Elektromobilität

Mikromobilität: Ein faltbarer E-Flitzer für den letzten Kilometer

von
Sabrina Lieb

"UrmO" heißt ein neues Elektrokleinstfahrzeug, das zusammengefaltet nur noch die Größe eines Aktenkoffers hat. Das soll das Hoverboard können.

Zwei Männer im Business-Outfit auf UrmO Hoverboards.
UrmO verspricht Mobilität auf der letzten Meile – mit einem leichten und kompakten Hoverboard. Foto: UrmO

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie der faltbare Flitzer UrmO die Lücke zwischen Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln schließen soll
  • Geschwindigkeit, Preis, Marktstart: Wie die wichtigsten Eckdaten des Hoverboards aussehen
  • Wie sich das Start-up auf den Zulassungsstart in Deutschland vorbereitet

Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit dem Auto in die Stadt und stehen nie wieder im Stau. Oder aber Sie sind mit dem Bus oder der Bahn unterwegs und die Station ist fortan leichter zu erreichen. Diese Zukunftsszenarien kommen aus der Kreativschmiede von Felix, Jakob und Sebastian.

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audi.de/DAT-Hinweis

Das Start-up aus München hat einen faltbaren Elektroflitzer namens "UrmO" entwickelt. Zusammengefaltet gerade mal so groß wie ein Aktenkoffer, soll das Elektrokleinstfahrzeug ideal für den Straßenverkehr sein. Das kleine, elektrisch betriebene Gefährt lässt sich dabei entspannt in den Kofferraum legen oder ganz einfach mit in öffentliche Verkehrsmittel nehmen, ohne dass der Inhaber jedoch ein zusätzliches Ticket lösen muss.

Was die Nutzung im Straßenverkehr betrifft, gibt es zwar aktuell noch Auflagen. Jedoch sollen ab nächstem Jahr Hoverboards sowie andere kleine Elektro-Fahrzeuge in Deutschland einer neuen Fahrzeugklasse zugeordnet werden.

UrmO: Elektrokleinstfahrzeug für die Stadt

Gerade mal 6,5 Kilogramm wiegt das kleine, elektrische Fahrzeug. Mit seinem leichten Gewicht und dem Klappmechanismus soll "UrmO" vor allem den Alltag von Stadtbewohnern flexibler gestalten. In gerade mal zwei Sekunden lässt sich das E-Board mit einem einfachen Handgriff auf die Größe eines handelsüblichen Aktenkoffers zusammenfalten.

Laut den Gründern wird "UrmO" damit zu einer idealen Ergänzung zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln und soll vor allem die Lücke zwischen Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln schließen. So will das Unternehmen das Problem der letzten Meile handlich und praktisch lösen.

Geschwindigkeit, Preise, Marktstart

Zugegeben, ein bisschen Übung braucht es schon, um sicher durch die Straßen zu navigieren. Hier ist Balance gefragt, denn der Fahrer steuert das Fahrzeug mittels intuitiver Gewichtsverlagerung. Dafür können sich geübte Fahrer des Klapp-Hoverboards auf eine Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h freuen.

Nach Unternehmensangaben reicht eine Batterie-Ladung für eine Tour von rund 20 Kilometern locker aus. Nach der Kickstarter Kampagne wird "UrmO" nun kommendes Jahr offiziell in Serie gehen. Regulärer Kostenpunkt für den elektrischen Flitzer: 2000 Euro. Das Funding-Ziel für die Produktion des Hoverboards in Höhe von 65.000 Euro haben die Gründer mit 159.618 Euro schon längst übertroffen.

Trotz des Erfolgs ihres ersten Crowdfundings, ist das Start-up weiter auf der Suche nach neuen Geldgebern. So soll es beispielsweise bald eine zweite Kampagne geben. Sie sind aber auch auf der Suche nach Investoren, um die Weiterentwicklung des E-Fahrzeugs finanzieren zu können. Die Auslieferung der fertigen Falt-Hooverboards ist dann für Ende 2019 geplant.

Ein UrmO-Hoverboard auf der Straße.
Das Elektrokleinstfahrzeug soll noch 2019 eine Zulassung für die Straße erhalten – mit einigen Anpassungen. Foto: UrmO

Elektrokleinstfahrzeuge – bald geht es auf die Straßen

Ab 2019 sollen Hoverboards und andere kleine E-Fahrzeuge in Deutschland einer neuen Fahrzeugklasse zugeordnet sein. Darauf hoffen auch die Gründer von "UrmO", die sich von der neuen gesetzlichen Regelung einen Schub für ihr Geschäft erhoffen. Wie andere Hersteller von E-Scootern, Hoverboards oder E-Skateboards stehen sie bereits mit einigen Modellen in den Startlöchern.

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Für Käufer aus Deutschland findet sich auf der Webseite zusätzlich ein Hinweis: So empfehlen die Gründer, den "UrmO" mit einer Haltestange zu kaufen. Dies sei zukünftig Pflicht, so heißt es zumindest im aktuellen Entwurf der "Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr". Mit der geplanten Gesetzesgrundlage soll die Nutzung der E-Fahrzeuge auf der öffentlichen Straße legal werden.

Wo neue Regeln entstehen, bleiben auch die Kritiker nicht fern: Kritische Stimmen bemängeln, dass Hoverboards und E-Skateboards in Zukunft kaum mehr von einem Segway zu unterscheiden sind. Für die Gründer des elektrischen Boards scheint das zweitrangig zu sein. "Dein Weg, deine Regeln" liest sich als Slogan auf der Webseite. Und vielleicht ist das Hoverboard ja bald auch Teil eines Sharing-Dienstes für E-Kleinstfahrzeuge hierzulande.

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