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Elektromobilität

Lithiumbatterien: Tesla & Co. bekommen Konkurrenz aus Europa

von Carola Franzke

Ein Unternehmer aus den Niederlanden gründete Lithium Werks: Mit Lithiumbatterien für Großanwendungen macht Kees Koolen den Platzhirschen Konkurrenz.

Eine Konzeptzeichnung eines Batteriewerks von LithiumWerks.
Große Pläne: So soll die künftige Fertigungsstätte für Lithiumbatterien in Twente aussehen. Foto: LithiumWerks

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie ein niederländisches Unternehmen Tesla & Co. Konkurrenz machen will
  • Warum die Lithiumbatterien von Lithium Werks BV vor allem für Großanwendungen zum Einsatz kommen sollen
  • Wie CEO Kees Koolen so eine Nische für sich erobern will

Lithiumbatterien sind ein großes Geschäft, denn sie stecken in so vielen Dingen: Smartphones, Notebooks, Digitalkameras – vor allem aber in Autos und zunehmend in anderen Großanwendungen wie Solarparks, Lkw und Booten. Ein niederländischer Unternehmer will nun den altbekannten Herstellern kräftig einheizen.

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Die neue Konkurrenz aus Europa heißt Lithium Werks BV und hat ihren Hauptsitz im grenznahen Städtchen Hengelo: Im September 2018 haben Lithium Werks und Super B, ein Entwickler von innovativer Batterietechnik, ihre Fusion angekündigt.

Konkurrenz aus Europa für Tesla & Co.

Das neuentstandene Unternehmen Lithium Werks BV hält nun etwa 400 Patente im Bereich der Lithiumtechnologie und plant laut CEO Kees Koolen, in den nächsten fünf Jahren rund 2000 neue Stellen zu schaffen. Es hat weltweit Niederlassungen – unter anderem auch in den USA und China.

Bereits geplant ist das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum in der Nähe des Flughafens Twente, wiederum in der Nähe von Hengelo.

Lithiumbatterien jenseits von Elektroautos

Bekannte Unternehmen im Geschäft mit Energiespeichern sind Schwergewichte wie Tesla, LG oder Samsung – die Lithiumbatterien für die meisten Anwendungen liefern. Doch Unternehmer Koolen sieht die Zukunft von Lithium Werks nicht dort, wo schon alle anderen aktiv sind.

Er will mit innovativer Batterietechnik effiziente, leistungsstarke Lösungen für Nischenanwendungen der Elektromobilität schaffen: Schiffe, Baumaschinen, Gabelstapler.

Wir wollen alles elektrifizieren, was nicht Autos oder Unterhaltungselektronik ist. Diese Märkte werden bereits bedient, wir sehen dagegen unsere Chancen an anderer Stelle.

Kees Koolen, CEO von Lithium Werks BV gegenüber Bloomberg

Der New Yorker Analyst Jeff McDermott von der Investmentbank Greentech Capital gibt ihm Recht, sich auf Nischenanwendungen zu konzentrieren: „In einem 30- oder 40-Milliarden-Dollar-Markt ist auch ein Anteil von fünf oder zehn Prozent von Bedeutung.“

Kees Koolen, der Herausforderer

Wer ist der Mann, der den Markt für Energiespeicher aufmischen will? Kees Koolen begann ein Wirtschaftsstudium an der Universität von Twente, die er aber ohne Abschluss verließ, um sich als Unternehmensberater selbständig zu machen. Der umtriebige Koolen war einer der Gründer von booking.com und wurde schließlich CEO des Portals, zudem investierte er frühzeitig in Uber.

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Nun will sich Kees Koolen auf Lithiumbatterien konzentrieren: Der leidenschaftliche Rallye-Fahrer will innerhalb von drei Jahren mit seinem neusten Projekt ein weiteres Vermögen machen, indem er sich auf seine Nische konzentriert. Er investiert dabei rund 41 Millionen US-Dollar aus eigener Tasche.

Bis 2025 plant der Niederländer zehn Fabriken weltweit zu haben. In der ersten Jahreshälfte von 2018 eröffnete Lithium Werks BV die erste Fabrik in Schanghai – ein Schritt, den auch Konkurrent Tesla gehen will. 2019 sollen weitere Produktionsstätten in Mexiko und China folgen. Konkurrenz belebt das Geschäft; es wird also möglicherweise spannend, wie der neue Mitbewerber möglicherweise die Preise beeinflusst.

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