Leben

Mars-Rover Curiosity filmt zweifache "Sonnenfinsternis"

von
Leonie Butz

Der Mars-Rover Curiosity schickte jetzt spektakuläre Bilder vom roten Planeten: Dessen beide Monde schoben sich bei einer "Sonnenfinsternis" vor die Sonne.

Der Mars-Rover Curiosity unterwegs auf dem roten Planeten.
Liefert viele spektakuläre Aufnahmen: Der Mars-Rover Curiosity auf dem roten Planeten. Foto: NASA

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie spektakulär sich die beiden Mars-Monde Phobos und Deimos vor die Sonne geschoben haben
  • Weshalb es sich trotzdem nicht wirklich um eine Sonnenfinsternis handelt
  • Warum die Bilder eigentlich nicht so ungewöhnlich sind, wie sie erscheinen

Ein wenig nach Sci-Fi muten die neuen Bilder des Mars-Rovers Curiosity der NASA schon an. In kurzen GIFs zeigt die US-Weltraumbehörde, wie sich die beiden Monde des Mars vor die Sonne schieben. Zwar hat der Curiosity-Rover schon zuvor Bilder von solchen Ereignissen gemacht, die Aufnahmen sind aber bisher qualitativ die besten.

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Die kleinen Monde messen dabei nur einen Bruchteil des Erdtrabanten: Der Erdenmond hat einen Durchmesser von 3474,2 Kilometern, während die Mars-Monde Phobos (Durchmesser von 27 km) und Deimos (14,5 km) sehr viel kleiner sind.

Mars-Rover Curiosity filmt "Sonnenfinsternis"

Die "Sonnenfinsternis" von Deimos nahm der Mars-Rover am 27. März 2019 auf; am 26. März verdunkelte Phobos die Sonne. Eigentlich kann hier nicht wirklich von einer Sonnenfinsternis gesprochen werden, denn Phobos und Deimos sind viel zu klein für eine wirkliche Verdunklung der Sonne. Trotzdem nennt die NASA das Ereignis Sonnenfinsternis – oder annulare Sonnenfinsternis.

Solche Aufnahmen sind aber nicht nur spektakulär anzuschauen. Sie geben den Wissenschaftlern auch einen besseren Einblick in die Positionen der Monde im Verhältnis zum Mars. Offenbar waren frühere Schätzungen der Position von Deimos rund 40 Kilometer von der tatsächlichen Lage entfernt.

Mehr Beobachtungen über die Zeit helfen dabei, die Details der Umlaufbahnen zu bestimmen.

Prof. Mark Lemmon, Wissenschaftler im Curiosity-Projekt

„Diese Umlaufbahnen ändern sich ständig – als Reaktion auf die Schwerkraft von Mars und Jupiter oder sogar durch den anderen Mond", so Lemmon.

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Kein ungewöhnliches Ereignis

Ein ungewöhnliches Ereignis ist eine solche "Sonnenfinsternis" auf dem Mars jedoch nicht. Bereits 2012 stellte das Discover-Magazin klar, dass quasi jeden Tag eine solche Eklipse irgendwo auf dem Planeten zu sehen ist. Denn der Abstand der Monde zum Planeten ist so gering, dass er täglich zwischen Mond und Sonne am Mars vorbeizieht. Zum Vergleich: Der Erdenmond ist fast 400,000 Kilometer von der Erde entfernt, Phobos ist gerade mal 6000 km vom Mars entfernt.

Nichtsdestotrotz sind die Aufnahmen des Curiosity-Rover spektakulär und sie helfen der Wissenschaft enorm. Und alltäglich sind sie für Beobachter von der Erde auch nicht.

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