Elektromobilität

„Mir ist langweilig!“: Entspannt Auto fahren mit Kindern

von Gertrud Teusen

Wann sind wir denn endlich da?“ Während langer Autofahrten liegen Kindern ihren Eltern in den Ohren. Mit etwas Phantasie überlisten Sie die Langeweile.

Kind im Auto spielt mit iPad
Mini-Entertainment: Viele Kinder lassen sich im Auto mit dem iPad oder anderen Geräten ablenken. Aber Achtung: Das lange Starren auf den Bildschirm kann Übelkeit und Kopfschmerzen verursachen. Foto: picture alliance / Jan Haas

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Kinder im Auto oft quängeln
  • Wie Sie für mehr Entspannung sorgen
  • Wieso hinter schlechter Laune oft Reiseübelkeit steckt

Kinder im Auto – oft eine Bewährungsprobe

Wenn Kinder nicht so können, wie sie wollen, oder wenn sie einfach nicht wissen, was sie wollen, dann ist die Phantasie der Eltern gefragt. In diese Sinne sind lange Autofahrten (beispielsweise in den Urlaub) eine echte Herausforderung. Eltern kennen den berühmten Satz: "Mir ist langweilig!" (gerne mit einem ganz langen A gesprochen).

Begriffe wie 'bald' oder 'gleich' können kleine Kindern nicht zuordnen.

Der Grund für die Langeweile liegt auch darin, dass vor allem Kleinkinder noch kein Zeitgefühl haben. Begriffe wie „bald“ oder „gleich“ können sie nicht zuordnen. Und deshalb beruhigt es sie keineswegs, wenn die Eltern immer wieder versichern: „Wir sind ja bald da!“

Insbesondere auf der Fahrt in den Urlaub werden die Nerven der Eltern auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Die Anreisephase ist für Kinder und somit auch für die Eltern wirklich unangenehm. Trotzdem ist das Auto für meisten Erwachsenen das beste Transportmittel, für Kinder ist es aber keineswegs ideal.

Maximal sechs Stunden pro Etappe

Je kürzer, desto besser – würden wahrscheinlich die Kinder sagen, wenn man sie denn fragen würde. Der ADAC rät: „Fahren Sie mit Kindern nicht mehr als 500 Kilometer an einem Tag.“ Aber damit kommt man natürlich nicht besonders weit. Beispielsweise dann, wenn man in Hamburg wohnt und nach Italien möchte. Für Kinder bis sechs Jahren gilt eine Tagesetappe von etwa sechs Stunden. Das ist der Idealfall – und das ist die Ausnahme. So oder so sollten Sie alle zwei Stunden eine Pause einlegen und dann den Kindern die Gelegenheit geben, sich eine halbe Stunde auszutoben. Viele Eltern ziehen es deshalb vor, über Nacht zu fahren. Ob man das tut, hängt von der persönlichen Kondition ab und natürlich davon, ob die Kinder im Auto schlafen können und wollen.

Warum Kinder Autofahren nicht mögen

Für Eltern ist das Reisen mit dem Auto immer noch die erste Wahl. Man ist flexibel und hat vor allem genügend Platz für allerlei Gepäck. Klar ist, dass man mit Kindern auch besonders viel einpacken muss, um für einen unbeschwerten Urlaub gerüstet zu sein. Schon beim Packen ist ein gewisses Geschick erforderlich, denn der Innenraum sollte nicht als Stauraum genützt werden. Ist der Kofferraum dennoch zu klein, sollte sich der Autobesitzer einen stabilen Dachgepäckträger besorgen, um den Innenraum freizuhalten. Schützen Sie (kleine) Kinder vor direkter Sonneneinstrahlung. Ideal sind Sonnenjalousien, die den Rundumblick des Fahrers sind stören.

Selbst bei idealen Verhältnissen fühlen sich Kinder im Auto eingesperrt.

Und damit sind wir auch schon beim Thema „Warum Kinder Autofahren doof finden“. Alle Beteiligten müssen während der Fahrt angeschnallt sitzen bleiben – Kinder natürlich im Kindersitz. Achten Sie darauf, dass dieser zwar sicher, aber nicht einengend ist. Aber selbst bei idealen Verhältnissen fühlen sich Kinder im Auto eingesperrt. Sie müssen ihren natürlichen Bewegungsdrang unterdrücken, und das Stillsitzen ist für sie eine körperliche Anstrengung. Diese kann im wahrsten Sinn des Wortes weh tun.

