apfelsaft, einen Schuss Mandelmilch und einen Teelöffel ayurvedischer Gewürzmischung aus Zimt, Kardamom, etwas Pfeffer und gemahlenem Kurkuma dazu.

Croissants auf einem Teller
Ein Croissant am Morgen klingt lecker – ist aber nicht hilfreich gegen die Müdigkeit. Denn zu viel Fett und Zucker machen müde. Foto: Unsplash/Alisa Anton

Müde? Die Milch macht's!

Die Milch im Müsli oder der schnelle Joghurt am Morgen ist bei vielen ein beliebter Frühstückssnack. Doch damit haben Sie sich schon den nächsten Kandidaten für Ihre Müdigkeit auf den Tisch gepackt. Milch und auch Milchprodukte wie Joghurt und Quark machen aufgrund ihrer Zusammensetzung schnell wieder schlapp. So sorgt das in der Milch enthaltene Eiweiß Tryptophan dafür, dass der Körper Melatonin bildet. Der Botenstoff wird in der Zirbeldrüse – einem Teil des Zwischenhirns – aus Serotonin produziert und steuert den menschlichen Tag-Nacht-Rhythmus. Ein Melatonin-Anstieg führt zu einer Erweiterung der peripheren Blutgefäße, die als Einschlafsignal wirken. Schon gewusst: Der Melatonin-Spiegel im Blut steigt über den Tag langsam an und erreicht mitten in der Nacht – etwa zwischen zwei und drei Uhr – seinen Höhepunkt.

Warum Sie keine Banane zum Frühstück essen sollten

Die gelben Paradiesfeigen sind eine wahre Kalium- und Magnesiumquelle. Dadurch wird den Muskeln signalisiert, dass sie sich entspannen können. Dieser Effekt ist zwar ganz wunderbar für den Abend, aber nicht wirklich am Morgen, um mit Schwung in den Tag zu starten. Durch den Verzehr steigt zudem der Blutzuckerspiegel und auch der Säurepegel schießt in die Höhe. Damit liefert die Banane zwar einen schnellen Energieschub – dieser hält aber nur für kurze Zeit an. Eine einzige Banane besteht aus sage und schreibe 25 Prozent Zucker. Und der nächste Heißhunger – der wartet schon an der nächsten Ecke.

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Gesundes Frühstück mit Nüssen – aber bitte in Maßen

Macadamia, Walnüsse, Haselnüsse – die kleinen sogenannten Schließfrüchte (der Name rührt daher, weil alle drei Schichten der Fruchtwand verholzen) sind gesund. Sie schützen Bauchspeicheldrüse und Herz. Schon ein paar Portionen Nüsse in der Woche bieten einen Schutz vor Herzinfarkt und Schlaganfall. Der regelmäßige Verzehr von Nüssen kann aber auch das Risiko von Diabetes und Bauchspeicheldrüsenkrebs reduzieren.

Bei Nüssen gilt: unbedingt essen, aber bitte in Maßen!

Doch leider tendieren wir bei den kleinen Leckereien häufig dazu, schlicht zu viele von ihnen zu essen. Da Nüsse eine große Menge an Fett enthalten, benötigt der Körper viel Energie, um sie zu verdauen. Je mehr Energie unser Verdauungstrakt benötigt, umso weniger Kraft steht ihm dann für den Rest des Körpers zur Verfügung. Hier gilt wie bei vielen anderen gesunden Lebensmitteln: Unbedingt essen, aber bitte in Maßen! Übrigens: Cashewnüsse, Mandeln, Muskatnüsse, Kokosnüsse und Pistazien sind im botanischen Sinne keine Nüsse, weil bei diesen Steinfrüchten nur die innere Fruchtwand verholzt und diese außen von einer weichen Hülle – dem Fruchtfleisch – umgeben sind.

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