Elektromobilität

LiteFCBike: Brennstoffzelle für Fahrräder zum Nachrüsten

von
Thomas Pitscheneder

Brennstoffzellen könnten die Zukunft der E-Bikes sein. Das Fraunhofer ISE stellte in Hannover eine Nachrüst-Lösung vor.

Die Brennstoffzelle vom Fraunhofer ISE auf einem Fahrrad
Die vom Fraunhofer ISE entwickelte Brennstoffzelle sitzt auf einem Gepäckträger und lässt sich auf nahezu jedes Fahrrad montieren. Foto: Fraunhofer ISE

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Brennstoffzellen eine gute Lösung für E-Bikes sein könnten
  • Was die kürzlich vorgestellte LiteFCBike leistet
  • Wie sie nahezu jedes Fahrrad elektrifizieren könnte

Aktuelle E-Bikes sind mit Batterien ausgestattet, die den Elektromotor mit Energie versorgen. Der steigende Bedarf der Automobilbranche an den Akkus könnte allerdings zu einer Knappheit der Stromspeicher führen. Auch die Beschaffung der Rohstoffe vereinfacht sich über die kommenden Jahre wohl kaum. Bei den Fahrrädern ist deshalb vielleicht ein Umdenken notwendig.

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Das H2Bike Alpha zeigte kürzlich bereits, dass Wasserstoff dabei eine entscheidende Rolle spielen könnte. Nun hat auch das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) eine Brennstoffzelle für Fahrräder vorgestellt.

Fraunhofer ISE: Wasserstoff statt Steckdose

Das Fraunhofer ISE ist aktuell auf der Hannover Messe vertreten. Ihre neue Technik stellt es auf dem Gemeinschaftsstand “Hydrogen + Fuel Cells Europe” vor. Mit im Gepäck haben die Forscher eine Brennstoffzelle, die durch ihre kompakte Bauweise auf dem Fahrrad Platz findet. Genauer ist sie auf dem Gepäckträger, also Hinter dem Fahrer untergebracht. Die kleine Box fällt kaum auf, hat es jedoch in sich.

Sie erreicht im Nennbetrieb eine Leistung von 70 Watt, womit sie einen Pufferakku mit Energie versorgt. Der gibt die Energie anschließend an einen Elektromotor weiter, der mit 250 beim Treten unterstützt. Der Wasserstoff selbst steckt in betankbaren Metallhydrid-Kartuschen. Den Netto-Energiegehalt pro Tankfüllung gibt das Fraunhofer ISE mit 270 Wattstunden an.

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LiteFCBike lässt sich einfach nachrüsten

Das Institut sieht die vorgestellte Technik in der Praxis als Nachrüst-System für bestehende Fahrräder. Der E-Gepäckträger mit Brennstoffzelle, Tank und Pufferakku ersetzt dabei die Batterien des Fahrrads. Als Motor kommt der Conodrive zum Einsatz, der sich ebenfalls nachträglich montieren lässt und das Hinterrad antreibt.

Das Brennstoffzellensystem wiegt dabei nur 3,3 Kilogramm und ist in den Maßen 348 x 153 x 47 Millimeter zudem sehr kompakt. Laut Fraunhofer ISE ist im Falle von Lastenrädern auch ein Drucktank für höhere Reichweiten denkbar. Ob und wann es das Konzept auf den Markt schafft, ist hingegen noch unklar.

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