Leben

Schlafen im Frachtraum: Airbus arbeitet an neuen Flugzeug-Betten

von
Carola Franzke

Schlafen im Flugzeug ist ein echter Luxus in der "Holzklasse". Eine Lösung stellte Airbus jetzt vor: Schlaf-Module – wie Liegewagen – für Langstreckenflüge.

Eine Frau schläft mit einer Schlafmaske in einem Flugzeugsitz
Im Flugzeug zu schlafen ist meist unbequem und nur selten erholsam – eine Alternative könnten modulare Liegewagen für Langstreckenflüge sein. Foto: Shutterstock / kudla

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie Betten im Frachtraum dem Jetlag den Kampf ansagen
  • Weshalb die Module Langstreckenflüge angenehmer machen
  • Schlafen im Flugzeug: Wie ein Komfort wie im Liegewagen aufkommt

Schlafen im Frachtraum, ausgeruhter ankommen

Schon 2020 könnten Schlafbereiche und Konferenzräume an Bord von Flugzeugen des Typs Airbus A330 Wirklichkeit werden. Wer sich bisher nach einem Langstreckenflug mühsam „entfalten“ musste, könnte sich dann bequem ausstrecken und im Flugzeug schlafen.

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Airbus und der französische Flugzeugausstatter Zodiac Aerospace kündigten an, gemeinsam Schlafmodule zu entwickeln, die sich im Frachtraum verschiedener Airbus-Modelle installieren ließen.

Den Anfang soll der Airbus A330 machen, möglicherweise gefolgt vom A350. Der Aufbau ist modular geplant und die Abteile sollen bei Bedarf während der normalen Umschlagzeit an einem Flughafen einfach aus- oder einbaubar sein.

Auch Konferenzräume und Familienzimmer möglich

Nach Angaben der beiden Unternehmen soll es aber nicht nur bei Schlafräumen bleiben. Ebenso sind Konferenzräume oder Familienzimmer mit Spielbereichen für Kinder im Gespräch.

Die Räume müssten zusätzlich zum normalen Sitzplatz gebucht werden. Denn die Regularien der Luftfahrtbehörden sehen vor, dass Passagiere bei Start und Landung angeschnallt in ihren Sitzen bleiben. Damit ist klar, dass sich solche Optionen nur für Langstreckenflüge wirklich lohnen.

Im Flugzeug schlafen: Komfort wie im Liegewagen

Die Idee stellten Zodiac Aerospace und Airbus auf der Aircraft Interiors Exhibition (AIX) vor, einer Fachmesse für Flugzeug-Innenausstattungen in Hamburg. Zuletzt machte der Flugzeugbauer mit Plänen zu elektrischen und teilelektrischen Flugzeugen von sich reden.

Die verschiedenen Airlines hätten das Schlaf-Modul, das wie ein sehr moderner Liegewagen anmutet, gut aufgenommen, so Geoff Pinner von Airbus: „Die kommerzielle Luftfahrt konzentriert sich stärker auf den Komfort des Passagiers.“ Zukünftig sollen die Module vor allem Vielfliegern das Leben erleichtern.

Ganz neu ist der Ansatz nicht. Lufthansa wollte vor rund zehn Jahren Kabinen des A380 mit Stockbetten ausstatten. Und auch Quantas hat bereits nach Möglichkeiten gesucht, auf Langstreckenflügen Betten im Frachtraum anzubieten.

Preise wie für Premium Economy Class?

Die Route New York - Frankfurt bediente zudem früher regelmäßig ein reiner Business-Class-Flug, der dem Zweck diente, ganz ausgeschlafen anzukommen.

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Neu ist am Ansatz von Airbus und Zodiac Aerospace vor allem die Zielgruppe: Nach eigener Einschätzung sieht Zodiac die Preise im Bereich der Premium Economy Class. Damit wäre der Liegewagen-Komfort auf Langstreckenflügen möglicherweise auch für Fluggäste erschwinglich, die sich den Business-Class-Komfort nicht leisten können.

In Zukunft könnte ein solches Modell ebenso für die private Raumfahrt spannend werden, die durch Unternehmen wie SpaceX immer weiter vorangetrieben wird.

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