Technik

Künstliche Intelligenz: Peking baut einen KI-Stadtteil

von Marten Zabel

China will in Sachen Zukunftstechnologien zur Vorreiternation werden: Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen stehen dabei im Vordergrund.

Künstliche Intelligenz: Peking baut einen KI-Stadtteil
Das Tor zur KI-Welt? In Chinas Hauptstadt Peking entsteht ein kompletter Stadtteil mit künstlicher Intelligenz. Foto: picture alliance / R. Goldmann

Das erfahren Sie gleich:

  • China plant bei Peking einen neuen Stadtteil für künstliche Intelligenz
  • In KI-gesteuerten Städten will China die Technologie der Zukunft entwickeln
  • Im globalen Rennen um talentierte Forscher konkurriert das Land mit den USA

Die Technologie der Zukunft

Im weltweiten Rennen um die nächste große Technologie der Zukunft ist künstliche Intelligenz (KI) ein sicherer Kandidat. Die chinesische Regierung will das nutzen und plant, bis 2025 die Weltspitze auf diesem Forschungsgebiet zu erreichen. Dazu soll jetzt bei der Hauptstadt Peking ein ganzer Stadtteil entstehen, der sich der KI-Forschung und ihrer Erprobung im Alltag widmet.

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Für umgerechnet rund 1,75 Milliarden Euro soll der KI-Technologiepark im Westen der Stadt entstehen. Das ehrgeizige Projekt gehört zum aktuellen Drei-Jahres-Plan der chinesischen Zentralregierung, bei dem künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen im Mittelpunkt stehen. Der Drei-Jahres-Plan umfasst zunächst nur die Jahre 2018 bis 2020, doch die Regierung in Peking denkt weiter und will China bis 2025 zur absoluten Weltspitze im Bereich künstliche Intelligenz machen.

Maschinelles Lernen soll Städte smart machen

Die chinesische Regierung verspricht sich von der KI-Entwicklung nicht nur Vorteile für den wirtschaftlichen Wettbewerb, sondern ganz konkrete Verbesserungen im Leben von Stadtbewohnern. Jenseits des geplanten KI-Technologieparks in Peking entstehen überall im Land bereits sogenannte smarte Städte, in denen künstliche Intelligenz ihre Fähigkeit zu maschinellem Lernen nutzt, um Prozesse aller Art zu optimieren. Solche lernenden Systeme sind geeignet, um Verkehrsflüsse effizienter zu regeln, die Versorgung der Bevölkerung zu steuern oder mit intelligenten Überwachungssystemen Verbrechen frühzeitig zu erkennen oder gar zu verhindern.

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Der neue Bezirk von Peking entsteht in einer Kooperation zwischen der Zhongguancun Development Group und ausländischen Universitäten. Hier sollen sich bis zu 400 Firmen ansiedeln, um die Forschung voranzutreiben. Schwerpunkte sollen dabei Big Data, biometrische Identifikation, maschinelles Lernen und Cloud-Rechner sein. Auch sollen in den Außenbezirken Pekings schon bald autonome Fahrzeuge erlaubt sein – die Technologie war auf Chinas Straßen eine Weile verboten und erst kürzlich wieder zu Testzwecken freigegeben worden.

Der Kampf um die künstliche Intelligenz

China steht bei der Entwicklung von KI-Systemen im harten Konkurrenzkampf mit den USA. Beide Nationen sehen dabei nicht nur zivile, sondern auch militärische Anwendungsbereiche dieser Technologiesparte. Experten für die Entwicklung dieser Zukunftstechnologie sind rar, weltweit herrscht ein Mangel an Fachkräften mit der notwendigen Erfahrung. Entsprechend ist der Wettbewerb vor allem darauf ausgerichtet, Talente anzulocken und zu halten – mit Geld oder mit anderen Standortfaktoren wie einer guten Lebensqualität. Künstliche Intelligenz könnte als Technologie der Zukunft die ganze Welt revolutionieren. Wer hier vorne mit dabei ist, bestimmt die Marschrichtung – und erntet auf lange Sicht den entsprechenden Profit.

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