Leben

Kleider-Miete: So werden Klamotten fürs Baby nachhaltig

von Leonie Butz

Wie schnell so ein Baby doch groß wird – und dabei aus seinen Klamotten wächst. Kleider zu mieten ist nachhaltig und eine gute Alternative zum Kaufen.

Kleider-Miete: So werden Klamotten fürs Baby nachhaltig
Einmal nicht hingeschaut und schon ist das eigene Kind wieder gewachsen. Um den Frust beim Kleiderkauf für die Kleinen zu minimieren, bieten immer mehr Plattformen Klamotten zur Miete an. Foto: Unsplash/Daiga Ellaby

Das erfahren Sie gleich:

  • Baby- und Kinderkleidung ist teuer und hat eine sehr kurze Nutzungsdauer
  • Wer die Klamotten mietet statt sie zu kaufen spart Geld – und handelt nachhaltig
  • Auch Ausstattung rund ums Baby sowie Spielsachen sind mietbar

Nachhaltig und mit gutem Gewissen

„Die Kinder wachsen einfach so schnell aus den Kleidern raus!“ „Ich habe vor dem Urlaub festes Schuhwerk für meinen Sohn gekauft – nach dem Urlaub haben sie nicht mehr gepasst!“ „Bei uns häufen sich die Klamotten, die unserer Tochter schon nicht mehr passen!“ Jeder der im Freundeskreis junge Eltern hat, hört regelmäßig diese oder ähnliche Sätze. Wer selbst Kinder hat, der kennt das Problem sogar aus erster Hand. Die Lösung des Problems könnte deshalb Kleidung aus zweiter Hand sein. Immer mehr Online- und Offline-Shops bieten Kleider für Babys und Kinder zur Miete an. Das schont die Umwelt und den Geldbeutel. Denn wächst das Kind aus den Klamotten raus, gehen sie einfach an den Anbieter zurück.

Bei vielen Miet-Klamotten-Anbietern ist es möglich, die Kleidung regelmäßig der Größe anzupassen.

Baby- und Kinderkleidung ist teuer – vor allem, wenn es nachhaltige oder biozertifizierte Klamotten sein sollen. Aber nicht nur der Preis ist entscheidend. Auch der Nachhaltigkeitsgedanke bei der Ausstattung der Kleinen rückt immer mehr in den Fokus. Und genau hier setzen die Anbieter an, die Kinder- und Babyklamotten vermieten. Dabei konzentrieren sich einige Anbieter auf die Erstausstattung bis zum zwölften Lebensmonat. Andere bieten Kleider bis Größe 128 an. Bei vielen Anbietern ist es dabei möglich, die Kleidung regelmäßig der Größe anzupassen – die alten Klamotten gehen also zurück, und ähnliche Kleidung kommt in einer größeren Größe an.

Klamotten für Baby und Kind mieten

Der erste „Online-Shop“ für Baby-Mietkleidung ging 2014 mit Kilenda an den Start. Anfangs noch recht klein, bietet die Plattform mittlerweile rund 3000 Produkte von mehr als 35 Marken. Der Anbieter unterstützt jetzt auch Tchibo bei einem ähnlichen Modell: Tchibo Share. Ab dem 23. Januar 2018 bietet der Online-Shop des Versandriesen Öko-Mode für Babys zur Miete an. Das Öko-Modell ist aber lange nicht neu. So konzentriert sich Räubersachen auf Bio-Baumwolle und Woll-Seide aus streng ökologischem Anbau. Bei allen Plattformen zahlt der Kunde den ersten Monat vorab – danach rechnen die Anbieter tagesgenau ab.

Erreichen die Mietkosten den Kaufpreis, geht die Kleidung in den Besitz des Mieters über.

Und auch Cottonbudbaby ist komplett auf sehr süße Öko-Textilien spezialisiert – zertifiziert nach den höchsten Ökostandards GOTS und IVN Best. Hier gibt es aber noch eine andere Besonderheit: Die Plattform bietet Komplettpakete, in denen alle Klamotten enthalten sind, die das Baby benötigt. Von der Geburt an liefert die Plattform so immer passende Unisex-Kleidung, die auf Wunsch gegen größere Teile getauscht wird. Anders als bei den anderen Anbietern zahlen Kunden hier einen monatlichen Beitrag von 59 Euro und tauschen sich mit der Zeit zu immer neuen Kleidern bis Größe 74. Bei allen Anbietern gilt übrigens, dass kleine Gebrauchsspuren oder Flecken nicht tragisch sind. Außerdem geht die Kleidung in den Besitz des Mieters über, wenn er so viel Mietgebühren bezahlt hat, wie das Kleidungsstück wert ist. Gefallen die Klamotten hingegen bereits beim Eintreffen nicht, ist ein Rückversand innerhalb von ein bis zwei Wochen ohne Mietkosten gratis möglich.

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Kleider sind nicht alles …

Einige Anbieter, wie Räubersachen, bieten je nach Abnutzung der Kleider günstigere Preise an. Wer also Wert auf biozertifizierte Baumwolle legt und Abnutzungsspuren nicht tragisch findet – oder beim eigenen Rabauken sowieso mit der größtmöglichen Abnutzung rechnet – der kann zu der günstigeren, sichtbar getragenen Variante greifen. Somit ist auch der Rückversand mit Gebrauchsspuren nicht problematisch; nur bei groben Schäden wie einem abgeschnittenen Ärmel oder eingelaufenen Stramplern oder dem Verlust der Kleider verlangen viele Anbieter die Differenz zwischen bereits gezahlter Miete und dem Kaufpreis. Es lohnt sich aber, vorab bei der Haftpflicht-Versicherung anzufragen, ob sie in solchen Fällen einspringt.

Das Rundum-Sorglos-Nachhaltigkeits-Modell ist eine echte Alternative zu teuren Baby-Klamotten, die nach sehr kurzer Zeit nicht mehr passen.

Zusätzlich zur Kleidung bieten viele Plattformen außerdem die Ausstattung rund ums Baby an. Angefangen mit Umstandsmode – die nach der Schwangerschaft meist ungenutzt im Schrank landet – bieten die Plattformen auch Kinderwagen, Tragetücher, Krippen und all die Artikel, die junge Eltern benötigen, zur Miete an. Das Rundum-Sorglos-Nachhaltigkeits-Modell ist somit eine echte Alternative zu teuren Baby-Klamotten, die nach sehr kurzer Zeit nicht mehr passen.

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