Nicht nur deshalb sollten Kinder stets bequem reisen, also in Kleidung, die nicht einengt, zu warm oder zu luftig ist. Auch auf Schuhe dürfen Kindern gern verzichten, dicke Socken tun es während der Fahrt auch. Leider lassen sich nicht alle Fahrzeuge optimal temperieren. Entweder es ist zu warm oder zu kalt. Da in der Regel die Befindlichkeiten des Fahrers vorgehen, müssen die der Mitreisenden hintenan stehen. Auch wenn zu viel Gepäck im Innenraum verstaut ist, stört das die Luftzirkulation.

Hinter schlechter Laune steckt oft Reiseübelkeit

Das schlechte Klima ist übrigens einer der Gründe dafür, dass den meisten Kindern bei Autofahren schlecht wird. Nur können sie das – je jünger sie sind, desto weniger – nicht richtig äußern. Ihnen geht es wie vielen Erwachsenen auch – das Reisen auf der Rückbank ist nicht jedermanns Sache. Dieses Unbehagen über ihre Reiseübelkeit bringen Kinder durch weinen, quengeln, schlechte Laune oder Hyperaktivität zum Ausdruck. Gegen Reiseübelkeit helfen Zäpfchen, bei älteren Kindern auch spezielle Kaugummis.

Kinder im Auto brauchen Unterhaltung

Weil die Spielmöglichkeiten im Auto beschränkt sind, kommt Langeweile auf. Noch dazu vermissen Kinder die Aufmerksamkeit der Eltern, denn die konzentrieren sich meist auf die Straße. Quengeln die Kinder dann, sind die Nerven der Eltern strapaziert. Die schlechte Laune auf allen Seiten trägt dann auch nicht gerade zur Entspannung bei. Und irgendwann kommt dann wieder das berühmte: "Mir ist langweilig!"

Die Unterhaltung der kleinen Mitfahrer ist unter Umständen eine große Herausforderung und bedarf einer ebenfalls sorgfältigen Planung. Sorgen Sie deshalb für regelmäßige Highlights, die eine auch so langweilige Autofahrt aufpeppen.

Klassisches Spielzeugauto aus Blech
Klassiker für die Reise: Auch traditionelles Spielzeug kann Kinder im Auto von der langen Fahrt ablenken. Foto: Pexels/Nubia Navarro

1. Zwischenstopps planen

Schauen Sie bei der Reiseplanung auch einmal, was es sich links und rechts der Autobahn entdecken lässt. Ein großer Spielplatz, ein Wildgehege oder ein Picknick am See sorgen für eine angenehme Abwechslung aus der stupiden Autofahrerei.

2. Klassiker nicht vergessen

Der Klassiker für unterwegs sind Malstifte und Papier. Auch eine entsprechend stabile Unterlage sollte mit ins Reisegepäck. Außerdem sollten Lieblingsbücher zum Vorlesen und Kuscheltiere immer griffbereit sein. Mit lustigen Handpuppen lassen sich unterhaltsame Geschichten erzählen. Falls Sie dazu Inspiration suchen, recherchieren Sie vor der Reise im Internet.

3. Tablets und Laptops

Ältere Kinder lassen sich mit elektronischen Spielen und mobilen Endgeräten ablenken. Allerdings müssen Tablets, DVD-Player und Laptops gut gesichert sein, damit sie bei plötzlichen Bremsmanövern nicht zum gefährlichen Geschoss werden. Auch kann das zu lange Starren auf den Bildschirm zu Übelkeit und Kopfschmerzen führen.

Neu angetrieben

Nachhaltigkeit bei Audi.

Mehr erfahren

4. Packen Sie eine Wundertüte!

Überraschen Sie ihre Kinder unterwegs mit etwas Neuem. Ähnlich einer Wundertüte sollten Sie schon vor der Reise ein Spielzeug kaufen, das es erst während der Fahrt gibt. Da dürfen gern auch ein paar (wenige) Leckereien drin sein. Das wichtigste ist allerdings, dass es eine Überraschung ist.

5. Babys beruhigen

Die schwierigste Klientel beim Autofahren sind die Babys. Sie haben noch zu wenige Ausdrucksmöglichkeiten, um Missempfinden auszudrücken. Beruhigend wirken sanfte Berührungen. Zeichen Sie beispielsweise mit dem Finger das Gesicht das Babys nach, streichen Sie sanft über Wangen, das Kinn, die Ohren entlang und zur Nase hin. Sprechen Sie dabei beruhigend auf das Kind ein. Ein kleiner Trick, der meistens funktioniert: Legen Sie die Fingerkuppe ihres Zeigefingers zwischen die Augenbrauen des Babys. In den meisten Fällen beruhigen sich die Kinder dann und schlafen ein.

Updates

Bleiben Sie zum Thema Elektromobilität immer informiert.

Auch interessant

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.