Elektromobilität

Elektroautos, E-Bikes und noch viel mehr: Uber Green wird nachhaltig

von
Sabrina Lieb

Mehr Elektroautos, Sharing von E-Bikes und der beste Weg von A nach B: Mit Uber Green will der amerikanische Fahrdienst nun einen Neuanfang in Deutschland wagen.

Ein Radfahrer auf einem Jump-Bike von Uber.
Uber Green will nicht nur E-Bikes in Deutschland anbieten – auch eine Elektroauto-Flotte soll mehr Städte bedienen. Foto: Uber

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie der Taxidienst Uber mit UberGreen einen Neuanfang in Deutschland wagt
  • Warum Uber dabei nicht nur auf Elektroautos setzt – sondern auch auf E-Bikes
  • Wie Uber künftig den gesamten Mobilitätsmarkt aufmischen will

In München sind sie schon seit März dieses Jahres auf den Straßen unterwegs – die Elektroautos von Uber. Mehr als 25.000 Passagiere nutzten das dreimonatige Pilotprojekt des Chauffeurdienstes. Das ist deutlich mehr als die geplanten 15.000. Ein Anlass für das Unternehmen, seinen grünen Service uneingeschränkt weiterzuführen. Als Uber Green möchte der Fahrdienst in Zukunft seine nachhaltige Seite in den Fokus rücken und verstärkt auch in anderen Städten auf E-Autos setzen.

Der neue Audi e-tron

Das kann der erste elektrische SUV von Audi.

Mehr erfahren

audi.de/DAT-Hinweis

Nach dem Erfolg in der bayerischen Hauptstadt will das Unternehmen nun in einem nächsten Schritt auch die Straßen Berlins erobern. Das Angebot gibt es neben München auch schon in London, Paris und Zürich.

Uber Green – ein Neuanfang in Deutschland

Für das amerikanische Dienstleistungsunternehmen seien die Investitionen vor allem auch ein Bekenntnis zum Standort Deutschlands, sagte Dara Khosrowshahi auf der Digitalkonferenz Axel Springer NOAH Berlin. Nach dem CEO sei der Aufbau des Standortes hierzuland deshalb so wichtig, weil Deutschland eine zentrale Rolle bei der Elektromobilität der Zukunft spiele. Bislang sei es hier für Uber allerdings noch nicht "rund" gelaufen, wie der CEO zugibt.

So ist UberPop, also die Personenbeförderung durch private Fahrer, in Deutschland noch verboten. Taxizentralen aus mehreren Großstädten hatten gegen das Angebot geklagt, weil die Fahrer keine Genehmigung zur Personenbeförderung haben. Als professioneller Transportdienstleister unterliege UberPop den Vorschriften des Taxigewerbes, bei dem im Grunde jede Privatperson ein Fahrer sein kann, um mit dem eigenen Auto Kunden zu befördern.

Mit Uber Green will das US-Amerikanische Unternehmen nun einen Neuanfang in Deutschland wagen. Hier gilt die Devise: Fehler aus der Vergangenheit vermeiden.

Wir hatten einen sehr schlechten Start in Deutschland, und wir sind hier, um einen neuen Ansatz umzusetzen.

Uber-CEO Dara Khosrowshahi

Hierzu soll es Gespräche mit den Vertretern einzelner Städte und Bundesländer geben, um die Weichen für mögliche Kooperationen zu stellen. Nach Berlin will Uber Green den Service mit den Elektroautos auch rasch in andere europäische Städte einführen. Dabei dürfen die Automodelle auch von Stadt zu Stadt unterschiedlich sein.

Hierzu ist Uber aktuell in Gespräche mit verschiedenen Autoherstellern, um passende Fahrzeuge für die jeweiligen Städte zu finden. Die Wahl der Elektroautos für Berlin stehen jedoch schon so gut wie fest: Wie in München, wird hier voraussichtlich der Renault Zoe zum Einsatz kommen.

Elektroautos und E-Bikes: Uber wird in Zukunft elektrisch

Mit der Aufstockung um Elektroautos sollen in Zukunft auch die Uber-Kunden selbst fahren. Zum Einsatz kommen sollen orangefarbenen E-Bikes der Marke Jump, die ebenfalls zunächst in der Hauptstadt verfügbar sein werden. Uber hatte das Start-up Anfang April übernommen. Mit dem E-Bike-Sharing will das Unternehmen seine neue Strategie stärken.

Dass diese Weichen zumindest schon mal in den USA auf gute Resonanz stoßen, zeigt ein Blick auf die Statistiken: So legten die Mieter der Elektrofahrräder in den Staaten durchschnittlich vier Kilometer Strecke zurück. Das entspricht in etwa einem Drittel der Uber-Autofahrten in den jeweiligen Städten.

Mit der Einführung des Sharing-Modells für E-Bikes wäre Berlin auch die erste Stadt außerhalb der USA, in der Uber diesen Dienst anbietet. Geplant sei dabei auch die Einführung einer festen Infrastruktur für die Elektrofahrräder in Berlin, damit diese nicht – wie bei anderen Sharingdiensten – in den Straßen herumstehen.

Elektromobilität

Updates abonnieren und Dossier "E-Mobility" gratis erhalten.

Der beste Weg von A nach B – Uber will mehr

Neben seiner Sharing-Strategie, mit Uber Green in Zukunft mehr Elektroautos und E-Bikes auf die Straßen zu bringen, verfolgt Uber noch ein weiteres Ziel. Der Chauffeurdienst will Uber zu einer App ausbauen, die neben Autos, E-Autos und E-Bikes noch weitere Verkehrsmittel empfiehlt. So könnte Uber in Zukunft dem App-Nutzer empfehlen, den Weg beispielsweise zu Fuß zu gehen, den Bus oder die Bahn zu nehmen.

Wie einst Bücher für Amazon, werden auch Autos in Zukunft eine entscheidende Rolle für Uber spielen. Dabei gehe es dem Unternehmen mittelfristig darum, den besten Weg von A nach B vorzuschlagen, so Khosrowshahi. Das klingt sehr stark danach, als wolle Uber dem Platzhirsch unter den Kartendiensten, Google Maps, Konkurrenz machen.

Auch interessant

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.

Schließen