Technik

Google Maps: Bald mit Anzeige von Blitzern und Unfall-Warnung?

von Carola Franzke

Google Maps zeigt seit kurzem Ladesäulen für Elektroautos an – und liefert dazu Details. Bald könnten es weitere nützliche Infos in die App schaffen.

Der Stecker einer Ladesäule in einem E-Auto.
Mehr Infos zu Ladestationen: Google Maps zeigt seit kurzem Details zu Ladepunkten auf der Karte an. Doch es sollen noch weitere Funktionen kommen. Foto: Shutterstock / Hayk_Shalunts

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie Google Maps die Anzeige von Ladesäulen für E-Autos verbessert hat
  • Welche Infos Google Maps jetzt noch bereitstellt
  • Weshalb Google in einigen Punkten trotzdem anderen Anbietern hinterherhinkt

Anfang Oktober 2018 hat der Roll-out von neuen Informationen in Google Maps begonnen: Das bekannte Icon, eine kleine Tanksäule mit Blitz, markiert die Position von Ladesäulen für Elektroautos. Neben der Position der Ladesäule sollen sich beim Klick auf das Icon künftig Informationen zu den verfügbaren Anschlüssen, Ladegeschwindigkeit und Preisen finden lassen.

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Wie bei anderen in Google Maps verzeichneten Orten gibt es zudem Bilder und Bewertungen, sowie einen Quicklink, um die Navigation zu der ausgewählten Ladesäule zu starten. Als erstes wurde die Anzeige für Android- und iOS-Geräte zur Verfügung gestellt, Desktop-Ansichten folgen. Eine weitere praktische Funktion ist wohl bereits in Arbeit.

Google Maps: Meldungen zu Blitzern und Unfällen geplant

Bereits seit fünf Jahren gehört der Navigationsdienst Waze zu Google. Bisher lief die App noch eigenständig neben Maps her. Doch das könnte sich in Zukunft ändern. Der Mutterkonzern erprobt gerade die Einführung von Waze-Funktionen in den eigenen Dienst.

Das berichten zumindest einige Nutzer auf dem sozialen Nachrichten-Netzwerk Reddit. Gestartet hatte die Diskussion “frasmac”, der in seiner Maps-App plötzlich die Anzeige von Blitzern entdeckte. Dabei scheint es jedoch eine Einschränkung zu geben, denn die Darstellung erfolgt nur bei aktiver Routenführung. Gleiches gilt auch für das Hinzufügen von Warnungen.

Die lassen sich nicht nur für Blitzer anlegen, sondern auch für Unfälle. So soll Maps wohl in Zukunft Gefahrenstellen schneller markieren und im Bedarfsfall alternative Routen anbieten. Ob und wann es die Funktion in ein Update für alle Nutzer schafft, ist aktuell noch unklar.

Ladesäulen mit Google Maps finden

Aus der Sicht von Elektroauto-Besitzern ist der Schritt hin zur Anzeige von Ladesäulen ohnehin wichtiger, denn normale Tankstellen gehören schon längst zur Standard-Anzeige in Google Maps. So weit sind die Ladesäulen auch jetzt noch nicht: Sie werden nur angezeigt, nachdem der Nutzer einen Suchbegriff wie „Ladestation“ oder „Charging“ eingegeben hat.

Zudem zeigt Google auch nicht alle Säulen an, sondern nur die von einigen Anbietern: Weltweit werden Ladepunkte von Tesla und Chargepoint angezeigt, und je nach Land kommen lokale Anbieter dazu. In Großbritannien sind das beispielsweise Chargemaster und Pod Point. Die Elektromobilität ist also noch nicht vollends bei Google Maps angekommen.

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Anzeige ist noch unvollständig

Für viele Fahrer von Elektroautos ist die unvollständige Auflistung in Google Maps sicherlich unbefriedigend, denn es gibt sehr viel mehr Ladepunkte, als die bisher von Google aufgenommenen – auch hierzulande. Schwer verständlich, dass der Suchmaschinenanbieter eine so wichtige Informationskategorie nur unvollständig anzeigt und auch erst jetzt mit mehr Details aufwertet. Zumindest in Deutschland sind die Informationen zu Ladesäulen problemlos auch netzübergreifend verfügbar.

Für Deutschland etwa kann man auf das Register der Bundesnetzagentur zugreifen. Andere Anbieter sind beispielsweise goingelectric, e-tankstellen-finder oder lemnet, die Ladesäulen netzübergreifend anzeigen. Auf lemnet.org kann man sogar den aktuellen Status abfragen und sieht so schon vor der Anfahrt, ob es einen freien Platz an der Säule gibt. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Apps für das Smartphone, mit denen diese Informationen noch komfortabler zur Verfügung stehen.

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