Elektromobilität

Berlin: CDU-Politiker wird Elektroauto als Dienstwagen verweigert

von
Thomas Pitscheneder

Eigentlich sollte die Regierung ja ein Vorbild sein, in Berlin verfehlt sie dieses Ziel jedoch. Ein Politiker der Hauptstadt darf kein Elektroauto haben.

Dienstwagen der deutschen Politiker in Reih und Glied
Immer mehr Politiker entscheiden sich für einen Dienstwagen mit Elektromotor. Doch nicht jeder bekommt offenbar so ein Fahrzeug gestellt – aus teils kuriosen Gründen. Foto: picture alliance / Gregor Fische

Das erfahren Sie gleich:

  • Welches Auto CDU-Fraktionsvorsitzender Burkard Dregger wollte
  • Warum das für Innensenator Andreas Geisel nicht infrage kam
  • Wie sich Berlin bei der Elektromobilität schlägt

Die Bundesregierung fordert eine verstärkte Verbreitung der Elektromobilität und gewährt dafür sogar einige Vorteile wie den Umweltbonus. Doch die Vorbildfunktion verfehlen die Politiker dennoch. Das liegt aber offenbar nicht immer am fehlenden Willen, wie ein kurioser Fall aus Berlin zeigt.

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Der CDU-Fraktionsvorsitzende Burkard Dregger beantragte kürzlich das Elektroauto BMW i3 als Dienstwagen. Damit sollten seine Fahrten nachhaltiger sein. Doch der Innensenator hatte etwas dagegen.

Innensenator: Dregger soll lieber Verbrenner fahren

Burkard Dregger konnte es kaum fassen, als er die Antwort von Innensenator Andreas Geisel (SPD) erhielt. Der verweigerte ihm laut einem Bericht der Berliner Zeitung das Elektroauto. Die Begründung: Der Chauffeur des Politikers müsse hin und wieder im Auto auf Dregger warten. Weil der BMW i3 keine Standheizung habe, sei das im Winter nicht zumutbar. Komisch, dabei fahren Kollegen wie Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) bereits länger einen i3.

Auch auf den Einwand, dass das Auto bei aktiver Aufladung doch regulär heizen könnte, entgegnete Geisel mit Ablehnung. Offiziell heißt es, dass nicht immer eine Ladesäule am öffentlichen Straßenland zur Verfügung stehe. Stattdessen solle Dregger doch "ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor wählen."

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Berlin gibt sich nach Außen offen für Elektromobilität

Eigentlich soll Elektromobilität in der Hauptstadt ein großes Thema sein. Darum bemüht sich die Politik der Stadt bereits seit Jahren. Berlin wollte ein Beispiel sein, wie Städten die Umstellung gelingen kann. Erfolgreich scheint das bisher nicht zu sein.

An allen Ecke fehlt es an Ladestationen, wie kürzlich sogar der Senat der Stadt feststellte. Auch der Ausbau von Schnellladestationen geht in Berlin nur sehr schleppend voran.

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