Technik

Jaguar: Autonomes Auto projiziert seine Route auf die Straße

von
Thomas Pitscheneder

Autonome Autos fahren selbstständig über die Straßen. Doch die künstliche Intelligenz ist schwer einzuschätzen. Jaguar will das mit einem Projektor lösen.

Der Jaguar Projection Pod im Einsatz
Fünf Balken sollen anderen Verkehrsteilnehmern anzeigen, wohin das autonome Auto fährt. Damit will Jaguar für mehr Sicherheit sorgen. Vorher gibt es jedoch ein paar Probleme zu lösen. Foto: Jaguar Land Rover/Mark Fagelson Photography

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie der aktuelle Stand beim autonomen Fahren ist
  • Warum Jaguar einen Projektor in ein selbstfahrendes Auto baut
  • Welche Probleme es dabei noch zu lösen gibt

Das autonome Fahren rückt immer näher. In den USA will bald etwa die Google-Tochter Waymo Autos in einer neuen Fabrik mit der nötigen Technik ausrüsten. Testfahrten gibt es in vielen Ländern bereits jetzt. Doch die Bevölkerung ist noch immer skeptisch. Die Sicherheitsbedenken sind groß.

Automobilhersteller und Technikunternehmen arbeiten deshalb fieberhaft an Lösungen. Dazu gehört auch der britische Konzern Jaguar Land Rover. Die Ingenieure haben sich dort ein System ausgedacht, durch das andere Verkehrsteilnehmer immer wissen sollen, in welche Richtung das autonome Auto fährt.

Jaguar: Balken zeigen die aktuelle Fahrtrichtung an

Große Displays an der Karosserie, blinkende Lichter, Sprachausgabe und vieles mehr: An Ideen für sicherere Fahrten von autonomen Autos mangelt es nicht. Bisher gab es aber noch keine Technologie, die wirklich vollständig überzeugen konnte. Jaguar versucht es deshalb mit einem Projektor für Selbstfahrer.

Der soll Balken auf den Boden vor dem Fahrzeug projizieren, die anderen Verkehrsteilnehmern die eingeschlagene Richtung anzeigen. Machen sie einen Bogen, fährt das Auto eine Kurve. Gehen sie weiter auseinander, erhöht sich die Geschwindigkeit. Erste Tests des Systems absolvierte Jaguar mit den selbstfahrenden Mini-Autos von Aurrigo.

Noch ein langer Weg zur Serienreife

Zwar klappten die Probefahrten mit dem Projektor offenbar bereits gut, doch bis die Technik zum Einsatz kommen kann, muss Jaguar noch einige Probleme lösen. Fraglich ist etwa, wie gut die Balken bei Tageslicht oder schlechtem Wetter zu sehen sind, ob andere Verkehrsteilnehmer die Darstellung auch verstehen und wie das Auto beim Ausfall des Systems reagiert.

Zudem muss Jaguar andere Hersteller von dem System überzeugen. Die Technik ist nur dann sinnvoll, wenn sie in möglichst vielen Fahrzeugen zum Einsatz kommt.

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