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McLaren: So könnte die Formel 1 im Jahr 2050 aussehen

von
Thomas Pitscheneder

Die Technik in modernen Autos verändert sich – und mit ihr der Motorsport. Wie die Königsklasse im Jahr 2050 aussehen könnte, zeigt eine Studie von McLaren.

Der Formel-1-Renner McLaren MCLExtreme
Der MCLExtreme ist bis zu 500 km/h schnell, besitzt eine anpassbare Aerodynamik und ist mit künstlicher Intelligenz ausgestattet. Das Problem: Er existiert nur als 3D-Konzept. Foto: MCLaren

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie sich McLaren die Formel 1 im Jahr 2050 vorstellt
  • Warum die Fahrer in den Autos nicht alleine sind
  • Wie neue und erweiterte Strecken zum Gesamterlebnis beitragen sollen

Mit jeder neuen Regeländerung fürchten Fans der Formel 1, dass sich die Königsklasse des Motorsports zu weit von ihren Wurzeln entfernt. So sorgte etwa der Wechsel von heulenden V8-Motoren zu leiser brummenden V6-Turbomotoren für einen Aufschrei. Wer sich daran stört, dem dürfte die Studie von McLaren zur Formel 1 im Jahr 2050 auch nicht gefallen.

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Die sieht nämlich eine vollständige Abkehr von klassischen Verbrennungsmotoren vor. Stattdessen sollen elektrische Antriebe zum Einsatz kommen – ähnlich wie in der Formel E. Rasant soll es trotzdem zur Sache gehen.

McLaren: Vollelektrisch mit 500 Sachen über die Piste

Dafür konzipierte ein Team von Designern und Ingenieuren ein Rennfahrzeug als Ausgangsbasis, den MCLExtreme. Das soll nicht etwa fliegen, sondern auch weiterhin auf vier Rädern über eine Strecke rollen – oder eher schießen. McLaren stellt sich Geschwindigkeiten bis zu 500 km/h auf langen Geraden vor. Aktuell schaffen die Boliden rund 370 km/h in der Spitze.

Um bei diesem Tempo nicht abzuheben, verfügt das Konzept über eine aktive Aerodynamic. Teile des Fahrzeuges können sich also an die aktuelle Fahrsituation anpassen. Helfen könnte dabei etwa eine künstliche Intelligenz (KI). Die soll noch einen größeren Teil übernehmen.

Der Boxenfunk ließe sich in Zukunft nahezu vollständig abstellen, wenn die KI als Beifahrer zum Einsatz kommt. Der Pilot erhält somit etwa nützliche Informationen zu Zeiten der Konkurrenz, dem aktuellen Zustand des Fahrzeugs und aufkommenden Veränderungen des Wetters.

McLaren stellt sich zudem eine direkte Verbindung von Fahrer und künstlicher Intelligenz über den Helm vor. So könnte das System vom Piloten lernen und Anpassungen am MCLExtreme nach seinem Fahrstil vornehmen.

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Mit den Fahrzeugen sollen sich auch die Strecken verändern. Im Jahr 2050 sollen zahlreiche neue Kurse die Rennsport-Fans anlocken. Zum Teil könnten die laut der Studie auf Brücken durch die Luft führen. Auch alte Kurse ließen sich so um neue Streckenabschnitte erweitern.

Durch selbstreparierende Reifen sieht McLaren die Zukunft der Pitlane in Gefahr. Deshalb planen die Designer eine Alternative. In den E-Pitlanes sollen die Batterien der Elektro-Renner frischen Saft tanken. Dabei ist ein Stopp nicht notwendig, denn die Aufladung erfolgt bei einer langsamen Durchfahrt per Induktion. Die Studie zeigt: McLaren sieht den Rennsport der Zukunft als Großereignis mit Dauer-Action.

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