Elektromobilität

Karma Automotive: Gleich drei Elektroautos vorgestellt

von
Thomas Pitscheneder

Beim Fisker Karma blieb der große Erfolg aus. Unter dem Dach einer chinesischen Firma geht es seit 2014 weiter – vielleicht bald mit drei neuen Elektroautos.

Der Karma SC1 Vision Concept im Detail
Das Konzeptfahrzeug Karma SC1 Vision Concept zeigt, in welche Richtung die Zukunft gehen könnte. Doch das ist nur eine von vielen Szenarien, denn Karma ist flexibel. Foto: Karma Automotive

Das erfahren Sie gleich:

  • Was die Weiterentwicklung Revero GT zu bieten hat
  • Wie Pininfarina der Marke Karma Automotive helfen soll
  • Welche Pläne das Unternehmen für die Zukunft hat

Mit dem Karma sorgte Designer Henrik Fisker im Jahr 2008 für Aufsehen. Der Sportwagen mit Plug-in-Hybrid kam auf 407 PS Systemleistung und ließ sich bis zu 81 Kilometer rein elektrisch fahren. Die Produktion lief allerdings nur ein Jahr, denn das Unternehmen hatte mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Bei einer Zwangsversteigerung holte sich der Automobilzulieferer Wanxiang die Marke ins Haus.

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Seit 2014 läuft das Geschäft unter dem Namen Karma Automotive wieder an. Auf der Auto Shanghai in China stellte das Unternehmen kürzlich gleich drei neue Elektroautos vor.

Karma Revero GT: Luxus-Limousine mit Hybridantrieb

Der Karma Revero GT von vorne
Ein etwas moderneres Design mit klareren Linien hebt den GT vom bisherigen Karma Revero ab. Außerdem gibt es einen kleineren Range Extender, was Gewicht sparen dürfte. Foto: Karma Automotive

Der Karma Revero GT ist das, was vor ein paar Jahren noch der Fisker Karma war. Die Limousine fährt rein elektrisch, hat jedoch einen klassischen Motor als Range Extender an Bord. Der Benziner kommt von BMW und bietet drei Zylinder sowie einen Turbolader. Maximal 393 kW (535 PS) soll das Auto leisten und Reichweiten bis zu 450 Kilometer bieten.

Das Auto ist jedoch weniger eine Neu- als mehr eine Weiterentwicklung. Den Karma Revero gibt es bereits seit 2016. Er besitzt einen 190 kW (258 PS) starken Vierzylinder-Benziner und Elektromotoren für eine Systemleistung von 301 kW (409 PS). Das Design übernahm das Unternehmen größtenteils vom Fisker Karma, was auch dem Revero GT anzusehen ist. Verfeinert hat es allerdings Pininfarina.

Karma Pininfarina GT: Ein Hauch Italien

Der Karma Pininfarina GT von vorne
Der Karma Pininfarina GT wurde vom gleichnamigen Designstudio gestaltet. Als Basis diente der Revero GT. Foto: Karma Automotive

Die nahmen auch beim Karma Pininfarina GT den Bleistift in die Hand und verpassten dem Zweitürer noch sportlichere Linien. Ebenfalls als Gran Turismo konzipiert, ist er für längere Reisen gedacht. Im Fokus stand dabei also viel Luxus im Innenraum und ein Fahrwerk, das auch für bequeme Fahrten zu gebrauchen ist.

Als Basis diente der Revero GT, von dem der Pininfarina GT auch die Leistungswerte übernehmen dürfte. Ob er jedoch wirklich in Serie kommt, bleibt abzuwarten. Anfragen dürfte das kleine Unternehmen aus Kalifornien aber wohl kaum ausschlagen.

Karma SC1 Vision Concept: Blick in die Zukunft

Der Karma SC1 Vision Concept mit geöffneter Fahrertür
Große Scherentüren sind das Markenzeichen des Konzeptfahrzeugs. Sie legen sogar einen Teil des Antriebs frei. Der Innenraum ist aufgeräumt. Foto: Karma Automotive

Während der Revero GT noch 2019 auf den Markt kommen soll und der Pininfarina GT 2020 folgen könnte, ist der Karma SC1 Vision Concept noch Zukunftsmusik. Das Showcar dient dabei dazu, Ideen für künftige Serienmodelle zu präsentieren. Besonders fällt der Zweisitzer mit seinen gigantischen Scherentüren auf, die sich sogar bis in die Frontpartie öffnen.

Im Innenraum herrscht eine strickte Trennung zwischen Fahrer und Beifahrer. Ersterer bekommt ein halboffenes Lenkrad und ein großes Display vor die Nase gesetzt. Im Blickfeld des Beifahrers sitzt ein weiterer Bildschirm für das Entertainment. Vollgestopft ist der SC1 Vision Concept außerdem mit moderner Technik.

Karma setzt auf Partnerschaften

Schon die Zusammenarbeit mit Pininfarina zeigt, dass Karma Automotive offen für Partnerschaften ist. Genau die sind sogar das Ziel des Unternehmens. Die Plattformen der Fahrzeuge sollen offen sein und andere Firmen dazu einladen, ihre eigenen Ideen einzubringen.

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"Wir sind agil, geschickt und können selbst unter Druck schnell reagieren: Das ist der große Vorteil von Karma", so Firmenchef Lance Zhou. "Wir nutzen Partnerschaften mit Gleichgesinnten, um unseren Wachstum zu beschleunigen und neues über Schlüsseltechnologien für Connectivity, Leistung, künstliche Intelligenz, Elektrifizierung und Sharing zu lernen und sie weiterzuentwickeln."

Möglich machen das 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an vier Standorten. Das Hauptquartier hat seinen Sitz in Irvine, Kalifornien. Nicht weit davon entfernt sitzt die Produktionsstätte der Firma in Moreno Valley. Die technische Entwicklung erfolgt in Troy, Michigan. Das Design- und Ingenieurs-Labor befindet sich im chinesischen Hangzhou.

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