Elektromobilität

Lamborghini: Elektroautos sind nicht geplant

von
Thomas Pitscheneder

Der Wandel vom Verbrenner hin zum Elektromotor lässt die Marke Lamborghini offenbar kalt. Vielmehr soll der Umstieg die Sportler interessanter machen.

Die Studie Terzo Millennio von Lamborghini
Der Terzo Millennio sollte zeigen, wie ein Lamborghini der Zukunft aussehen könnte. Die mit vier Elektromotoren ausgestattete Studie ist wohl weiter weg von der Realität, als bisher gedacht. Foto: Lamborghini

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Lamborghini seine Zukunft nicht vollelektrisch plant
  • Wie Firmenchef Stefano Domenicali zu Mobilitätsdiensten steht
  • Warum Elektromotoren dennoch eine Rolle spielen

Nicht nur in bezahlbaren Autos für die Masse sollen Elektromotoren bald für Vortrieb sorgen, auch immer mehr E-Sportwagen kommen wohl auf die Straße. Dass diese Idee aufgehen kann, zeigen schon jetzt Hersteller wie Rimac und Nio. Audi und Porsche haben mit dem PB18 e-tron und dem Taycan ebenfalls bereits elektrifizierte Sportler in der Pipeline.

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audi.de/DAT-Hinweis

Lamborghini stellte hingegen mit dem "Terzo Millennio" seine Idee von der elektrischen Zukunft vor. Doch konkrete Pläne dazu gibt es offenbar noch nicht.

Lamborghini setzt weiterhin auf Verbrenner

Die italienische Marke will aktuell noch wenig vom Thema Elektromobilität wissen. Das machte Firmenchef Stefano Domenicali kürzlich gegenüber der Zeitung "Welt" deutlich. Demnach wolle Lamborghini dem Trend zunächst nicht folgen. Vielmehr plant die Marke von dem Umbruch in der Branche zu profitieren.

„Der Trend zu Carsharing, Ride-Hailing, E-Autos oder autonomem Fahren kommt uns entgegen. Denn es gibt Leute, die wollen ein edles Auto besitzen und es ohne Kompromisse fahren“, so Domenicali. Entsprechend wenig hält er von seiner Marke als Dienstleister: "Ich verkaufe doch keine Mobilität, ich verkaufe Lamborghinis".

Einer seiner Mitarbeiter beschreibt den Vorteil von Verbrennungsmotoren für Lamborghini sehr deutlich. Laut ihm könnte die Marke eine der letzten sein, die in Zukunft noch Benziner anbiete. Die Autos kämen dann einem Reitpferd gleich – seien also ein edles Hobby und kein einfaches Fortbewegungsmittel.

Moderne Fahrerassistenzsysteme kommen zwar immer öfter auch in Lamborghinis zum Einsatz, autonome Funktionen wünscht Domenicali in seinen Autos aber auch künftig nicht: "Wer eines unserer Autos fährt, will es auch wirklich fahren. Und nicht gefahren werden."

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Lamborghini: Hybridantriebe als Kompromiss

Ganz verschließen sich die Italiener vor effizienteren Antrieben aber wohl doch nicht. Noch in diesem Jahr plant Lamborghini den Urus als Plug-in-Hybrid anbieten. Damit ist er dann zumindest wenige Kilometer rein elektrisch unterwegs. Durch die zwei Motoren im System kann zudem die Leistung steigen.

Genau das ist wohl auch für ein weiteres Modell interessant, denn Domenicali bestätigt, dass seine Marke an einem Supersportler mit Plug-in-Hybrid arbeitet. So hält Lamborghini mit der Konkurrenz Schritt, denn auch Ferrari arbeitet an einem Sportler mit entsprechender Technik. Die Konzernschwester Porsche hat mit dem 918 bereits bewiesen, dass ein Hybrid-Antrieb in einem Supersportler funktionieren kann.

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