Leben

Jetzt kommen Fitnesstracker für Pferde und Hunde

von Leonie Butz

Viele Menschen können sich ein Leben ohne ihren Fitnesstracker nicht mehr vorstellen. Aber jetzt kommen auch Tracker für Pferde, Hunde und andere Tiere auf den Markt.

Jetzt kommen Fitnesstracker für Pferde und Hunde
Bewegen sich die Pferde genug? Oder haben sie Verletzungen, die nicht gleich ins Auge springen? Mit einem Fitnesstracker bleibt die Gesundheit der Vierbeiner immer im Blick. Foto: Unsplash/Mitchell Orr Follow

Das erfahren Sie gleich:

  • Nicht nur für Menschen: Auch Tiere trainieren zukünftig mit Fitnesstracker
  • Hunde sollen mit Bewegungs- und Schlaftracker fitter werden
  • Lahmer Huf, Rückenschmerzen – mit Trackern Verletzungen von Pferden vorbeugen

Die Fitness der Hunde immer im Blick

Hunde, die besten Freunde der Menschen. Sie halten uns fit, sind für uns da, wenn es uns schlecht geht und lockern jede stressige Situation auf. Aber wenn der Hund selbst nicht fit ist, zu viel wiegt oder zu wenig Bewegung bekommt, bleibt uns oft nur der Weg zum Tierarzt. Um dem entgegenzuwirken, entwickeln zwei Start-ups gerade parallel Fitnesstracker für Hunde, die Bewegung und sogar den Schlaf beobachten sollen.

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Neben Trainingseinheiten misst das Gadget auch Verhaltensauffälligkeiten oder bietet Trainings- und Futterpläne.

Wieviel Futter braucht mein Hund wirklich? Und geht es ihm wirklich gut – auch wenn ich nicht zu Hause bin? Wieviel Belastung kann er beim Training vertragen? Ist er unter- oder überlastet? Wer sich diese Fragen stellt, der kann zukünftig seinen Hund mit einem Fitnesstracker ausstatten. Neben Trainingseinheiten misst das Gadget auch Verhaltensauffälligkeiten oder bietet Trainings- und Futterpläne, die Besitzer mit Tierärzten erstellen können. Furryfit ist ein deutsches Start-up, das via Crowdfunding einen Tracker im Halsband entwickelt hat. Gemeinsam mit zwei Tierärzten entwickelten die Brüder Micha David Neubert und Jona Timm Neubert den Tracker in Pfotenform. 200 Vorbestellungen und mehr als 15.000 Euro Finanzierung von Unterstützern klingen vielversprechend – auch wenn sich die Auslieferung auf das erste Quartal 2018 verschoben hat.

Die Fitness der Hunde immer im Blick
Mit Apps und Fitnesstrackern bleiben Hunde gesund - und spezielle Ernährungspläne für tierische Naschkatzen halten auch das Gewicht im Griff. Foto: Unsplash/Charles Deluvio

Fitnesstracker für Pferde

Einen ähnlichen Fitnesstracker plant auch das junge Unternehmen Cabasus auf den Markt zu bringen – das Gadget ist aber in erster Linie als Fitnesstracker für Pferde gedacht. „Nicht nur wir Menschen haben oft mit Figur- und Fitnessproblemen zu kämpfen, auch bei unseren geliebten Vierbeinern kennen wir das Problem“, so das Unternehmen. Entwickelt hat das System der kalifornische Programmierer und Pferdeliebhaber Cristiano Estrada. Der Tracker sitzt direkt am Huf des Tieres und soll so neben der Bewegung auch Belastungen oder gefährliche Koliken frühzeitig registrieren. Der Beta-Test soll schon bald starten – ab dem Frühjahr 2018 will das Unternehmen die ersten Fitnesstracker ausliefern. In einem nächsten Schritt sollen dann ebensolche Tracker für Hunde, Katzen und andere Vierbeiner folgen.

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Das Gadget misst auch die Symmetrie der Huf-Belastung, die bei einem Ungleichgewicht auf eine mögliche Verletzung hindeuten kann.

Aber das kalifornische Unternehmen ist nicht alleine auf dem Markt. Mit dem Fitnesstracker Equisense Motion verfolgt das gleichnamige französische Start-up ein ähnliches Ziel. 2015 ebenfalls als Crowdfunding-Projekt gestartet, lässt sich der Tracker für den Sattel inklusive App für rund 300 Euro online bestellen. Neben der Bewegung misst das Gadget auch die Symmetrie der Huf-Belastung, die bei einem Ungleichgewicht auf eine mögliche Verletzung hindeuten kann. Gemeinsam mit Tierärzten und der Technischen Universität Compiègne entwickelte das rund 20-köpfige Team das System.

Die Pferdewirtschaft ist in jedem Fall ein Milliardengeschäft: 2016 lag der Umsatz bei 6,7 Milliarden, so die Deutsche Reiterliche Vereinigung. Für Katzen, Hunde andere Tiere gaben die Deutschen laut Industrieverband Heimtierbedarf rund 4,7 Milliarden Euro aus. Fitnesstracker für die Vierbeiner sind somit sicherlich ein rentables Geschäft – schließlich sind auch wir Zweibeiner von dem Erfolg der Wearables für unsre Fitness überzeugt.

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