Elektromobilität

Urlaub auf Mallorca: Fahren auf der Insel bald nur noch E-Autos?

von
Leonie Butz

Mallorca-Urlaub heißt Party und Ballermann? Von wegen! Jetzt sollen auch Öko-Touristen auf ihre Kosten kommen: mit Elektromobilität und Nachhaltigkeit.

Mallorca-Urlaub: Die Insel setzt auf Elektromobilität
Mallorca-Urlaub: Die Insel ist grüner, als viele denken. Foto: Shutterstock/David Fowler

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum auf Mallorca immer mehr Mietwagen elektrisch fahren
  • Welche Maßnahmen die Regierung dafür zukünftig plant
  • Was der Elektromobilität auf der Insel bislang noch im Weg steht

Die spanischen Baleareninsel Mallorca, Reiseziel für knapp 14 Millionen Touristen im vergangenen Jahr, will eine Energiewende herbeiführen: Langfristig will die Insel vollständig auf Elektromobilität umsteigen.

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Die Basis dafür schaffen die Balearen mit einem neuen Gesetz, das seit dem August 2018 auf seine Genehmigung wartete.

Mallorca beschließt Ablaufdatum für Verbrenner

Bis 2050 sollen alle Verbrenner von den Straßen verschwinden und E-Autos sich aus regenerativen Quellen speisen – so zumindest der Plan der balearischen Regierung. Ab 2025 will Mallorca keine neuen Dieselfahrzeuge mehr zulassen. Das sollte auch für Benziner gelten. Doch die Frist ist im finalen Entwurf um zehn Jahre verlängert – bis 2035.

Dann geht es auch Mietwagen an den Kragen: Bis 2035 dürfen auf den Balearen nur noch Elektro-Mietwagen unterwegs sein. Ursprünglich sollten schon 2020 zehn Prozent und ab 2030 sämtliche Mietwagen auf Elektro umgestellt sein. Das finale Gesetz sieht für 2020 nur noch eine Quote von zwei Prozent vor.

Die unabhängige Regierung der Balearischen Inseln hat das Umweltschutzgesetz selbst erarbeitet. Es soll dabei helfen, Mallorca für die Zukunft zu rüsten und die malerische Landschaft zu schützen.

Elektromobilität auf Mallorca

Doch auch ohne Gesetz machte Mallorca erste Schritte in Richtung sauberem Verkehr: Schon seit Monaten gibt es Ambitionen, die Energiewende voranzubringen. Mehr als 100 Ladestationen, vor allem in den Ballungszentren Palma de Mallorca, Santa Ponsa oder Paguera, bieten strategisch sinnvolle Knotenpunkte für die Elektromobilität auf Mallorca.

Um die Infrastruktur für Elektroautos attraktiver zu machen, fließt ein Teil der Tourismussteuer in den Bau von 1000 Ladestationen auf den Balearen – ein großer Teil davon auf Mallorca. Das ist dringend nötig, denn die Lademöglichkeiten in den ländlichen Regionen und die Anzahl der Schnellladestationen auf der Insel sind verbesserungswürdig.

Helfen könnte da BMW, denn die Münchner planen 100 Ladestationen mit einer Ladeleistung von bis zu 22 kW. Auch die Einzelhandelskette Lidl will 20 Filialen auf den Balearen mit rund 40 Ladepunkten ausstatten.

Bei nur neun Stationen zum Schnellladen warten E-Auto-Besitzer im Zweifelsfall an normalen Stationen bis zu zwölf Stunden auf die Ladung. Außerdem speisen sich bisher lediglich knapp drei Prozent der Stationen aus erneuerbaren Energien. In spätestens zwölf Jahren, so der Entwurf, sollen es mindestens 35 Prozent.

Mallorca-Urlaub mit dem Mietwagen

Auch erste Mietwagen auf Mallorca stellen bereits auf Elektromobilität um. Mit knapp 60 E-Autos – bei insgesamt rund 60.000 Mietwagen auf der Insel – ist die Anzahl aber noch verschwindend gering.

Eine noch schlechtere Quote bieten momentan aber die Privatfahrzeuge. Unter rund 700.000 gemeldeten Fahrzeugen sind nur ungefähr 500 Elektroautos verzeichnet. Mietwagen oder Privatauto auf Mallorca: Bei beiden ist noch Luft nach oben.

Neben Mietwagen sind auf Mallorca aber auch Pferdekutschen ein sehr beliebtes Transportmittel. Und auch hier könnte die Elektromobilität bald erste Veränderungen anstoßen: Denn Tierschützer fordern, die Pferdekutschen auf der Insel gegen Elektroautos zu ersetzen.

Elektromobilität lockt Öko-Touristen

Aber warum ist gerade die Party-Insel so versessen auf Elektromobilität und Nachhaltigkeit? Weil der Mallorca-Urlaub eben mehr zu bieten hat als grölende Touristen und Ballermann-Hits.

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Um gegen dieses schlechte Image anzugehen und Öko-Touristen zum Mallorca-Urlaub zu bewegen, will sich das beliebte Reiseziel deshalb jetzt auf der grünen Seite der Elektromobilität positionieren. Denn die Party-Hochburgen nehmen nur einen verschwindend geringen Anteil der Insel ein.

Ein sehr viel größerer Teil Mallorcas sind tausende Kilometer an Wanderwegen, einsame Sandstrände, Naturhöhlen, Reservate und Naturschutzgebiete. Wer auf Nachhaltigkeit Wert legt, kann Mallorca jetzt auch im elektrischen Mietwagen oder Elektroroller besichtigen.

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