Elektromobilität

Liebherr: Dieser Fahrmischer mischt elektrisch

von
Thomas Pitscheneder

Elektromotoren sind nicht nur im Auto die Zukunft, auch bei Baumaschinen spielen sie eine immer größere Rolle. Liebherr zeigte kürzlich einen E-Fahrmischer.

Der Elektro-Fahrmischer Liebherr ETM 1004 T beim Laden
Der verbaute Akku lässt sich über einen Typ-2-Stecker laden. Der Fahrmischer arbeitet dann vollelektrisch. Doch reicht die Power für den ganzen Tag? Foto: Liebherr

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum es mehr als nur elektrische Autos braucht
  • Wie der Fahrmischer von Liebherr die Baustelle sauberer machen soll
  • Welchen Haken das System hat

Eine Verkehrswende funktioniert nur, wenn wirklich alle mitmachen. Deshalb genügt es nicht, nur das Auto zu elektrifizieren. Auch andere Verkehrsmittel müssen auf elektrische Antriebe umsteigen. Im Falle von Bussen im Regional- und Fernverkehr erfolgt der Wandel bereits. Auch Speditionen testen E-Lkw für den grüneren Transport von Waren. Doch auch das Baugewerbe muss seinen Teil beitragen.

Vollelektrischer Fahrspaß

Jetzt für Audi e-tron News registrieren

Jetzt kostenlos anmelden

audi.de/DAT-Hinweis

Bagger mit Elektromotoren gab es kürzlich bereits zu sehen. Jetzt folgen zudem Fahrmischer, die weitaus weniger Lärm und Schadstoffe verursachen sollen.

Bauma: Liebherr zeigt elektrischen Fahrmischer

Die Bauma in München ist für das Baugewerbe das, was die IAA in Frankfurt für die Autobranche ist. Zahlreiche Aussteller zeigen ihre neuesten Produkte, um den Bau von Strukturen zu vereinfachen. In diesem Jahr ist auf der Messe auch Elektromobilität ein großes Thema. Das Unternehmen Liebherr aus der Schweiz zeigt sogar die Baustelle der Zukunft.

Ein Teil davon sind die neuen Fahrmischer Liebherr ETM 905 und ETM 1004 T. Ersterer ist ein Festaufbau, kombiniert also Zugmaschine und Mischer in einem System. Letzterer ist hingegen ein Sattelauflieger, der sich mit jeder Zugmaschine verbinden lässt. Elektrisch ist dabei das Stichwort, denn am Mischer sitzt in entsprechender Motor mit einer Maximalleistung von 120 kW. Im Idealfall ist auch die Zugmaschine elektrisch.

Elektromobilität

Updates abonnieren und Dossier "E-Mobility" gratis erhalten.

Einen Haken hat die Sache jedoch

Zwar verrichtet ein Elektromotor die Arbeit, der braucht jedoch Strom aus einer Batterie. Die fasst in der ETM-Baureihe 32 kWh. Damit ein ganzer Tag im Betrieb möglich ist, sollte der Akku bei jedem Stopp im Mischwerk aufladen – mit bis zu 50 kW. Alternativ ist ein Dieselgenerator an Bord. Ist der im Betrieb, stößt der Mischer allerdings wieder Schadstoffe aus. Dennoch spart er als "Plug-in-Hybrid" natürlich Kraftstoff im Vergleich zu klassischen Mischern. Für die Ladung zum Start des Arbeitstages empfiehlt Liebherr, die Mischer über Nacht auf dem Betriebshof anzustecken.

Bestellbar sind die Mischer der ETM-Baureihe ab sofort. Die Auslieferung soll laut Liebherr noch im dritten Quartal 2019 beginnen.

Auch interessant

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.

Schließen