Elektromobilität

Modulares Ladesystem: 500 kW Leistung und V2G

von
Thomas Pitscheneder

Eine volle Ladung für das Elektroauto in weniger als 15 Minuten? Zwei Firmen aus Regensburg könnten dafür bald die Voraussetzungen schaffen.

Fahrer wartet auf die Aufladung seines Elektroautos
Mit der neuen Technik aus Bayern könnte das Elektroauto in einer kurzen Kaffeepause vollgeladen sein. Sogar die Abgabe von Strom zurück ans Netz ist möglich. Foto: Getty Images/iStockphoto

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Elektroautos noch eine Geduldsprobe sind
  • Wie zwei Firmen aus Bayern das ändern wollen
  • Wie ihre Innovation dem Stromnetz helfen soll

Zum großen Erfolg von Elektroautos fehlt es noch an der notwendigen Ladeinfrastruktur. Zwar wächst die Zahl der Stromtankstellen immer weiter an, doch Schnellladesäulen sind noch immer Mangelware. Wer sein Auto aufladen möchte, muss deshalb meist lange warten. Lange Reisen sind für Fahrer eines elektrischen Fahrzeugs eine Geduldsprobe.

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Zwei Firmen in Bayern wollen das Problem mit einer neuen Technologie lösen – die könnte nebenbei noch das Stromnetz stärken.

Aus Regensburg: Schnelllader mit 500 kW Ladeleistung

Die in der Oberpfalz ansässigen Unternehmen AVL Software und Functions GmbH und Prettl Elektrik Automotive GmbH arbeiten zusammen an einem modularen Ladesystem. Das soll alle bisherigen Standards und Ladeleistungen vereinen. Allerdings sind damit wohl Spannungen bis 963 Volt und eine maximale Ladeleistung von 500 kW möglich.

Ein Auto mit entsprechendem Lader wäre somit in der Lage, innerhalb von wenigen Minuten bis zu 500 Kilometer Reichweite in seine Akkus zu laden. Ein Tesla Model 3 mit 75 kWh fassender Batterie bräuchte für eine volle Ladung etwa neun Minuten, ein Audi e-tron mit 95-kWh-Akku wäre in rund 12 Minuten geladen.

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Anbindung an das öffentliche Stromnetz

Das System soll zudem die Rückgabe von Strom an das öffentliche Netz ermöglichen. Das als "Vehicle-to-Grid" (V2G) bekannte System soll die zusätzliche Belastung durch Elektroautos abfangen. Die Fahrzeuge dienen durch einen bidirektionalen Ladeanschluss dabei als mobile Stromspeicher.

Eine intelligente Steuerung könnte in Zukunft bei Spitzen Strom aus den Akkus saugen und in ruhigeren Momenten Energie an das Auto abgeben. Beim modularen Ladesystem erhalten die beiden Firmen Unterstützung vom E-Mobilitätscluster Regensburg und eine Förderung vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

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